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Änderungen beim Hausbau 2026: Neue Gesetze, Förderungen und Kosten für Hauseigentümer


OKNOPLAST

13.01.2026

19 Minuten

In diesem Artikel erfahren Sie konkret, welche gesetzlichen Änderungen, Förderungen und Kosten Sie 2026 beim Hausbau und bei Sanierungen erwarten. Sie erhalten präzise Zahlen zum steigenden CO₂-Preis (55-65 €/t), detaillierte Informationen zu neuen KfW-Förderungen (EH55 mit 800 Mio. €, WEF mit 808 Mio. €) und verstehen, warum der 30. Juni 2026 der entscheidende Stichtag für neue Heizungen in Großstädten ist.

Das erwartet Sie in diesem Artikel:

  • CO₂-Preis 2026: Konkrete Mehrkosten für Heizöl (+20,6 Cent/Liter) und Erdgas (+1,4 Cent/kWh) – wie sich das auf Ihre Jahreskosten auswirkt und welche Haushalte bis zu 500 Euro mehr zahlen
  • Neue Gesetze ab 2026: GEG-Reform im Februar, EU-Gebäuderichtlinie bis Mai, Gebäudetyp E für einfacheres Bauen und der Bau-Turbo für schnellere Genehmigungen
  • KfW-Förderungen 2026: Vollständiger Überblick über alle Programme – Effizienzhaus 55 (1,13% Zins), Wohneigentum für Familien (1,12% Zins), altersgerechter Umbau (50 Mio. € Zuschuss) und BEG Einzelmaßnahmen für Fenster
  • 65-Prozent-Erneuerbare-Regel: Was die Regel bedeutet, warum der 30. Juni 2026 so wichtig ist und welche Heizsysteme die Anforderungen erfüllen
  • Energiepreise 2026: Warum Strom bis zu 160 Euro günstiger wird, während Heizöl und Gas teurer werden – mit konkreten Jahreskosten für Durchschnittshaushalte
  • Fenster und Türen als Förderschlüssel: Wie U-Werte von 0,95 W/(m²K) Ihnen Zugang zu Förderungen sichern und warum Schallschutzfenster bei Wärmepumpen wichtiger werden
  • Sanierungspflichten 2026: Was bei Eigentümerwechsel gilt, welche Pflicht für Bleileitungen bis Ende 2026 besteht und warum es keine pauschale Sanierungspflicht gibt
  • Baukosten und Bauzinsen: Warum die Kosten nur noch um 2,5% steigen, Bauzinsen bei 3,5-4,0% stabil bleiben und was das für Ihre Finanzierung bedeutet (inkl. Rechenbeispiel mit 400.000 € Darlehen)
  • Kommunale Wärmeplanung: Wie die Wärmeplanung Ihre Heizungsentscheidung beeinflusst, welche Zonen es gibt (Fernwärme, Wasserstoff, dezentral) und wo Sie Ihre lokale Planung einsehen können
  • Technische Neuerungen: KI-gestützte Planungstools (bis 20% Kosteneinsparung), Modulbauweise mit Gebäudetyp E und Smart-Home-Energiemanagement
  • OKNOPLAST-Integration: Konkrete Empfehlungen, wie hochwertige Fenster und Türen (U-Werte bis 0,7 W/(m²K)) den Energiebedarf um bis zu 30% senken, Förderungen sichern und bei Wärmepumpen-Lärm schützen
Bebauungsplan 2026

Was ändert sich 2026 beim Hausbau? Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Drei große Themen prägen das kommende Jahr: Der CO₂-Preis klettert auf 55 bis 65 Euro pro Tonne, das Gebäudeenergiegesetz wird überarbeitet, und die EU-Gebäuderichtlinie muss bis Mai in deutsches Recht überführt werden. Parallel dazu öffnen neue Förderprogramme ihre Tore – allen voran die Effizienzhaus-55-Förderung mit 800 Millionen Euro.

Für Bauherren heißt das konkret: Fossiles Heizen wird spürbar teurer. Ein Liter Heizöl kostet 20,6 Cent mehr, bei Erdgas sind es 1,4 Cent pro Kilowattstunde. Gleichzeitig macht der 30. Juni 2026 die 65-Prozent-Erneuerbare-Regel in Großstädten zur Pflicht.

Aber es gibt auch positive Entwicklungen. Die Baukosten steigen nur noch moderat um 2,5 Prozent – nach Jahren extremer Preissteigerungen eine willkommene Entspannung. Und wer geschickt plant, greift Förderungen ab, bevor die Töpfe leer sind. Das Baukindergeld wurde auf 808 Millionen Euro aufgestockt, und die Förderung für altersgerechten Umbau kehrt mit 50 Millionen zurück.

Warum ist 2026 ein Schlüsseljahr für Bauherren und Hauseigentümer?

Mehrere Entwicklungen laufen zusammen. Anders als manche befürchten, gibt es keine pauschale Sanierungspflicht. Doch die Rahmenbedingungen verschieben sich deutlich: Fossile Heizsysteme rechnen sich durch steigende CO₂-Kosten immer weniger, während energetische Mindeststandards anziehen. Die kommunale Wärmeplanung wird verbindlich.

Wer strategisch vorgeht, nutzt die Chancen. Fördermittel stehen bereit, Bauzinsen pendeln sich bei 3,5 bis 4,0 Prozent ein, und KI-gestützte Planungstools optimieren Kosten und Bauzeit. Das Ergebnis: niedrigere Betriebskosten, höhere Immobilienwerte, langfristige Planungssicherheit.

Der Zeitpunkt zählt. Viele Fördertöpfe haben Limits. Die Effizienzhaus-55-Förderung beispielsweise wird nur einmalig ausgestattet – wer zu spät kommt, schaut in die Röhre. Auch bei der Förderung für barrierefreies Wohnen dürften die 50 Millionen Euro schnell vergriffen sein.

Baugenehmigung 2026

Wie hoch ist der CO₂-Preis 2026 und was bedeutet das für Hausbesitzer?

Die CO₂-Abgabe bewegt sich in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne. Erstmals werden die Zertifikate versteigert – der tatsächliche Preis schwankt also innerhalb dieser Spanne. Bei starker Nachfrage kann er sogar 70 Euro erreichen. Getroffen werden vor allem Heizöl und Erdgas.

Konkrete Mehrkosten für Haushalte:

BrennstoffCO₂-Preis 2026Aufschlag pro EinheitJahreskosten (Durchschnitt)
Heizöl55-65 €/t CO₂+20,6 Cent/Liter+300-500 €
Erdgas55-65 €/t CO₂+1,4 Cent/kWh+250-400 €
Strom (Wärmepumpe)Entlastung-160 € ErsparnisBis -160 €

Bei 2.000 Litern Heizöl jährlich entstehen etwa 412 Euro Mehrkosten. Wer mit Erdgas heizt und 20.000 Kilowattstunden verbraucht, zahlt rund 280 Euro drauf. Besonders hart trifft es unsanierte Altbauten.

Die gute Nachricht betrifft Stromverbraucher: Die Kosten sinken 2026 deutlich. Netzentgelte und Stromsteuer werden reduziert, die Gasspeicherumlage entfällt komplett. Ein typischer Vier-Personen-Haushalt spart dadurch bis zu 160 Euro pro Jahr (Bundesregierung, Dezember 2025). Diese Entwicklung macht elektrische Heizsysteme wirtschaftlich noch interessanter.

Für Vermieter gilt weiterhin das 10-Stufen-Modell zur Kostenaufteilung. Je schlechter der energetische Zustand, desto höher ihr Anteil – bei sehr schlechten Gebäuden bis zu 95 Prozent der CO₂-Kosten.

Fossile Heizsysteme werden zur Kostenfalle. Wer jetzt baut oder saniert, fährt mit erneuerbaren Energien besser – idealerweise kombiniert mit einer optimierten Gebäudehülle. Moderne Fenster und Türen von OKNOPLAST senken den Energiebedarf um bis zu 30 Prozent und drücken damit auch die CO₂-Kosten.

Welche neuen Gesetze gelten ab 2026 für den Hausbau?

GEG-Reform: Mehr Technologieoffenheit ab Februar 2026

Ende Februar soll die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes vom Kabinett beschlossen werden. Ziel ist mehr Flexibilität bei der Systemwahl und eine stärkere Kopplung an konkrete Klimaziele. Bundesumweltminister Schneider betont jedoch: Die Grundstruktur bleibt – die 65-Prozent-Erneuerbare-Regel wird nicht gekippt.

Bauherren erhalten voraussichtlich mehr Spielraum. Hybridlösungen wie die Kombination aus Gas und Wärmepumpe oder Solarthermie könnten erleichtert werden. Auch grüner Wasserstoff oder synthetische Brennstoffe dürften besser anrechenbar werden.

Bis die Reform in Kraft tritt, gelten die bisherigen Regeln. Wer jetzt plant, sollte sich nicht auf mögliche Erleichterungen verlassen, sondern nach aktueller Rechtslage bauen.

EU-Gebäuderichtlinie: Strengere Energiestandards ab Mai 2026

Die neue EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) muss bis Mai umgesetzt werden. Sie verschärft Effizienzanforderungen und erweitert Dokumentationspflichten erheblich.

Die Kernpunkte:

  • Nullemissionsgebäude wird ab 2030 zum Standard bei Neubauten
  • Energieausweise werden verpflichtend digitalisiert und enthalten detaillierte Sanierungsempfehlungen
  • CO₂-Lebenszyklusanalysen werden Pflicht – bewertet wird nicht nur der Betrieb, sondern auch Herstellung und Entsorgung von Baumaterialien
  • Renovierungspass dokumentiert alle energetischen Maßnahmen über die gesamte Lebensdauer
  • Solarpflicht wird ausgeweitet – viele Bundesländer wie NRW haben sie bereits, bundesweit erfolgt nun eine Harmonisierung

Für Wohngebäude kommt keine pauschale Sanierungspflicht. Allerdings müssen die energetisch schlechtesten Gewerbegebäude (Klasse G und schlechter) bis 2030 modernisiert werden. Bei Wohngebäuden greifen Sanierungspflichten weiterhin nur bei Eigentümerwechsel.

Die verschärften Standards bedeuten: Gebäudehüllen müssen besser gedämmt werden. Fenster mit U-Werten von 0,95 W/(m²K) oder besser werden zum Standard. OKNOPLAST bietet bereits heute Lösungen mit Werten bis 0,7 W/(m²K) – problemlos konform mit allen Anforderungen.

Gebäudetyp E: Einfacheres Bauen ab Ende 2026

Das Konzept „Gebäudetyp E“ (E für „einfach“) soll durch vereinfachte Vorschriften und standardisierte Konzepte Baukosten senken und Genehmigungen beschleunigen. Der Gesetzentwurf wird bis Jahresende erwartet.

Die Idee: Bauherren wählen aus standardisierten Modulen, die bereits alle Anforderungen erfüllen. Kompakte Grundrisse, vorgefertigte Bauteile und reduzierte Ausstattungsstandards sparen Planungskosten und verkürzen die Bauzeit.

Das Vorbild kommt aus Skandinavien. In Schweden entstehen Einfamilienhäuser in Modulbauweise innerhalb von drei Monaten – zu Kosten, die 20 bis 30 Prozent unter deutschen Vergleichsobjekten liegen.

Bau-Turbo (§ 246e BauGB): Schnellere Genehmigungen

Der sogenannte Bau-Turbo ermöglicht Kommunen vereinfachte Verfahren für bestimmte Gebiete. Zeitintensive Prüfungen entfallen.

Besonders relevant für Hamburg und andere Großstädte, die dringend Wohnraum schaffen müssen. In Hamburg gilt ab 2026 eine neue Bauordnung, die Genehmigungen deutlich verschlankt.

Hausbauprojekt 2026

Was bedeutet die 65%-Regel und warum ist der 30. Juni 2026 so wichtig?

Alle neu eingebauten Heizungen müssen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Diese Regel gilt seit 2024 für Neubaugebiete, wird aber stufenweise auf Bestandsgebäude ausgeweitet.

Der 30. Juni 2026 ist die Deadline für Großstädte. Ab diesem Tag dürfen in Städten über 100.000 Einwohner nur noch konforme Heizungen eingebaut werden. Kleinere Städte und Gemeinden folgen je nach kommunaler Wärmeplanung – spätestens Mitte 2028.

Wichtige Klarstellungen:

  • Bestandsheizungen dürfen weiterlaufen – keine Austauschpflicht für funktionierende Anlagen
  • Reparaturen bleiben erlaubt, auch an fossilen Systemen
  • Bei irreparablem Defekt gibt es Übergangsfristen
  • Gasheizungen sind nicht verboten – sie können mit Biomethan oder Wasserstoff die 65-Prozent-Marke erreichen

Welche Systeme erfüllen die Regel? Wärmepumpen (alle Varianten), Solarthermie-Hybridheizungen, Biomasseheizungen, Fernwärme aus erneuerbaren Quellen, Stromdirektheizungen (bei sehr guter Dämmung) und Gasheizungen mit mindestens 65 Prozent Biomethan oder grünem Wasserstoff.

Wärmepumpen dominieren bereits. 2025 wurden erstmals mehr Wärmepumpen als fossile Systeme verbaut. Moderne Geräte arbeiten mittlerweile auch in Bestandsgebäuden effizient – Voraussetzung ist eine gut gedämmte Gebäudehülle mit hochwertigen Fenstern.

Ab 2026 gilt eine neue Anforderung: Nur besonders leise Wärmepumpen werden gefördert. Die Geräte müssen mindestens 10 Dezibel unter den Grenzwerten liegen. Für Außengeräte bedeutet das je nach Leistung maximal 55 bis 78 dB. Gleichzeitig werden hochwertige Schallschutzfenster wichtiger – je leiser die Wärmepumpe, desto mehr fallen andere Außengeräusche auf. OKNOPLAST bietet Fenster mit Schallschutzklasse 3 bis 4, die Außenlärm effektiv um 35 bis 45 Dezibel dämpfen.

Welche KfW-Förderungen gibt es 2026 für Hausbau und Sanierung?

Das Gesamtbudget für effiziente Gebäude sinkt von etwa 15 auf 12 Milliarden Euro. Trotzdem stehen attraktive Programme bereit – wer früh plant, profitiert von günstigen Konditionen.

Übersicht KfW-Förderungen 2026

ProgrammBudget 2026ZinssatzMax. KreditsummeZielgruppe
Effizienzhaus 55 (KFN 297/298)800 Mio. € (einmalig)1,13%150.000 €Neubauten EH55, 100% erneuerbare Wärme, genehmigte Projekte
Wohneigentum für Familien (WEF)808 Mio. €1,12%Bis 270.000 €Familien mit Kindern, klimafreundlich
KNN (Niedrigpreissegment)600 Mio. €0,01%VariabelKostengünstiger Wohnungsbau, kompakt
Jung kauft AltTeil des BEGGesenktBis 120.000 €Kauf + Sanierung auf EH85 EE
Altersgerechter Umbau (455-B)50 Mio. €Zuschuss bis 6.250 €ZuschussBarrierefrei, schwellenlos, Rampen
BEG EinzelmaßnahmenTeil von 12 Mrd. €VariabelBis 60.000 €Dämmung, Fenster, Türen, Heizung

Effizienzhaus 55: Die neue Top-Förderung

Seit 16. Dezember 2025 läuft die Effizienzhaus-55-Förderung – mit einmalig 800 Millionen Euro ausgestattet. Das Programm richtet sich an Bauherren, deren Neubauten nur 55 Prozent der Energie eines Standardhauses benötigen.

Voraussetzungen:

  • Baugenehmigung bereits vorhanden
  • Energiestandard EH55 wird erreicht
  • Wärmeversorgung zu 100 Prozent erneuerbar
  • Kreditantrag vor Baubeginn

Der Förderzins liegt bei nur 1,13 Prozent – deutlich unter marktüblichen Bauzinsen von 3,5 bis 4,0 Prozent. Bei 150.000 Euro über 10 Jahre spart das etwa 4.500 Euro.

Die Mittel sind begrenzt. Wer Interesse hat, sollte zeitnah den Antrag stellen. Erfahrungsgemäß sind attraktive Fördertöpfe schnell ausgeschöpft.

Den EH55-Standard erreicht man mit einer guten Gebäudehülle. Fenster müssen einen U-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) aufweisen. OKNOPLAST bietet eine breite Palette – von klassischen Kunststofffenstern bis zu hochwertigen Holz-Aluminium-Kombinationen mit Werten bis 0,7 W/(m²K).

BEG Einzelmaßnahmen: Förderung für Fenster und Türen

Auch einzelne Maßnahmen werden unterstützt. Der Austausch von Fenstern und Türen wird mit bis zu 15 Prozent gefördert. Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) steigt die Quote auf 20 Prozent.

Rechenbeispiel Fenstertausch:

  • Investition: 20.000 Euro für neue OKNOPLAST Fenster
  • Förderung ohne iSFP: 3.000 Euro (15%)
  • Förderung mit iSFP: 4.000 Euro (20%)
  • Zusätzliche Einsparung durch niedrigere Heizkosten: ca. 300-500 Euro jährlich

Die geförderten Fenster müssen einen U-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) aufweisen. Außerdem ist fachgerechter Einbau durch qualifizierte Betriebe Pflicht. OKNOPLAST arbeitet deutschlandweit mit zertifizierten Partnern zusammen, die alle Fördervoraussetzungen erfüllen.

Altersgerechter Umbau: Förderung kehrt zurück

Nach einjähriger Pause steht die KfW-Förderung für altersgerechten Umbau (Programm 455-B) ab Frühjahr wieder zur Verfügung – mit rund 50 Millionen Euro Budget. Gefördert werden Maßnahmen, die Barrieren reduzieren und Wohnkomfort im Alter erhöhen.

Förderfähige Maßnahmen:

  • Schwellenlose Zugänge (Terrassen-, Balkontüren)
  • Bodengleiche Duschen
  • Rampen und Treppenlifte
  • Breitere Türen und Durchgänge
  • Rollstuhlgerechte Sanitäranlagen

Die Zuschusshöhe: bis zu 6.250 Euro pro Wohneinheit. Der Zuschuss kann zusätzlich zum KfW-Kredit 159 (Altersgerecht Umbauen) beantragt werden.

OKNOPLAST-Empfehlung: Hebe-Schiebe-Türen und Parallel-Schiebe-Kipp-Türen (PSK) bieten schwellenlose Übergänge zum Balkon oder zur Terrasse. Sie sind nicht nur barrierefrei, sondern auch einbruchhemmend (bis RC3) und erfüllen hohe Wärmedämmstandards. Mit der zurückkehrenden Förderung ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

Wie kann man den rechtlichen Status eines Grundstücks für den Hausbau überprüfen

Wie können Fenster und Türen helfen, Förderungen 2026 zu sichern?

Hochwertige Fenster und Türen sind mehr als Bauteile – sie sind Schlüssel zu niedrigeren Energiekosten, höheren Förderungen und besserem Wohnkomfort. Die Gebäudehülle entscheidet maßgeblich darüber, ob ein Haus die strengen Standards erfüllt und Fördermittel erhält.

U-Wert Anforderungen: Was 2026 gilt

Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht. Je niedriger, desto besser die Dämmung. Für die wichtigsten Förderungen gelten folgende Mindestanforderungen:

Fenster:

  • Effizienzhaus 55: U-Wert ≤ 0,95 W/(m²K)
  • BEG Einzelmaßnahmen: U-Wert ≤ 0,95 W/(m²K)
  • Empfohlener Zielwert für Neubauten: U-Wert ≤ 0,80 W/(m²K)

Türen:

  • Haustüren: U-Wert ≤ 1,3 W/(m²K)
  • Terrassentüren: U-Wert ≤ 0,95 W/(m²K)
  • Empfohlener Zielwert: U-Wert ≤ 1,0 W/(m²K)

OKNOPLAST erfüllt diese Anforderungen problemlos. Die Fenster und Türen erreichen U-Werte zwischen 0,70 und 0,95 W/(m²K) – je nach Profil, Verglasung und Ausstattung. Damit sind sie für alle aktuellen und zukünftigen Förderungen qualifiziert.

Schallschutz: Wärmepumpen machen leise Fenster wichtig

Ab 2026 werden nur besonders leise Wärmepumpen gefördert – sie müssen mindestens 10 Dezibel unter den Grenzwerten liegen. Während Hersteller an leiseren Geräten arbeiten, entsteht ein Problem: Je leiser die Wärmepumpe, desto mehr fallen andere Außengeräusche auf.

Die Lösung: hochwertige Schallschutzfenster. OKNOPLAST bietet Fenster mit Schallschutzklasse 3 (35-39 dB Dämpfung) und Klasse 4 (40-44 dB Dämpfung). Straßenlärm, Nachbargeräusche und andere Störquellen werden effektiv gedämpft – für mehr Ruhe und bessere Lebensqualität.

Besonders wichtig in dicht bebauten Wohngebieten, wo Wärmepumpen auf kleinen Grundstücken nahe an Nachbargebäuden stehen. Hier kann die Kombination aus leiser Wärmepumpe und Schallschutzfenstern den Unterschied zwischen Zustimmung und Konflikt bedeuten.

Barrierefreie Türlösungen: 50 Millionen Euro Förderung nutzen

Mit der Rückkehr der Förderung für altersgerechten Umbau rücken barrierefreie Türlösungen wieder in den Fokus. Schwellenlose Übergänge sind nicht nur komfortabel, sondern bei der Förderung ausdrücklich gefordert.

OKNOPLAST-Systeme für barrierefreies Wohnen:

  • Hebe-Schiebe-Türen (HST): Schwellenlose Bodenschienen, große Glasflächen, leichtes Öffnen auch mit Rollator oder Rollstuhl
  • Parallel-Schiebe-Kipp-Türen (PSK): Platzsparend, schwellenlos, Kippfunktion für kontrollierte Lüftung
  • Niederflursysteme: Bodenschwellen unter 20 mm Höhe – rollstuhlgerecht nach DIN 18040-2

Zusatznutzen: Barrierefreie Türen steigern nicht nur den Wohnkomfort, sondern auch den Immobilienwert. In einer alternden Gesellschaft werden solche Ausstattungsmerkmale zum wichtigen Verkaufsargument.

Energetische Sanierung: Fenster als Herzstück

Die Gebäudehülle macht bis zu 35 Prozent der Wärmeverluste eines unsanierten Altbaus aus – Fenster haben daran den größten Anteil. Der Austausch alter Fenster gegen moderne Energiesparfenster kann den Heizenergiebedarf um 20 bis 30 Prozent senken.

Rechenbeispiel Einfamilienhaus (Baujahr 1970, 140 m² Wohnfläche):

  • Alter Energiebedarf: 200 kWh/m²/Jahr
  • Nach Fenstertausch: 140 kWh/m²/Jahr (30% Einsparung)
  • Einsparung pro Jahr: ca. 1.200 Liter Heizöl = 1.440 € (bei 1,20 €/Liter)
  • Mit CO₂-Preis 2026: zusätzlich ca. 250 € Ersparnis
  • Gesamtersparnis: ca. 1.690 € jährlich

Bei einer Investition von 20.000 Euro für neue Fenster (abzüglich 4.000 Euro Förderung = 16.000 Euro Eigenanteil) amortisiert sich die Maßnahme in etwa 9 bis 10 Jahren – danach profitieren Eigentümer Jahr für Jahr.

Förderkombination: BEG EM + iSFP für maximale Zuschüsse

Wer strategisch plant, kombiniert mehrere Förderungen. Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) kostet etwa 500 bis 800 Euro, wird aber selbst mit 80 Prozent gefördert. Gleichzeitig erhöht der iSFP die Förderung für Einzelmaßnahmen von 15 auf 20 Prozent.

Beispielrechnung optimierte Sanierung:

  • Fenstertausch: 20.000 € → 4.000 € Förderung (20% mit iSFP)
  • Dachdämmung: 15.000 € → 3.000 € Förderung (20%)
  • Haustürtausch: 5.000 € → 1.000 € Förderung (20%)
  • Gesamtinvestition: 40.000 €
  • Gesamtförderung: 8.000 €
  • Eigenanteil: 32.000 €

Durch die Kombination mehrerer Maßnahmen sinkt der Energiebedarf deutlich, die Förderquote steigt, und die Amortisationszeit verkürzt sich.

Was kostet Heizen 2026? Energiepreise im Überblick

Die Energiepreise entwickeln sich in zwei Richtungen: Fossile Brennstoffe werden teurer, Strom günstiger. Diese Schere macht erneuerbare Heizsysteme wirtschaftlich noch attraktiver.

Fossile Brennstoffe: CO₂-Preis treibt Kosten

Mit dem CO₂-Preis von 55 bis 65 Euro pro Tonne steigen die Kosten für Heizöl und Erdgas spürbar. Die Belastung trifft vor allem energetisch schlechte Gebäude.

Heizöl 2026:

  • Basispreis: ca. 1,00-1,20 €/Liter (abhängig von Weltmarkt und Wechselkurs)
  • CO₂-Aufschlag: +0,206 €/Liter (bei 65 €/t)
  • Gesamtpreis: ca. 1,21-1,41 €/Liter
  • Jahreskosten bei 2.000 Litern: ca. 2.420-2.820 €

Erdgas 2026:

  • Basispreis: ca. 8-10 Cent/kWh
  • CO₂-Aufschlag: +1,4 Cent/kWh (bei 65 €/t)
  • Gesamtpreis: ca. 9,4-11,4 Cent/kWh
  • Jahreskosten bei 20.000 kWh: ca. 1.880-2.280 €

Biogas ist CO₂-neutral und unterliegt nicht der Bepreisung. Allerdings liegt der Preis etwa 20 bis 30 Prozent über fossilem Erdgas. Dennoch kann sich der Umstieg lohnen – vor allem, wenn bestehende Gasheizungen weiter genutzt werden sollen.

Strom: Netzentgelte sinken, Haushalte profitieren

Während fossile Energieträger teurer werden, entlasten sinkende Netzentgelte und die abgeschaffte Gasspeicherumlage die Stromverbraucher.

Strompreis 2026 (Durchschnitt):

  • Grundpreis: ca. 28-32 Cent/kWh
  • Ersparnis durch niedrigere Netzentgelte: ca. -3 Cent/kWh
  • Ersparnis durch niedrigere Stromsteuer: ca. -1 Cent/kWh
  • Erwarteter Preis: ca. 24-28 Cent/kWh

Ein Vier-Personen-Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch spart durch die Entlastungen etwa 160 Euro pro Jahr (Bundesregierung, Dezember 2025).

Wärmepumpen profitieren doppelt: Der Strompreis sinkt, die Kosten für fossile Alternativen steigen. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl (JAZ) 3,5 verbraucht etwa 6.000 kWh Strom pro Jahr für ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Bei 26 Cent/kWh entspricht das Heizkosten von ca. 1.560 Euro – deutlich weniger als bei Öl oder Gas.

Photovoltaik: Eigenverbrauch wird wichtiger

Die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen sinkt ab Februar um etwa 1 Prozent pro Kilowattstunde. Dadurch wird Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms wirtschaftlich noch wichtiger.

Wer 2026 eine Photovoltaikanlage plant, sollte auf möglichst hohen Eigenverbrauch setzen. Die Kombination aus PV-Anlage, Stromspeicher und Wärmepumpe optimiert die Wirtschaftlichkeit. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist, der Eigenverbrauch deckt Haushaltsstrom und Heizung.

OKNOPLAST-Tipp: Große Glasflächen nach Süden (Terrassentüren, Hebe-Schiebe-Türen) nutzen passive Solarenergie und reduzieren den Heizbedarf. In Kombination mit einer PV-Anlage auf dem Dach entsteht ein hocheffizientes Energiekonzept.

Baugenehmigung im Jahr 2026 in Deutschland

Welche Sanierungspflichten gelten für Hauseigentümer 2026?

Anders als oft behauptet, gibt es keine pauschale Sanierungspflicht für alle Bestandsgebäude. Die gesetzlichen Vorgaben sind differenziert – und betreffen vor allem Eigentümerwechsel sowie konkrete Einzelfälle.

Sanierungspflichten bei Eigentümerwechsel

Wer ein Ein- oder Zweifamilienhaus kauft oder erbt, muss innerhalb von zwei Jahren nach Eigentumsübergang bestimmte energetische Mindestanforderungen erfüllen.

Pflichtmaßnahmen nach § 71 GEG:

  • Austausch sehr alter Heizkessel: Öl- und Gasheizkessel vor 1. Januar 1991 und älter als 30 Jahre müssen ersetzt werden. Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind ausgenommen.
  • Dämmung der obersten Geschossdecke: Ist der Dachboden unbeheizt und die Geschossdecke ungedämmt, muss nachträglich gedämmt werden (Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2).
  • Dämmung von Heizungs- und Warmwasserleitungen: Leitungen in unbeheizten Räumen (Keller, Dachboden) müssen gedämmt werden.

Ausnahmen: Selbstnutzende Eigentümer, die das Haus bereits vor dem 1. Februar 2002 bewohnt haben, sind von diesen Pflichten befreit. Die Sanierungspflicht tritt nur bei Eigentümerwechsel ein.

Die Kontrolle wird strenger: In der Vergangenheit wurden diese Pflichten selten überprüft. Das ändert sich. Im Zusammenhang mit Energieausweisen, Förderanträgen und Schornsteinfegerprüfungen werden Sanierungspflichten künftig häufiger kontrolliert.

EU-Gebäuderichtlinie: Keine Pflicht für Wohngebäude

Die neue EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) führt keine pauschale Sanierungspflicht für private Wohngebäude ein. Allerdings müssen die energetisch schlechtesten Gewerbeimmobilien (Energieklasse G und schlechter) bis 2030 modernisiert werden.

Für Wohngebäude gilt: Es gibt Anreize und verbesserte Förderungen, aber keine Zwangssanierung. Wer sein Haus nicht verkauft oder vererbt, kann es grundsätzlich im aktuellen Zustand belassen – allerdings mit steigenden Betriebskosten durch höhere CO₂-Preise.

Langfristig ist absehbar, dass unsanierte Gebäude an Wert verlieren. Käufer kalkulieren steigende Energiekosten und zukünftige Sanierungsaufwände ein. Wer heute saniert, sichert den Wert seiner Immobilie.

Bleileitungen: Austauschpflicht bis Ende 2026

Eine oft übersehene Pflicht betrifft Trinkwasserleitungen aus Blei. Diese müssen bis zum 31. Dezember 2026 komplett ausgetauscht werden. Betroffen sind vor allem Altbauten vor 1973 – damals war Blei als Leitungsmaterial noch üblich.

Blei im Trinkwasser ist gesundheitsschädlich, besonders für Kinder und Schwangere. Der Grenzwert liegt bei 0,010 mg/l – Bleileitungen überschreiten diesen Wert regelmäßig.

Bleileitungen sind weich, dunkelgrau und lassen sich mit einem Messer anritzen. Bei Unsicherheit hilft ein Wassertest oder die Nachfrage beim Wasserversorger.

Der Austausch kostet je nach Gebäudegröße 2.000 bis 8.000 Euro. Eine direkte Förderung gibt es nicht, allerdings können die Kosten im Rahmen einer Gesamtsanierung über die KfW mitfinanziert werden.

Wie entwickeln sich Baukosten und Bauzinsen 2026?

Nach Jahren extremer Preissteigerungen beruhigt sich der Baumarkt. Die Kostensteigerung verlangsamt sich auf etwa 2,5 Prozent – dennoch bleiben die Baukosten auf historisch hohem Niveau.

Baukosten 2026: Moderate Steigerung erwartet

Die Baukosten stiegen 2021 und 2022 teilweise um 15 bis 20 Prozent pro Jahr – getrieben durch Materialknappheit, Energiepreise und gestörte Lieferketten. Diese Phase ist vorbei. Für 2026 rechnen Experten mit einer Steigerungsrate von etwa 2,5 Prozent.

Gründe für die Entspannung:

  • Lieferketten haben sich normalisiert
  • Materialpreise stabilisieren sich (Holz, Stahl, Dämmstoffe)
  • Wettbewerb unter Bauunternehmen nimmt wieder zu
  • Auftragslage entspannt sich leicht

Kostenbeispiel Einfamilienhaus 2026:

  • Durchschnittliche Baukosten: ca. 2.200-2.800 €/m² (schlüsselfertig, Standardausstattung)
  • Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche: ca. 330.000-420.000 €
  • Nebenkosten (Grundstück, Erschließung, Außenanlagen): ca. 30% zusätzlich
  • Gesamtkosten: ca. 430.000-550.000 €

Regionale Unterschiede bleiben erheblich. In Ballungsräumen wie München oder Hamburg liegen die Kosten 20 bis 40 Prozent höher als im ländlichen Raum.

Bauzinsen: Stabilität bei 3,5 bis 4,0 Prozent

Die Bauzinsen bewegen sich in einem stabilen Korridor zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. Diese Prognose basiert auf den Renditen 10-jähriger Bundesanleihen, die sich voraussichtlich auf dem Niveau von 2025 einpendeln werden.

Einflussfaktoren:

  • Sondervermögen der Bundesregierung: Die drastische Erhöhung der Staatsverschuldung treibt die Renditen von Bundesanleihen nach oben. Das verteuert die Refinanzierung der Banken – und damit die Bauzinsen.
  • EZB-Zinspolitik: Die Europäische Zentralbank wird die Zinsen voraussichtlich stabil halten. Drastische Senkungen sind nicht zu erwarten.
  • Inflationsentwicklung: Bei stabiler Inflation bleiben die Zinsen auf dem aktuellen Niveau.

Vergleich zur Niedrigzinsphase:

  • 2020-2021: Bauzinsen bei 0,5-1,5%
  • 2026: Bauzinsen bei 3,5-4,0%
  • Historischer Durchschnitt (1990-2020): 4,5-5,5%

Vier Prozent Bauzinsen klingen erstmal hoch, sind aber historisch gesehen völlig normal. Die Niedrigzinsphase war die Ausnahme, nicht die Regel.

Finanzierungsbeispiel:

  • Darlehenssumme: 400.000 €
  • Zinssatz: 3,8% (10 Jahre Sollzinsbindung)
  • Tilgung: 2% p.a.
  • Monatliche Rate: ca. 1.933 €
  • Restschuld nach 10 Jahren: ca. 314.000 €

Lange Zinsbindungen (15-20 Jahre) bieten Planungssicherheit. Zwar sind die Zinsen etwas höher als bei kürzeren Bindungen, dafür besteht Schutz vor zukünftigen Zinserhöhungen.

Immobilienpreise: Leichter Anstieg setzt sich fort

Nach dem Preisrückgang 2023 steigen die Immobilienpreise 2026 wieder moderat. Laut Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) verteuerten sich Einfamilienhäuser im dritten Quartal 2025 um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Eigentumswohnungen um 2,7 Prozent.

Der Trend setzt sich fort. Bei gleichbleibender Steigerungsrate würden die Preise Ende 2027 wieder das Niveau von 2022 erreichen. Allerdings ist die Entwicklung stark regional unterschiedlich.

Preisunterschiede:

  • Ballungsräume (München, Hamburg, Frankfurt): Preise steigen um 3-5% jährlich
  • Mittelstädte: Moderate Steigerung um 2-3%
  • Ländlicher Raum: Stagnation oder leichter Rückgang

Wohnraummangel bleibt das Kernproblem in deutschen Städten. Solange die Zahl der Fertigstellungen deutlich unter dem Bedarf liegt, werden die Preise mittelfristig steigen – trotz höherer Zinsen.

wie man ein haus baut

Was bringt die Kommunale Wärmeplanung bis 30.06.2026?

Die kommunale Wärmeplanung ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Städte und Gemeinden analysieren dabei, welche Formen der Wärmeversorgung langfristig sinnvoll sind – etwa Fernwärme, dezentrale Lösungen mit Wärmepumpen oder hybride Systeme. Diese Planung hat direkte Auswirkungen darauf, welche Heizsysteme ab dem 30. Juni erlaubt und sinnvoll sind.

Was ist die kommunale Wärmeplanung?

Die kommunale Wärmeplanung teilt das Stadtgebiet in verschiedene Zonen:

  • Fernwärmegebiete: Hier wird der Anschluss an ein Fernwärmenetz empfohlen oder verpflichtend
  • Wasserstoffgebiete: Das Gasnetz wird auf Wasserstoff umgerüstet
  • Dezentrale Versorgung: Individuelle Lösungen wie Wärmepumpen sind sinnvoll

Fristen:

  • Städte über 100.000 Einwohner müssen bis 30. Juni 2026 eine Wärmeplanung vorlegen
  • Kleinere Gemeinden haben Zeit bis 30. Juni 2028

Die Wärmeplanung ist nicht rechtlich bindend für Eigentümer. Sie dient als Orientierung und Grundlage für Förderprogramme. Niemand wird gezwungen, sich an ein Fernwärmenetz anzuschließen – allerdings kann es wirtschaftlich sinnvoll sein.

Auswirkungen auf Heizungsentscheidungen

Die kommunale Wärmeplanung beeinflusst, welche Heizsysteme ab dem 30. Juni noch eingebaut werden dürfen. In Gebieten mit geplantem Fernwärmeanschluss ist eine Wärmepumpe möglicherweise nicht die beste Wahl – umgekehrt macht eine Gasheizung in einem Gebiet ohne geplante Wasserstoff-Infrastruktur wenig Sinn.

Hamburg hat als eine der ersten Großstädte eine umfassende Wärmeplanung vorgelegt. Große Teile der Innenstadt werden an Fernwärme angeschlossen, Außenbezirke setzen auf dezentrale Lösungen. Bauherren und Sanierer können die Planung online einsehen und ihre Entscheidungen daran ausrichten.

Informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrer Kommune über die Wärmeplanung. Viele Städte bieten Online-Portale oder Beratungstermine an. Eine falsche Heizungsentscheidung kann teuer werden – wer heute eine Gasheizung einbaut und in fünf Jahren feststellt, dass kein Wasserstoffnetz kommt, sitzt auf einer unrentablen Anlage.

Fernwärme: Vor- und Nachteile

Fernwärme gilt als komfortable Lösung – kein eigener Heizkessel, keine Wartung, kein Schornstein. Allerdings gibt es auch Nachteile.

Vorteile:

  • Platzsparend (kein Heizkessel, kein Brennstofflager)
  • Wartungsarm
  • Erfüllt die 65%-Regel automatisch (wenn aus erneuerbaren Quellen)
  • Oft gefördert

Nachteile:

  • Anschlusszwang in manchen Gebieten
  • Hohe Anschlusskosten (10.000-20.000 €)
  • Monopolstellung der Anbieter – keine freie Wahl
  • Preisentwicklung nicht selbst beeinflussbar
  • Abhängigkeit von einem einzigen Versorger

Auch bei Fernwärme bleibt die Gebäudehülle wichtig. Je besser gedämmt das Haus, desto niedriger der Wärmebedarf – und desto geringer die laufenden Kosten. Hochwertige Fenster und Türen sind also auch bei Fernwärme eine sinnvolle Investition.

Welche technischen Neuerungen prägen den Hausbau 2026?

Neben gesetzlichen und finanziellen Änderungen prägen auch technische Innovationen den Hausbau. Besonders KI-gestützte Planungstools, vorgefertigte Bauteile und smarte Gebäudetechnik gewinnen an Bedeutung.

KI-Planung: Künstliche Intelligenz im Bauprozess

KI-gestützte Planungstools revolutionieren die Bauplanung. Sie helfen bei der virtuellen Gestaltung, berechnen den Energieverbrauch präzise und prüfen die Verfügbarkeit von Bauteilen in Echtzeit.

Konkrete Anwendungen:

  • Virtuelle Hausplanung: KI-Tools erstellen auf Basis von Grundrissen und Fotos fotorealistische 3D-Visualisierungen
  • Energieberechnung: Algorithmen simulieren den Energiebedarf unter Berücksichtigung von Gebäudeausrichtung, Verschattung, Fensterflächen und Dämmung
  • Materialbeschaffung: KI prüft die Verfügbarkeit von Bauteilen und schlägt Alternativen vor, wenn Materialien knapp sind
  • Kostenoptimierung: Systeme vergleichen verschiedene Ausstattungsvarianten und zeigen, welche Kombination das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet

Vorteil für Bauherren: Weniger Planungsfehler, realistischere Kostenprognosen, kürzere Bauzeiten. Laut Fraunhofer-Institut können KI-Tools die Planungskosten um bis zu 20 Prozent senken.

Modulbauweise und Gebäudetyp E

Der geplante Gebäudetyp E setzt auf Modulbauweise und standardisierte Konzepte. Vorgefertigte Bauteile werden im Werk produziert und auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt.

Vorteile:

  • Kürzere Bauzeit (3-6 Monate statt 12-18 Monate)
  • Geringere Kosten (15-25% günstiger als konventioneller Bau)
  • Höhere Qualität durch industrielle Fertigung
  • Wetterunabhängige Produktion

Modulhäuser gelten manchmal als weniger individuell. Moderne Systeme bieten jedoch hohe Gestaltungsfreiheit – von der Grundrissaufteilung über Fassadenmaterialien bis zur Ausstattung.

Smart Home: Energiemanagement wird Standard

Smart-Home-Systeme sind längst kein Luxus mehr, sondern Standard in vielen Neubauten. Sie steuern Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Verschattung automatisch – und optimieren dabei den Energieverbrauch.

Beispiel intelligentes Energiemanagement:

  • Die Wärmepumpe heizt nachts vor, wenn Stromtarife günstig sind
  • PV-Anlagen speisen überschüssigen Strom in den Hausspeicher
  • Rollläden schließen automatisch bei Hitze, um Kühllast zu reduzieren
  • Fenster melden, wenn sie gekippt sind – die Heizung drosselt automatisch

Moderne Fenster und Türen lassen sich problemlos in Smart-Home-Systeme integrieren. Motorisierte Rollläden, Sensoren für Öffnungszustand und Einbruchschutz sowie automatisierte Lüftung schaffen Komfort und senken Energiekosten.

FAQ

Was ändert sich 2026 beim Hausbau?

2026 bringt höhere CO₂-Preise (55-65 €/t), die GEG-Reform im Februar, strengere EU-Energiestandards bis Mai, neue KfW-Förderungen (EH55 mit 800 Mio. €, WEF mit 808 Mio. €, altersgerecht mit 50 Mio. €) und den 30. Juni als Stichtag für die 65-Prozent-Erneuerbare-Regel in Großstädten. Baukosten steigen moderat um 2,5 Prozent, Bauzinsen bleiben bei 3,5-4,0 Prozent.

Warum ist der 30. Juni 2026 wichtig?

Ab 30. Juni dürfen in Städten mit über 100.000 Einwohnern nur noch Heizungen eingebaut werden, die zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Dies betrifft alle Neuinstallationen und jeden Heizungstausch. Bestandsheizungen dürfen weiterlaufen und repariert werden.

Wie hoch ist der CO₂-Preis 2026?

Der CO₂-Preis steigt in einen Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Bei Auktionen kann er sogar 70 Euro erreichen. Konkret bedeutet das: Heizöl wird um 20,6 Cent pro Liter teurer, Erdgas um 1,4 Cent pro Kilowattstunde. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt 250-500 Euro mehr pro Jahr.

Welche KfW-Förderungen gibt es 2026 für Hausbau?

Verfügbar sind: Effizienzhaus 55 (800 Mio. € einmalig, 1,13% Zins), Wohneigentum für Familien (808 Mio. €, 1,12% Zins), KNN für kostengünstigen Wohnungsbau (600 Mio. €, 0,01% Zins), Jung kauft Alt (Sanierung auf EH85 EE), Altersgerechter Umbau (50 Mio. € Zuschuss) und BEG Einzelmaßnahmen für Fenster, Türen, Dämmung (15-20% Förderung).

Gilt die 65-Prozent-Regel ab 2026 für alle?

Nein. Die Regel gilt ab 30. Juni nur in Städten über 100.000 Einwohner. Kleinere Gemeinden folgen gestaffelt je nach kommunaler Wärmeplanung, spätestens Mitte 2028. Bestandsheizungen dürfen weiterlaufen. Die Regel greift nur bei Neuinstallationen oder Heizungstausch.

Was kostet Heizen mit Gas und Öl 2026?

Heizöl kostet etwa 1,21-1,41 € pro Liter (inkl. CO₂-Aufschlag von 20,6 Cent). Bei 2.000 Litern Jahresverbrauch sind das 2.420-2.820 € jährlich. Erdgas kostet 9,4-11,4 Cent pro kWh (inkl. CO₂-Aufschlag von 1,4 Cent). Bei 20.000 kWh Jahresverbrauch sind das 1.880-2.280 € jährlich.

Lohnt sich eine Wärmepumpe 2026?

Ja. Wärmepumpen werden durch sinkende Strompreise (bis -160 € jährlich für Durchschnittshaushalt) und steigende CO₂-Kosten für fossile Brennstoffe wirtschaftlich attraktiver. Eine effiziente Luft-Wasser-Wärmepumpe (JAZ 3,5) kostet etwa 1.560 € Strom jährlich – deutlich weniger als Öl (2.420-2.820 €) oder Gas (1.880-2.280 €). Förderungen bis 70 Prozent sind verfügbar.

Welche Sanierungspflichten gelten für Hauseigentümer 2026?

Bei Eigentümerwechsel müssen innerhalb von zwei Jahren sehr alte Heizkessel (über 30 Jahre, vor 1991) ersetzt, ungedämmte oberste Geschossdecken gedämmt und Heizungsleitungen in unbeheizten Räumen isoliert werden. Selbstnutzende Eigentümer seit vor Februar 2002 sind ausgenommen. Zusätzlich müssen Bleileitungen bis Ende 2026 ausgetauscht werden.

Was ist die kommunale Wärmeplanung?

Die kommunale Wärmeplanung teilt Stadtgebiete in Zonen: Fernwärmegebiete, Wasserstoffgebiete oder dezentrale Versorgung mit Wärmepumpen. Städte über 100.000 Einwohner müssen bis 30. Juni eine Planung vorlegen, kleinere bis Mitte 2028. Die Planung ist nicht bindend, aber wichtig für Heizungsentscheidungen und Förderungen.

Wie entwickeln sich Bauzinsen 2026?

Bauzinsen bleiben stabil bei etwa 3,5 bis 4,0 Prozent. Das ist historisch normal – die Niedrigzinsphase (0,5-1,5%) war die Ausnahme. Grund ist das Sondervermögen der Bundesregierung, das die Renditen von Bundesanleihen erhöht. Lange Zinsbindungen (15-20 Jahre) bieten Planungssicherheit.

Wird Strom 2026 günstiger?

Ja. Durch sinkende Netzentgelte und wegfallende Gasspeicherumlage sparen Vier-Personen-Haushalte etwa 160 Euro jährlich. Der durchschnittliche Strompreis sinkt von 28-32 Cent/kWh auf voraussichtlich 24-28 Cent/kWh. Das macht Wärmepumpen und Elektromobilität wirtschaftlich attraktiver.

Was bedeutet Effizienzhaus 55?

Effizienzhaus 55 bedeutet, dass ein Gebäude nur 55 Prozent der Energie eines gesetzlichen Standardhauses benötigt. Voraussetzung ist eine sehr gute Gebäudehülle (U-Wert Fenster ≤ 0,95 W/(m²K)), hochwertige Dämmung und 100 Prozent erneuerbare Wärmeversorgung. Die KfW fördert EH55-Neubauten mit 800 Mio. € zu 1,13 Prozent Zins.

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