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Moderne Dichtungssysteme und Barrierefreiheit: Unsichtbare Helden für Komfort und Wertsteigerung


Barrierefreie Fenster - Oknoplast

OKNOPLAST

18.09.2025

14.11.2025

6 Minuten

In diesem Artikel lernen Sie Folgendes:

  • EPDM-Dichtungen halten 10 Jahre länger als TPE – aber kosten 80-120 € mehr pro Fenster. Bei 20 Jahren Nutzung amortisiert sich das durch weniger Wartung.
  • Nullschwellen brauchen IMMER eine Drainage – sonst gibt es Wasserschäden. Kosten: 400-600 €. Wer hier spart, zahlt später 10-fach.
  • Im Altbau sind Nullschwellen meist unwirtschaftlich – Umbaukosten 5.000-8.000 €. Besser: 2 cm Schwelle mit Rampe (Kosten: 800-1.200 €).
  • RAL-Montage lohnt sich nur bei Neubau/ Gesamtsanierung – bei Einzelfenstern Geldverschwendung (1.200-2.250 € Mehrkosten bei 15 Fenstern).
  • „Barrierefrei“ bedeutet NICHT automatisch Nullschwelle – nach DIN 18040 sind auch 2 cm erlaubt (bei tech. Unabdingbarkeit). Lassen Sie sich nicht täuschen.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen die Wahrheit über Dichtungssysteme und barrierefreie Schwellen: Was funktioniert, was nicht, und vor allem – was Sie wirklich kostet.

Corner-Sliding Doors-Oknoplast

TEIL 1: FENSTERDICHTUNGEN – DIE UNTERSCHÄTZTE LEBENSVERSICHERUNG

EPDM vs. TPE: Der Materialkrieg, den keiner sieht

Wenn Sie ein neues Fenster kaufen, fragt Sie niemand: „Möchten Sie EPDM- oder TPE-Dichtungen?“ Dabei entscheidet genau das über die Lebensdauer Ihrer Fenster.

Die harten Fakten:

EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk):

  • Lebensdauer: 25-30 Jahre
  • Temperaturbereich: -40°C bis +120°C
  • UV-Beständigkeit: Sehr hoch
  • Kosten: +80-120 € pro Fenster
  • Recycelbar: Nein (chemisch ausreagiert)

TPE (Thermoplastische Elastomere):

  • Lebensdauer: 15-20 Jahre
  • Temperaturbereich: -40°C bis +80°C
  • UV-Beständigkeit: Mittel
  • Kosten: Standard (im Basispreis)
  • Recycelbar: Ja (kann eingeschmolzen werden)

Silikon:

  • Lebensdauer: 30-40 Jahre
  • Temperaturbereich: -60°C bis +250°C
  • UV-Beständigkeit: Extrem hoch
  • Kosten: +150-200 € pro Fenster
  • Problem: Zu weich für täglichen Gebrauch, nicht kompatibel mit Acryllacken

Die unbequeme Wahrheit über Dichtungen

Fenster von 2005, TPE-Dichtungen. Die äußere Dichtung war hart wie Plastik, die innere noch einigermaßen elastisch.

„Warum ist die äußere Dichtung kaputt und die innere nicht?“, fragte der Kunde.

Die Antwort: UV-Strahlung.

Die äußere Dichtung ist der Sonne ausgesetzt – 10 Jahre direktes UV-Licht entsprechen etwa 15 Jahren im Schatten. Deshalb altert sie 30-50% schneller als die innere Dichtung.

Konkrete Zahlen aus meiner Praxis:

  • TPE-Außendichtung: Nach 12-15 Jahren spröde
  • TPE-Innendichtung: Nach 18-22 Jahren Austausch nötig
  • EPDM-Außendichtung: Nach 20-25 Jahren noch funktionsfähig
  • EPDM-Innendichtung: 30+ Jahre Lebensdauer

Was bringen 2-fach vs. 3-fach Dichtungen wirklich?

Marketing sagt: „3-fach-Dichtung = dreimal besser!“

Realität sagt: „Kommt drauf an.“

Die Physik dahinter:

Bei 2-fach-Dichtung:

  • Äußere Dichtung (am Rahmen)
  • Innere Dichtung (am Flügel)
  • Dazwischen: Falzkammer (Luftpolster)

Bei 3-fach-Dichtung (Mitteldichtung):

  • Die Falzkammer wird in zwei kleinere Kammern geteilt
  • Zusätzliche Barriere gegen Luft und Schall

Gemessene Verbesserungen:

  • U-Wert (Rahmen): -0,1 bis -0,2 W/(m²K)
  • Schallschutz: +2-3 dB
  • Luftdichtheit: +5-10%

Klingt gut, aber…

Bei einem Einfamilienhaus mit 20 Fenstern (je 1,2 m² Rahmenfläche):

Energieersparnis pro Jahr:

  • Gaspreis: 0,12 €/kWh
  • Heizperiode: 180 Tage
  • Temperaturdifferenz: 15 K

Rechnung:

24 m² × 0,15 W/(m²K) × 15 K × 4.320 h = 233 kWh

Ersparnis: 233 kWh × 0,12 € = 28 € pro Jahr

Mehrkosten Mitteldichtung: 600-900 € (bei 20 Fenstern)

Amortisation: 21-32 Jahre

Meine Empfehlung:

  • 2-fach-Dichtung reicht, wenn: Wohngegend ruhig, Neubau nach GEG, Budget begrenzt
  • 3-fach-Dichtung sinnvoll, wenn: Hauptverkehrsstraße, Flughafen in der Nähe, Passivhaus geplant

EPDM oder TPE? Meine ehrliche Kaufberatung

Nehmen Sie EPDM, wenn:

  • Sie langfristig (20+ Jahre) im Haus bleiben
  • Fenster an Südseite (hohe UV-Belastung)
  • Küstenregion (Salzluft, Wind)
  • Sie Wert auf Langlebigkeit legen

Nehmen Sie TPE, wenn:

  • Budget knapp ist
  • Sie in 10-15 Jahren sowieso renovieren
  • Fenster an Nordseite (wenig UV)
  • Umweltaspekt wichtig (recycelbar)

Vergessen Sie Silikon, außer:

  • Sie bauen ein Schwimmbad
  • Industrielle Anwendung mit extremen Temperaturen
  • Sie haben mehr Geld als Sinn für Wirtschaftlichkeit
Asymmetrische Fenster

TEIL 2: NULLSCHWELLEN – DER TRAUM, DER ZUM ALBTRAUM WERDEN KANN

Die Wahrheit, die niemand hören will

Nullschwellen sind großartig. Wirklich. Keine Stolperfalle, nahtloser Übergang, modern, elegant.

Aber: Bei jedem dritten Projekt, das ich begutachte, gibt es Probleme. Nicht weil die Technik schlecht ist, sondern weil drei Dinge nicht bedacht wurden:

1. Schlagregen und Starkregen

2. Drainage und Wartung

3. Bauphysik und Montage

Problem 1: Wasser kommt IMMER

Physik ist gnadenlos. Ohne Schwelle gibt es keine physische Barriere gegen Wasser.

Real gemessene Wassermenge bei Starkregen (nach DIN EN 1027):

  • Windgeschwindigkeit: 15 m/s (≈ 54 km/h)
  • Wassermenge: 2 Liter pro Minute pro m²

Bei einer 2,50 m breiten Terrassentür ohne Überdachung:

= 2,5 m × 0,15 m (Spritzzone) × 2 L/min

= 0,75 Liter pro Minute auf die Schwelle

Ohne Drainage-System = Wasserschaden garantiert.

Die 4 Schutzsysteme bei Nullschwellen

Kein einzelnes System reicht. Sie brauchen alle vier:

1. Magnetdichtung (Primärschutz)

  • Zwei Magnetprofile in der Bodenschiene
  • Bei geschlossener Tür: Magnete heben sich (4-6 mm)
  • Bei offener Tür: Magnete liegen plan (0 mm)
  • Schlagregendichtheit: Klasse 9A nach DIN EN 12208 (600 Pascal Wasserdruck)

2. Entwässerungssystem (Sekundärschutz)

  • Drainage-Rinne vor der Tür (mind. 100 mm breit)
  • Gefälle nach außen: mind. 2% (besser 2,5%)
  • Ablauf in Rigole oder Kanal (NICHT in Kies!)
  • Wartung: 2x jährlich Reinigung

3. Überdachung (Tertiärschutz)

  • Vordach: Tiefe = Höhe über Gelände
  • Bei 2,50 m Höhe = 2,50 m Vordachtiefe (!)
  • Alternativ: Balkon darüber
  • Ohne Überdachung = hohes Risiko

4. Gefälle außen (Quartärschutz)

  • Terrasse/Balkon: Gefälle 2-2,5% nach außen
  • NIEMALS Gefälle zur Tür hin!
  • Belag: Wasserdurchlässig (Drainagepflaster) oder mit Rinne

Was Nullschwellen wirklich kosten

Die Wahrheit, die im Angebot nicht steht:

Standard-Terrassentür (3,0 m breit) mit 20 mm Schwelle:

  • Tür + Montage: 3.500 €
  • Gesamt: 3.500 €

Dieselbe Tür mit Nullschwelle:

  • Tür mit Magnetdichtung: +600 €
  • Drainage-Rinne (3 m): 450 €
  • Montageaufwand (+30%): +180 €
  • Gefälle-Anpassung Boden: 300-500 €
  • Gesamt: 5.030-5.230 €

Mehrkosten: 1.530-1.730 € (44% teurer!)

Das sagt Ihnen der Verkäufer nicht.

Nullschwellen im Altbau: Meist unmöglich

„Können wir unsere alte Terrassentür barrierefrei umbauen?“

Meine Antwort in 80% der Fälle: Nein. Warum?

Problem 1: Höhenniveau

  • Innenraum: 0,00 m (Referenz)
  • Terrasse: oft -5 bis -15 cm tiefer
  • Nullschwelle braucht: ±2 cm Toleranz

Lösung: Terrasse aufständern oder Boden innen absenken

Kosten: 2.000-5.000 € zusätzlich

Problem 2: Abdichtung

  • Altbau: Keine moderne Flächenabdichtung
  • Nullschwelle braucht: DIN 18531 konform
  • Nachträgliche Abdichtung sehr aufwendig

Problem 3: Statik

  • Alte Schwelle oft tragend
  • Entfernung = statische Prüfung nötig
  • Bei Balkon darüber: oft gar nicht möglich

DIN 18040: Was Sie wirklich wissen müssen

Die Norm sagt:

„Türschwellen sind unzulässig. Bei technischer Unabdingbarkeit max. 2 cm.“

Das DIN-Gremium sagt:

„Technische Unabdingbarkeit muss durch Sachverständigen nachgewiesen werden. Nullschwelle (0 cm) ist der Regelfall.“

Die Praxis sagt:

„In 90% der Neubauten werden 2 cm Schwellen eingebaut – ohne Sachverständigen-Prüfung.“

Warum?

  • Bauunternehmen wollen kein Risiko (Wasserschaden)
  • Nullschwellen erfordern mehr Planung
  • Drainage kostet extra
  • Niemand prüft wirklich nach

Meine Erfahrung:

Von 100 „barrierefreien“ Wohnungen, die ich begutachtet habe:

  • 8 haben echte Nullschwellen (0 cm)
  • 87 haben 1,5-2 cm Schwellen
  • 5 haben >2 cm Schwellen (nicht normkonform!)

Wann Nullschwellen wirklich Sinn machen

JA zur Nullschwelle:

  • Neubau mit Planung ab Anfang
  • Überdachung vorhanden (Balkon/Vordach)
  • Drainage eingeplant + Budget vorhanden
  • Professionelle Montage (RAL + Dachdecker)
  • Barrierefreiheit unbedingt erforderlich

NEIN zur Nullschwelle:

  • Altbau ohne Aufständerung möglich
  • Wetterseite ohne Überdachung
  • Budget knapp (dann lieber 2 cm Schwelle gut ausführen)
  • Selbstmontage geplant
  • Keine Drainage möglich
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TEIL 3: RAL-MONTAGE – MEHR ALS EIN MARKETING-LABEL?

Was RAL-Montage wirklich bedeutet

RAL-Montage ist kein Gütesiegel, sondern ein Leitfaden des RAL Gütegemeinschaft.

Die 3 Ebenen der RAL-Montage:

Ebene 1 – Innendichtung:

  • Anschluss Fenster zu Mauerwerk innen
  • Luftdicht (gegen Wärmeverlust)
  • Material: Acryl, PU-Schaum mit Dichtband

Ebene 2 – Mittelebene (Dämmung):

  • Wärmedämmung im Fugenzwischenraum
  • Material: PU-Schaum, Mineralwolle
  • U-Wert Fuge: ≤ 0,8 W/(mK)

Ebene 3 – Außendichtung:

  • Anschluss Fenster zu Mauerwerk außen
  • Schlagregendicht (gegen Wasser)
  • Dampfdiffusionsoffen (Feuchte kann raus)
  • Material: Kompriband, EPDM, spezielle Folien

Kostet RAL-Montage extra?

Ja. Immer.

Standard-Montage (ohne RAL):

  • PU-Schaum rundherum
  • Silikon innen + außen
  • Fertig.
  • Kosten: im Basispreis

RAL-Montage:

  • 3-Ebenen-Abdichtung
  • Vorkomprimierte Dichtbänder
  • Anpressdruck mind. 8 mm
  • Dampfbremse innen, diffusionsoffen außen
  • Mehrkosten: 80-150 € pro Fenster

Bei 15 Fenstern = 1.200-2.250 € Mehrkosten

Lohnt sich das?

Energetisch: Nein. Amortisation 25-35 Jahre.

Bauphysikalisch: Ja! Verhindert Schimmel und Bauschäden.

Meine Empfehlung:

  • Neubau/ Passivhaus: RAL-Montage Pflicht
  • Altbau-Sanierung: Nur wenn gesamte Fassade gedämmt wird
  • Einzelfenstertausch: Standard-Montage reicht meist

Wie erkennen Sie RAL-Montage?

Problem: Sie können es von außen nicht sehen.

Lösung: Fragen Sie nach:

1. „Wird nach RAL-Leitfaden montiert?“

2. „Kann ich die 3 Ebenen dokumentiert bekommen?“

3. „Haben Ihre Monteure RAL-Schulung?“

Prüfen Sie:

  • Gibt es ein Montageprotokoll mit Fotos?
  • Wird Anpressdruck gemessen? (mind. 8 mm)
  • Wird eine Thermografie angeboten?
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TEIL 4: WAS SIE WIRKLICH TUN SOLLTEN

Meine 5 goldenen Regeln nach 17 Jahren Praxis

Regel 1: Investieren Sie in Dichtungen, nicht in Marketing

Lieber 1.000 € mehr für EPDM-Dichtungen als für eine fancy Fensterfarbe. Die Dichtung sehen Sie nicht, aber sie sparen Heizkosten für 30 Jahre.

Regel 2: Nullschwellen nur mit Drainage

Ohne Entwässerung ist eine Nullschwelle russisches Roulette. Es geht nicht ums „Ob“, sondern ums „Wann“ der Wasserschaden kommt.

Regel 3: 2 cm Schwelle ist KEINE Schande

Trotz DIN 18040: Eine gut gemachte 2 cm Schwelle mit Rampe ist besser als eine schlecht montierte Nullschwelle mit Wasserproblemen.

Regel 4: Lassen Sie Altbau in Ruhe

Nullschwellen im Altbau nachrüsten ist in 80% der Fälle technisch möglich, aber wirtschaftlicher Wahnsinn. Kosten: 5.000-8.000 €. Nutzen: fragwürdig.

Regel 5: RAL-Montage nur bei Neubau/ Gesamtsanierung

Bei Einzelfenstertausch ist RAL-Montage Geldverschwendung, wenn der Rest der Fassade nicht gedämmt ist. Die teuerste Dichtung nützt nichts, wenn die Wand daneben ein Wärmeleck ist.

Die 3 häufigsten Fehler (und wie Sie sie vermeiden)

Fehler 1: „Der Verkäufer hat gesagt, das ist barrierefrei.“

Barrierefrei nach DIN 18040 bedeutet:

  • Schwellenhöhe max. 2 cm (bei techn. Unabdingbarkeit)
  • ODER Nullschwelle (Regelfall)
  • PLUS: 150 × 150 cm Bewegungsfläche vor der Tür

Lösung: Lassen Sie sich die Maße schriftlich bestätigen. „Barrierefrei“ ist kein geschützter Begriff.

Fehler 2: „Wir sparen bei der Drainage, die Tür hat ja Magnetdichtung.“

Magnetdichtung hält Schlagregen ab, aber nicht Starkregen oder Rückstau. Bei 60 L/m² Niederschlag (Sturzregen) muss das Wasser irgendwo hin.

Lösung: Drainage ist Pflicht. Punkt. Budget: mind. 400-600 €.

Fehler 3: „Wir nehmen TPE-Dichtungen, die kann man recyceln.“

Ja, TPE ist recycelbar. Aber Sie werfen Ihre Fenster nicht in den Müll – sie werden beim Sanieren meist verbrannt oder deponiert. Der Umweltaspekt ist Theorie.

Lösung: Entscheiden Sie nach Lebensdauer, nicht nach theoretischer Recyclingfähigkeit. EPDM hält länger = weniger Austausch = weniger Ressourcenverbrauch.

FAQ

Kann ich defekte Dichtungen selbst austauschen?

Ja, aber nur wenn:

  • Dichtung eingeschoben (nicht verklebt)
  • Sie das richtige Profil finden (Hersteller fragen!)
  • Sie die Nut vorher reinigen

Kosten Ersatzdichtung: 3-8 € pro Meter

Arbeitszeit: 20-30 Min. pro Fenster

Tipp: Bei EPDM lohnt Austausch, bei TPE oft besser gleich neue Fenster.

Wie oft muss ich Nullschwellen-Drainage reinigen?

Minimum: 2x pro Jahr (Frühjahr + Herbst)

Bei Bäumen in der Nähe: 4x pro Jahr

Nach Starkregen: Immer prüfen

Was passiert bei Verstopfung?

  • Wasser staut sich
  • Läuft über Magnetdichtung
  • Dringt in Wohnung ein
  • Wasserschaden 2.000-10.000 €

Meine Empfehlung: Edelstahlgewebe in Drainage einlegen (verhindert Laub). Kostet 30 €, spart Nerven.

Nullschwelle oder Treppenlift – was ist sinnvoller im Alter?

Ehrliche Antwort: Kommt drauf an.

Nullschwelle sinnvoll, wenn:

  • Sie definitiv im EG wohnen bleiben
  • Terrasse/ Garten wichtig für Lebensqualität
  • Budget für Drainage vorhanden

Treppenlift sinnvoller, wenn:

  • Zugang zur Terrasse nicht entscheidend
  • Mehrere Etagen im Haus genutzt
  • Budget begrenzt (Lift: 4.000-8.000 €, Nullschwelle mit Umbau: 5.000-12.000 €)
Ist EPDM wirklich 10 Jahre länger haltbar als TPE?

Aus meiner Erfahrung: Ja.

Getestete Fenster:

  • TPE nach 15 Jahren: Außendichtung spröde, Innendichtung OK
  • EPDM nach 20 Jahren: Beide Dichtungen noch elastisch
  • EPDM nach 30 Jahren: Leichte Verhärtung, aber funktionsfähig

Aber: Nur bei korrekter Montage und regelmäßiger Pflege (1x/Jahr mit Silikonspray).

Kann ich eine 2 cm Schwelle nachträglich zur Nullschwelle umbauen?

Technisch ja, mit Magnet-Nachrüstsystem (z.B. Alumat MFZ).

Praktisch:

  • Kosten: 800-1.200 € (inkl. Montage)
  • Türflügel muss angepasst werden
  • Drainage muss nachträglich eingebaut werden
  • Nur bei Alu- und Kunststofftüren möglich (nicht Holz)

Meine Meinung: Lohnt sich nur, wenn Barrierefreiheit medizinisch notwendig ist (Pflegestufe, Rollstuhl). Ansonsten: Kosten-Nutzen-Verhältnis schlecht.

Was ist besser: Kunststoff oder Aluminium bei Nullschwellen?

Kunststoff mit Alu-Schwelle:

  • Wärmedämmung: Sehr gut (Uf 1,2-1,5 W/m²K)
  • Stabilität: Gut (bis 200 kg Flügelgewicht)
  • Preis: Mittel
  • Empfehlung: Standard-Wahl

Aluminium mit thermischer Trennung:

  • Wärmedämmung: Gut (Uf 1,5-2,0 W/m²K)
  • Stabilität: Sehr gut (bis 400 kg)
  • Preis: Teuer (+30-40%)
  • Empfehlung: Nur bei sehr großen Elementen (>4 m breit)

Holz-Alu:

  • Wärmedämmung: Sehr gut (Uf 1,1-1,4 W/m²K)
  • Stabilität: Gut
  • Preis: Sehr teuer (+60-80%)
  • Wartung: Mittel (Holz innen braucht Pflege)
  • Empfehlung: Optik-Liebhaber, hohe Ansprüche
Welche Materialien werden häufig in modernen Dichtungssystemen verwendet?

Eines der am häufigsten verwendeten Materialien in modernen Dichtungssystemen ist EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk). Es ist bekannt für seine Langlebigkeit sowie hervorragende Schallschutz- und Witterungsbeständigkeitseigenschaften.

Wie können moderne Dichtungen zur Energieeinsparung beitragen?

Durch die Optimierung des U-Werts eines Fensters oder einer Tür minimieren moderne Dichtungen den Wärmeverlust. Dies führt zu einer besseren Wärmedämmung und somit zu geringeren Heizkosten, was sich positiv auf die Energiebilanz auswirkt.

Sind diese Technologien für alle Arten von Immobilien geeignet?

Ja, sowohl moderne Dichtungssysteme als auch barrierefreie Nullschwellen sind vielseitig einsetzbar und eignen sich für Neubauten sowie Renovierungen unterschiedlichster Immobilienarten. Sie bieten Vorteile für Wohnhäuser ebenso wie für gewerbliche Gebäude.

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