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Haustür austauschen 2026 – Kosten, BAFA-Förderung und die richtige Auswahl


Eingangstüren aus Polen - Oknoplast

OKNOPLAST

05.03.2026

8 Minuten

Der Austausch einer veralteten Haustür zählt zu den wirtschaftlich attraktivsten Sanierungsmaßnahmen: Der Staat bezuschusst die Investition über die BAFA-Bundesförderung für effiziente Gebäude mit bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Gleichzeitig steigt der CO₂-Preis 2026 auf 55 bis 65 Euro je Tonne – jede undichte Haustür kostet dadurch spürbar mehr. Dieser Ratgeber liefert Ihnen aktuelle Preise, die korrekten Ud-Wert-Anforderungen, eine vollständige Amortisationsrechnung und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den BAFA-Antrag.

Was erfahren Sie in diesem Artikel?

  • Wann lohnt sich der Haustürtausch 2026?
    Eine Haustür aus den 1980er- oder 1990er-Jahren mit einem Ud-Wert über 1,5 W/(m²K) kostet Sie jährlich messbar mehr – der CO₂-Preis 2026 von 55 bis 65 Euro je Tonne verstärkt diesen Effekt zusätzlich.
  • Wie viel BAFA-Förderung gibt es für eine neue Haustür?
    Der Zuschuss beträgt 2026 grundsätzlich 15 Prozent der förderfähigen Kosten – mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) steigt er auf 20 Prozent, maximal 12.000 Euro pro Wohneinheit.
  • Was ist der Unterschied zwischen Ud-Wert und Uw-Wert?
    Der Ud-Wert gilt ausschließlich für Türen, der Uw-Wert für Fenster. Die BAFA-Mindestanforderung für Haustüren lautet: Ud max. 1,30 W/(m²K) – wer das nicht einhält, riskiert die Ablehnung des Antrags.
  • Welches Material ist die richtige Wahl?
    Kunststoff-Haustüren der Tradition-Serie bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis ab 800 Euro, Aluminium empfiehlt sich bei großflächigen Verglasungen und hohen Designansprüchen.
  • Wie lange dauert die Amortisation wirklich?
    Rein über Heizkosten gerechnet rund 22 Jahre – zusammen mit BAFA-Zuschuss und nachgewiesenem Immobilienwertanstieg von 3 bis 7 Prozent unter 12 Jahre.
Haustüren in Braun - Oknoplast

Wann ist es Zeit, die Haustür zu ersetzen?

Eine Haustür sollte ausgetauscht werden, wenn sie undicht ist, Sicherheitsmängel aufweist oder einen Ud-Wert von mehr als 1,5 W/(m²K) hat. Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt 25 bis 35 Jahre – wer ein Haus aus den 1980er- oder 1990er-Jahren besitzt, steht heute vor einer klaren Entscheidung.

Fünf Anzeichen sprechen eindeutig für eine Erneuerung:

  • Zugluft spürbar: Kaltluft dringt an Rahmen oder Dichtungen ein, Energiekosten steigen
  • Kondensation: Beschlagene Scheibenfüllungen oder Frost an den Ecken der Türfüllung
  • Mechanikprobleme: Klemmendes Schloss, schwergehen des Riegels, abgenutzte Scharniere
  • Sicherheitsmängel: Keine Pilzkopfverriegelungen, kein Schutz gemäß Widerstandsklasse RC2
  • Optische Abnutzung: Ausgeblichene oder abblätternde Oberfläche, Verformungen im Rahmen

Wer die Haustür 2026 erneuert, profitiert von drei starken Argumenten auf einmal: BAFA-Zuschuss von bis zu 20 Prozent, steigender CO₂-Preis als zusätzliches Einsparargument und wachsender Sanierungsdruck durch die ab Mai 2026 verschärften EU-Gebäuderichtlinie (EPBD). Der richtige Zeitpunkt ist jetzt.

Was kostet eine neue Haustür 2026 – Preise nach Material und Einbau?

Eine neue Haustür kostet 2026 inklusive Einbau zwischen 1.800 und 7.500 Euro – abhängig von Material, Dämmwert, Sicherheitsausstattung und Aufwand beim Einbau. Die folgende Tabelle zeigt realistische Gesamtkosten (Produkt + Montage + Laibungsanpassung):

MaterialProduktpreisEinbaukostenGesamtkosten (ca.)Ud-Wert typisch
Kunststoff-Haustür400 – 2.000 €400 – 700 €800 – 2.700 €0,8 – 1,3 W/(m²K)
Aluminium-Haustür1.500 – 5.000 €500 – 900 €2.000 – 5.900 €0,7 – 1,2 W/(m²K)
Holz-Alu-Haustür3.000 – 6.000 €600 – 900 €3.600 – 6.900 €0,7 – 1,1 W/(m²K)
Maßanfertigung Aluab 4.000 €700 – 1.200 €ab 4.700 €ab 0,65 W/(m²K)

Welche Zusatzkosten entstehen beim Einbau?

Der Einbaupreis von 400 bis 900 Euro deckt die Standardmontage ab. Zusätzliche Kosten entstehen durch:

  • Laibungsanpassung (Ausbesserung Putz, Dämmung Leibung): 150 – 400 Euro
  • Entsorgung der alten Tür: 80 – 150 Euro
  • Schlosser-/Elektrikerleistungen bei Smart-Home-Integration: 100 – 300 Euro
  • RAL-konforme Abdichtung und Montage nach Leitfaden: in Montagepreis meist enthalten

Gut zu wissen: Auch Umfeldmaßnahmen wie Verputzen und Streichen rund um die neue Haustür sind BAFA-förderfähig, sofern sie im Zusammenhang mit der energetischen Maßnahme stehen.

Haustüren mit Fensterelement - Oknoplast

Welchen Ud-Wert muss Ihre neue Haustür haben?

Für Haustüren gilt nicht der Uw-Wert (window), sondern der Ud-Wert – das „d“ steht für „door“. Dieser Wärmedurchgangskoeffizient beschreibt den Wärmeverlust durch die gesamte Türkonstruktion. Laut GEG 2024 darf der Ud-Wert bei Sanierungen maximal 1,3 W/(m²K) betragen. Für die BAFA-Förderung gilt dieselbe Grenze – allerdings gibt es für Balkon- und Terrassentüren strengere Anforderungen.

BauteilBAFA-Anforderung (Gebäude über 19°C)GEG § 48 SanierungEmpfehlung OKNOPLAST
Außentüren (Haustür)max. 1,30 W/(m²K)max. 1,30 W/(m²K)ab 0,80 W/(m²K)
Balkon-/Terrassentüren Standardmax. 0,95 W/(m²K)max. 1,30 W/(m²K)ab 0,76 W/(m²K)
Barrierearm oder einbruchhemmendmax. 1,10 W/(m²K)ab 0,90 W/(m²K)
Sonderverglasung (Denkmal etc.)max. 1,10 W/(m²K)nach Objekt

Quellen: BAFA BEG EM Technische Mindestanforderungen (Stand August 2025), GEG §§48.

Wichtig: Der BAFA-Antrag wird abgelehnt, wenn das Produktdatenblatt keinen zertifizierten Ud-Wert nachweist. OKNOPLAST-Haustüren der Tradition-Serie werden mit vollständiger technischer Dokumentation geliefert – der Ud-Wert ist im Lieferumfang zertifiziert.

Was passiert, wenn der Ud-Wert nicht eingehalten wird?

Liegt der Ud-Wert der neuen Haustür über 1,30 W/(m²K), wird der BAFA-Antrag abgelehnt – auch dann, wenn die Maßnahme bereits durchgeführt wurde. Eine nachträgliche Korrektur ist nicht möglich. Wer zusätzlich auf RC2-Einbruchschutz setzt, muss einen Ud-Wert von max. 1,10 W/(m²K) einhalten – diese strengere Anforderung gilt speziell für einbruchhemmende Außentüren.

Wie viel BAFA-Förderung gibt es 2026 für den Haustürtausch?

Der BAFA-Zuschuss für den Haustüraustausch beträgt 2026 grundsätzlich 15 Prozent der förderfähigen Kosten, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) 20 Prozent. Die förderfähigen Kosten sind auf 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr begrenzt – das ergibt einen maximalen Zuschuss von 12.000 Euro. Die Mindestinvestition liegt bei 2.000 Euro.

SzenarioInvestitionFördersatzZuschussEigenanteil
Kunststoff-Haustür (einfach)1.800 €*15 %Nicht förderfähig*1.800 €
Kunststoff-Haustür2.500 €15 %375 €2.125 €
Aluminium-Haustür4.200 €15 %630 €3.570 €
Aluminium-Haustür + iSFP4.200 €20 %840 €3.360 €
Holz-Alu-Haustür + iSFP6.500 €20 %1.300 €5.200 €
Mehrere Türen + iSFP (max.)60.000 €20 %12.000 €48.000 €

*Mindestinvestition 2.000 Euro gilt pro Antrag. Quelle: BAFA BEG EM-Richtlinien, Stand August 2025.

Haushaltskürzung 2026: Jetzt handeln Der Bund hat den BEG-Fördertopf für 2026 um 3,36 Milliarden Euro auf 11,96 Milliarden Euro gekürzt. Sobald das Budget ausgeschöpft ist, werden Anträge auf das nächste Jahr vertagt. Wer 2026 fördern lassen möchte, stellt den Antrag so früh wie möglich.

Was ist der iSFP und wie erhält man ihn?

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein von einem zugelassenen Energieberater erstelltes Dokument, das einen mehrjährigen Sanierungsplan für Ihr Gebäude beschreibt. Wer mit iSFP saniert, erhält den 5-Prozent-Bonus auf jeden Fördersatz. Die Erstellung des iSFP selbst wird mit 50 Prozent der Beratungskosten gefördert. Ein iSFP lohnt sich vor allem, wenn Sie neben der Haustür weitere Maßnahmen planen: Fenster, Dämmung oder Heizung.

Haustüren Anthrazit - Oknoplast

Kunststoff, Aluminium oder Holz-Alu: Welche Haustür ist die richtige?

Die Materialwahl entscheidet über Preis, Dämmwert, Pflegeaufwand und Design. Alle drei Hauptmaterialien erfüllen die BAFA-Mindestanforderung von Ud ≤ 1,30 W/(m²K) problemlos – der Unterschied liegt in der Langzeitperformance und den Gesamtkosten.

KriteriumKunststoff (PVC)AluminiumHolz-Alu
Preis (Produkt)400 – 2.000 €1.500 – 5.000 €3.000 – 6.000 €
Ud-Wert erreichbarab 0,80 W/(m²K)ab 0,70 W/(m²K)ab 0,70 W/(m²K)
PflegeaufwandSehr geringGeringMittel (Holzpflege)
DesignvielfaltHoch (Folierung)Sehr hoch (Pulver)Hoch (natürlich)
Stabilität bei GroßformatMittelSehr hochHoch
Einbruchschutz RC2Standard möglichStandard möglichStandard möglich
CO₂-BilanzMittel (Recycling möglich)Hoch (Produktion)Gut
BAFA-förderfähigJaJaJa

Wann ist eine Kunststoff-Haustür sinnvoll?

Eine Kunststoff-Haustür bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Standardmaße bis etwa 1.000 x 2.100 mm. Sie ist wartungsarm, dauerhaft formstabil und ab 2.000 Euro Gesamtinvestition BAFA-förderfähig. OKNOPLAST-Kunststoff-Haustüren der Tradition-Serie sind mit HPL-laminierten Füllungen und vollständiger RC2-Sicherheitsausstattung erhältlich – Ud-Werte bis 0,96 W/(m²K), zertifiziert nach ift Rosenheim. Details unter: oknoplast.de/haustüren

Wann ist eine Aluminium-Haustür sinnvoll?

Aluminium empfiehlt sich bei großflächigen Verglasungen, bei hohen Designansprüchen oder bei exponierten Lagen mit starker Bewitterung. Die ALUHAUS-Haustüren der OKNOPLAST-Gruppe erreichen Ud-Werte ab 0,70 W/(m²K) und sind in über 200 RAL-Farben verfügbar. Auf Wunsch ist eine Smart-Home-Integration über das SMART-OKNOPLAST-System möglich: Fingerprint-Scanner, App-Steuerung oder Sprachbedienung. Mehr unter: oknoplast.de/aluhaus

Wie stellt man den BAFA-Antrag – und geht es ohne Energieberater?

Den BAFA-Antrag für den Haustürtausch stellt man über das digitale Antragsportal des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Der Antrag muss zwingend vor Beauftragung oder Kauf gestellt werden – nachträgliche Anträge werden grundlos abgelehnt. Die fünf Schritte im Überblick:

  1. Energieberater beauftragen: Ein in der Energieeffizienz-Expertenliste (EEE) der dena gelisteter Energieberater ist Pflicht. Er prüft die technischen Anforderungen, erstellt ggf. den iSFP und stellt den Antrag beim BAFA. OKNOPLAST-Fachhandelspartner vermitteln zertifizierte Energieberater über den BAFA-Fördermittelservice – mehr unter: oknoplast.de/bafa-foerderung
  2. BAFA-Antrag stellen (vor Kauf/Beauftragung): Der Energieberater reicht den Antrag im BAFA-Zuschussportal ein. Sie erhalten eine Bestätigung der Antragstellung – erst danach dürfen Sie beauftragen.
  3. Haustür auswählen und Fachbetrieb beauftragen: Die Haustür muss durch einen anerkannten Fachbetrieb eingebaut werden. Eigenleistung ist nicht förderfähig.
  4. Maßnahme durchführen und Rechnung ausstellen lassen: Die Rechnung muss Material und Arbeitsleistung separat ausweisen. Der Ud-Wert muss aus dem Produktdatenblatt hervorgehen.
  5. Verwendungsnachweis einreichen: Rechnung, Fachunternehmererklärung und Energieberater-Bestätigung werden beim BAFA eingereicht. Nach Prüfung erfolgt die Auszahlung direkt auf Ihr Konto.

Geht die Förderung auch ohne Energieberater?

Nein – die BAFA-Förderung für den Haustürtausch ist ohne zertifizierten Energieberater nicht möglich. Einzelne Online-Anbieter behaupten das Gegenteil, handeln dabei jedoch über einen beauftragten Energieberater im Hintergrund. Nach BEG EM-Richtlinie ist ein in der EEE-Expertenliste gelisteter Energieberater rechtlich verpflichtend. Die gute Nachricht: Die Kosten der Energieberatung selbst werden zu 50 Prozent durch die BAFA gefördert – der Nettomehraufwand ist damit gering.

Eingangstüren - Oknoplast

Rechnet sich der Haustürtausch wirklich? Amortisation und Heizkostenersparnis

Der Haustürtausch amortisiert sich durch drei parallele Effekte: niedrigere Heizkosten, steigender CO₂-Preis und BAFA-Zuschuss. Bei einem Einfamilienhaus aus den 1980er-Jahren mit einer Haustür des Baujahrs 1985 (Ud-Wert ca. 2,5 W/(m²K)) ergibt sich folgende Rechnung:

ParameterAlttür (Bauj. 1985)Neue Haustür (2026)Einsparung
Ud-Wertca. 2,50 W/(m²K)1,10 W/(m²K)−56 %
Wärmeverlust/Jahr (ca. 1 m²)ca. 155 kWhca. 68 kWh87 kWh
Heizkosten Gas (12 ct/kWh, CO₂)ca. 18,60 €/Jahrca. 8,16 €/Jahr10,44 €/Jahr
Investition nach Förderung (15 %)3.400 € (netto)
Amortisation (Heizkosten)ca. 22 Jahre
Amortisation + Wertsteig. Immobilieca. 10-12 Jahre

Hinweis: Der CO₂-Preis steigt 2026 auf 55 bis 65 Euro je Tonne (ADAC/BMF, Januar 2026). Gas verteuert sich dadurch um bis zu 1,55 Cent je Kilowattstunde. Jede eingesparte Kilowattstunde ist damit doppelt so wertvoll wie 2021.

*Berechnungsgrundlage: Ud-Wert 2,50 W/(m²K) entspricht einer gedämmten Haustür der 1980er-Jahre. Ungedämmte Haustüren aus dieser Ära können Ud 3,0 bis 3,5 W/(m²K) erreichen – die Einsparung wäre in diesem Fall noch höher.

Zusätzlich steigert eine neue Haustür nachweislich den Immobilienwert um 3 bis 7 Prozent des Investitionsbetrags (Quelle: bulwiengesa Immobilienindex 2024). Zusammen mit dem BAFA-Zuschuss ergibt sich eine reale Amortisationszeit von unter 12 Jahren bei Standardobjekten.

Lohnt sich der Haustürtausch auch bei Mietobjekten?

Bei vermieteten Immobilien ist der Haustürtausch ebenfalls förderfähig – Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaften sind ausdrücklich antragsberechtigt. Die Investition lässt sich zudem steuerlich als Erhaltungsaufwand oder Herstellungskosten geltend machen. Energetisch aufgewertete Gebäude erzielen am Mietmarkt nachweislich höhere Nettokaltmieten: laut BBSR-Studie 2024 durchschnittlich 4 bis 8 Prozent mehr bei Effizienzklasse D gegenüber F.

Welche Zusatzförderungen und steuerlichen Vorteile gibt es 2026?

Neben dem BAFA-Grundzuschuss existieren 2026 drei weitere Förderwege für die neue Haustür. Wichtig: BAFA-Zuschuss und steuerliche Abschreibung nach § 35c EStG können für dieselbe Maßnahme nicht kombiniert werden – Sie müssen sich entscheiden.

FörderprogrammArtHöheVoraussetzungKombinierbar mit BAFA?
BAFA BEG EM (Grundförderung)Zuschuss15 % (max. 9.000 €)Energieberater, Ud ≤ 1,3Basis
BAFA + iSFP-BonusZuschuss20 % (max. 12.000 €)Zusätzlich iSFPJa (Aufstockung)
§ 35c EStG SteuerbonusSteuerminderung20 % der Handwerkerkosten, max. 1.200 €/JahrKein Energieberater nötigNein (oder/oder)
KfW 261 (Komplettsanierung)Kredit + Tilgungszuschuss 5-45 %bis 150.000 €/WEEffizienzhaus-StandardNein (entweder BAFA oder KfW)
KfW 159 (Einbruchschutz RC2)Kreditbis 50.000 €/WE, ab 2,70 % eff. JahreszinsEinbau RC2-TürJa (ergänzend zum BAFA-Zuschuss)
KfW 455-B (Barrierefrei, ab Frühjahr 2026)ZuschussBetrag noch offenSchwellenlose AusführungPrüfen (voraussichtlich ja)

BAFA oder § 35c EStG – was ist besser?

Die Entscheidung hängt von der Investitionshöhe ab. Bei einer Investition von 4.200 Euro ergibt der BAFA-Zuschuss 630 Euro (15 %) oder 840 Euro (20 % mit iSFP). Der Steuerbonus nach § 35c EStG ergibt maximal 1.200 Euro pro Jahr, ist jedoch auf die Handwerkerleistung begrenzt und erfordert keine Energieberatung. Für höhere Investitionen ist der BAFA-Weg in der Regel günstiger. Wer mehrere Maßnahmen plant und einen iSFP erstellt, sollte immer die BAFA-Route wählen.

KfW 159: Einbruchschutz RC2 zusätzlich finanzieren

Eine RC2-gesicherte Haustür kostet gegenüber einer Standardtür rund 300 bis 600 Euro Aufpreis – und ist über den KfW-Kredit 159 zusätzlich zum BAFA-Zuschuss finanzierbar. Der Kredit gilt für Einbruchhemmung, Riegel- und Kastenschlösser sowie Einbruchmeldeanlagen. Der effektive Jahreszins liegt ab 2,70 Prozent bei einer Fördersumme bis 50.000 Euro je Wohneinheit.

KfW 455-B: Barrierefreie Haustür 2026 wieder förderbar

Ab Frühjahr 2026 ist das KfW-Programm 455-B für altersgerechtes und barrierefreies Umbauen wieder verfügbar. Schwellenlose Haustüren und breitere Durchgänge (nach DIN 18040) können damit gefördert werden. Die exakte Förderhöhe hatte die KfW zum Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht. OKNOPLAST-Kunststoff-Haustüren der Tradition-Serie sind optional mit schwellenlosem Übergang und RC2-Ausstattung lieferbar.

FAQ

Werden Haustüren 2026 gefördert?

Ja. Der Austausch einer Haustür ist über die BAFA-Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) mit 15 bis 20 Prozent der förderfähigen Kosten förderbar. Voraussetzung: Die neue Tür muss einen Ud-Wert von max. 1,30 W/(m²K) erreichen, der Einbau erfolgt durch einen Fachbetrieb, und der Antrag wird vor Beauftragung gestellt.

Wie hoch ist die BAFA-Förderung für Haustüren 2026?

Der Grundfördersatz beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) erhöht sich der Satz auf 20 Prozent. Bei maximalen förderfähigen Kosten von 60.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr sind bis zu 12.000 Euro Zuschuss möglich.

Kann man die BAFA-Förderung ohne Energieberater beantragen?

Nein. Ein in der Energieeffizienz-Expertenliste (EEE) der dena gelisteter Energieberater ist nach BEG EM-Richtlinie verpflichtend. Die Kosten der Energieberatung werden jedoch zu 50 Prozent gefördert, sodass der Nettomehraufwand überschaubar bleibt.

Was ist der Unterschied zwischen Uw-Wert und Ud-Wert?

Der Uw-Wert (u = window) gilt für Fenster, der Ud-Wert (d = door) für Türen. Bei Haustüren ist ausschließlich der Ud-Wert maßgeblich. Die BAFA-Mindestanforderung für Haustüren lautet: Ud max. 1,30 W/(m²K).

Wann muss der BAFA-Antrag gestellt werden?

Der Antrag muss zwingend vor Beauftragung und vor dem Kauf der neuen Haustür gestellt werden. Ein nachträglicher Antrag wird abgelehnt. Erst nach Bestätigung des Antrags durch das BAFA darf die Maßnahme beauftragt werden.

Was kostet eine Haustür mit Einbau 2026?

Kunststoff-Haustüren kosten inklusive Einbau 800 bis 2.700 Euro, Aluminium-Haustüren 2.000 bis 5.900 Euro, Holz-Alu-Haustüren 3.600 bis 6.900 Euro. Berücksichtigen Sie zusätzlich 150 bis 400 Euro für Laibungsanpassung und 80 bis 150 Euro für Entsorgung.

Welche Haustür ist BAFA-förderfähig?

Förderfähig sind alle Außentüren mit Ud max. 1,30 W/(m²K), die durch einen Fachbetrieb eingebaut werden. Das schließt Kunststoff-, Aluminium- und Holz-Alu-Haustüren ein, sofern das Produkt die technischen Anforderungen erfüllt und ein Prüfzeugnis vorliegt.

Können BAFA-Zuschuss und Steuerbonus kombiniert werden?

Nein. BAFA-Zuschuss nach BEG EM und Steuerbonus nach § 35c EStG sind für dieselbe Maßnahme nicht kombinierbar. Bei höheren Investitionen ist der BAFA-Weg in der Regel vorteilhafter. Der Steuerbonus lohnt sich vor allem bei kleineren Investitionen ohne Energieberater.

Was ist der CO₂-Preis-Effekt auf die Amortisation?

Der CO₂-Preis steigt 2026 auf 55 bis 65 Euro je Tonne. Gasheizen verteuert sich damit um bis zu 1,55 Cent je Kilowattstunde. Eine Haustür mit Ud 1,10 W/(m²K) spart gegenüber einer Alttür (Ud 2,5) jährlich 80 bis 100 kWh – bei aktuellem Gaspreis sind das 10 bis 15 Euro mehr Ersparnis pro Jahr als noch 2021.

Was ändert die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) ab Mai 2026?

Bis Ende Mai 2026 setzt Deutschland die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) in nationales Recht um. Künftig sind EU-weit einheitliche Energieausweise mit A-G-Skala Pflicht, die konkrete Sanierungsempfehlungen enthalten. Bis 2030 müssen Wohngebäude ihren Primärenergieverbrauch gegenüber 2020 um 16 Prozent senken. Wer jetzt Haustür und Fenster erneuert, reduziert den Energieausweis-Wert messbar.

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