Fenster passend zum Gebäude wählen: GEG 2024, Kammerzahl und Baustil im Überblick
Was Sie in diesem Artikel erfahren:
- Welchen Uw-Wert neue Fenster nach GEG 2024 brauchen (§§ 47, 72, 48) – und ab wann BAFA-Förderung greift
- Warum 7 Kammern die Untergrenze für BAFA-fähige Fenster sind – mit konkreten Uw-Wert-Systemzuordnungen
- Welches Rahmenmaterial und welcher Baustil zusammenpassen – Altbau, Neubau, Denkmalschutz
- Warum Fenster immer vor dem WDVS eingebaut werden müssen – und welcher Wärmeverlust bei falscher Reihenfolge entsteht
- Welche Schallschutzklasse (SSt I-IV nach DIN 4109-1) Ihr Standort erfordert
Neue Fenster halten 30 bis 50 Jahre – und drei Entscheidungen fallen dabei zusammen: GEG-Konformität (Uw-Wert nach §§ 47, 72 GEG 2024), Baustil-Matching (Profil, Folie, Öffnungsform) und akustische Eignung (Schallschutzklasse nach DIN 4109-1). Dieser Leitfaden liefert alle Grenzwerte, Systemvergleiche und BAFA-Bedingungen in einer Quelle – mit konkreten Produktzuordnungen für das OKNOPLAST-Portfolio.

Worauf kommt es bei der Fensterauswahl wirklich an?
Sechs messbare Kriterien bestimmen, ob ein Fenster langfristig zur Immobilie passt und förderberechtigt ist – allen voran der Uw-Wert (GEG-Grenzwert 1,3 W/(m²K), BAFA-Schwelle 0,95 W/(m²K)) und die Kammerzahl (7 Kammern als Untergrenze für BAFA). Erst das Zusammenspiel aller sechs Faktoren ergibt ein funktional und ästhetisch stimmiges Ergebnis.
- Uw-Wert: GEG-Grenzwert Uw ≤ 1,3 W/(m²K) bei Einzelbauteilaustausch (§§ 47, 72 GEG 2024); BAFA-Schwelle Uw ≤ 0,95 W/(m²K)
- Kammerzahl: 5-Kammer = 1,1-1,3 W/(m²K); 7-Kammer = ab 0,76 W/(m²K) – bestimmt direkt die BAFA-Fähigkeit
- Rahmenmaterial: Kunststoff für universellen Einsatz, Holz für Naturgebäude, Aluminium für großflächige Verglasungen
- Baustil-Matching: Profildesign, Öffnungsform und Folienfarbe müssen zur Fassade passen
- Schallschutzklasse: SSt I-IV nach DIN 4109-1:2018 – abhängig vom Beurteilungspegel des Standorts
- Montagereihenfolge: Bei gleichzeitiger WDVS-Sanierung immer Fenster zuerst – ψ-Verlust bis 0,12 W/(m·K) bei falscher Reihenfolge (ift Rosenheim WA-16/1)
Welchen Uw-Wert müssen neue Fenster nach GEG 2024 erfüllen?
Der GEG-Grenzwert für den Fenstertausch beträgt seit dem 1. Januar 2024 Uw ≤ 1,3 W/(m²K) – verbindlich nach §§ 47 und 72 GEG für Einzelbauteilaustausch in Bestandsgebäuden. Die BAFA-Förderung setzt die schärfere Schwelle von Uw ≤ 0,95 W/(m²K) voraus: Wer 5-Kammer-Profile wählt, scheitert hier. OKNOPLAST-Systeme mit 7-Kammer-Profil liegen mit Werten ab 0,76 W/(m²K) komfortabel unterhalb beider Grenzen.
Fenstertausch vs. Neubau: unterschiedliche GEG-Anforderungen im Überblick
Beim Einzelbauteilaustausch gilt § 47 GEG 2024 mit Uw ≤ 1,3 W/(m²K); beim vollständigen Fenstertausch eines Bestandsgebäudes greift § 48 GEG 2024 mit identischem Grenzwert, aber erweiterten Dokumentationspflichten. Für Neubauten bestimmt nicht ein einzelner Fenster-Paragraf den Uw-Wert, sondern der Gesamtenergiebilanznachweis nach §§ 15-17 GEG 2024.
Ein Beispiel aus der Sanierungspraxis: Ein Bauherr in Nordrhein-Westfalen, der seinen Altbau aus den 1970er-Jahren Fenster für Fenster austauscht, fällt unter § 47 GEG. Möchte er den BAFA-Zuschuss von 15 %, muss sein neues Fenster die 0,95-W/(m²K)-Grenze unterschreiten – und damit mindestens ein 7-Kammer-System verbaut werden. Mit PAVA (0,76 W/(m²K)) schafft er das mit 20 % Puffer.
| Szenario | GEG-Paragraf | Uw-Grenzwert | BAFA-Schwelle | OKNOPLAST-System |
|---|---|---|---|---|
| Einzelbauteilaustausch | §§ 47, 72 GEG 2024 | Uw ≤ 1,3 W/(m²K) | Uw ≤ 0,95 W/(m²K) | PAVA, Winergetic Standard |
| Kompletttausch Bestand | § 48 GEG 2024 | Uw ≤ 1,3 W/(m²K) | Uw ≤ 0,95 W/(m²K) | alle 82-mm-Systeme |
| Neubau Effizienzhaus | §§ 15-17 GEG 2024 (Gesamtnachweis) | nach GEG-Energiebilanz | KfW EH40/55 | Winergetic Premium Passiv |
| BAFA-Maximalzuschuss | BEG EM 2024 | – | 30.000 €/Wohneinheit | alle BAFA-förderbaren Systeme |
Quelle: GEG 2024 (§§ 47, 72 Einzelbauteilaustausch; § 48 Kompletttausch; §§ 15-17 Neubaunachweis), BMWK-BEG-EM-Richtlinie 2024, BAFA-Merkblatt BEG EM (Stand 2025).

Wie viele Kammern braucht ein Kunststofffenster wirklich?
Sieben Kammern im Rahmenprofil sind die Untergrenze für BAFA-förderbares Fenster: 7-Kammer-Profile erreichen Uw-Werte ab 0,76 W/(m²K) und liegen damit 20 % unter der BAFA-Schwelle von 0,95 W/(m²K). 5-Kammer-Profile mit 1,1-1,3 W/(m²K) erfüllen zwar den GEG-Grenzwert, scheitern aber an der Fördervoraussetzung.
Laut Auswertung der OKNOPLAST-Fachhandelspartner in DACH entschieden sich 2024 mehr als 70 % der Renovierungsanfragen direkt für 7-Kammer-Systeme – vor drei Jahren waren es noch unter 50 %. Der Haupttreiber: die BAFA-Förderkonditionen, die 5- und 6-Kammer-Profile praktisch aus dem Sanierungsmarkt dringen.
Hinter der Kammerzahl steckt Physik: Jede Kammer unterbricht den Wärmestrom durch eine zusätzliche Luftschicht. Das OKNOPLAST PAVA kombiniert 7-Kammer-Rahmen mit 6-Kammer-Flügelprofil und STV-Trockenverglasungstechnologie – die Scheibe wird trocken mit dem Flügel verklebt, was die Steifigkeit erhöht und größere Fensterformate bei gleichem Uw-Wert ermöglicht.
„Aus Sicht des Fachhandels ist das 7-Kammer-Profil heute die einzig wirtschaftlich sinnvolle Wahl bei Sanierungen: Wer 5-Kammer verbaut, verbaut gleichzeitig die BAFA-Förderung – und das bei einem Aufpreis von oft unter 80 Euro pro Fenstereinheit.“
| Kammerzahl | Uw-Bereich | Einsatzbereich | GEG-konform | OKNOPLAST-System |
|---|---|---|---|---|
| 5-Kammer-Rahmen | 1,1-1,3 W/(m²K) | Nebenräume, einfache Sanierung | Grenzwertig | Konzept |
| 6-Kammer-Rahmen | 0,9-1,1 W/(m²K) | Standard-EFH-Sanierung | Ja | Grande Classic, Grande Art |
| 7-Kammer-Rahmen | 0,76-0,82 W/(m²K) | Energetische Sanierung, BAFA | Ja ✔ | PAVA, Winergetic Standard |
| 7-Kammer + 4-fach | ab 0,67 W/(m²K) | Passivhaus, EH40 | Ja ✔ | Winergetic Premium Passiv |
*Referenzfenster mit 4/18/4/18/4-Verglasung Ug = 0,5 W/(m²K), warmer Kante ψ = 0,03 W/(m·K). Quellen: ift Rosenheim Prüfberichte, OKNOPLAST-Produktdatenblätter, VFF Verband Fenster + Fassade.
Fenster zum Baustil passend: Altbau, Neubau und moderne Architektur
Der Baustil des Gebäudes bestimmt Profilbreite, Öffnungsform und Folienfarbe: Für Altbauten vor 1950 sind schlanke 6-Kammer-Profile mit Woodec-Folie und Sprossenrastern die genehmigungsfähigste Wahl; für Neubauten ab 2000 dominieren 7-Kammer-Profile in Matte-Folien mit Profilansichten unter 100 mm. Die Entscheidungsmatrix zeigt alle Kombinationen im Überblick.
| Baustil / Gebäudetyp | Profiltyp | Öffnungsform | Foliengruppe | OKNOPLAST-Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| Klassischer Altbau (vor 1950) | Schlankes Profil, Sprossenoption | Dreh-Kipp | Woodec (Holzoptik) | Grande Classic |
| Nachkriegsbau (1950-1980) | Universalprofil | Dreh-Kipp, Kipp | Weiß / Anthrazit | Konzept, Grande Classic |
| Moderner Neubau (ab 2000) | 7-Kammer, schmale Ansicht | Bodentief, DK | Matte-Serie, Metalloptik | PAVA, Grande Art |
| Passivhaus / EH40 | 7-Kammer + Vierfachverglasung | Dreh-Kipp | Anthrazit Matt | Winergetic Premium Passiv |
| Denkmalgeschütztes Gebäude | Schlankes Profil, Sprossenoption | Dreh-Kipp | Weiß RAL 9016 | Grande Classic |
Klassischer Altbau: historische Profile, Sprossenfenster und Woodec-Optik
Kunststofffenster mit schlankem 6-Kammer-Profil und Woodec-Folie erreichen in Altbauten bis Baujahr 1950 Uw-Werte ab 0,82 W/(m²K) – und sind mit historischen Sprossenrastern kombinierbar, die Denkmalschutzbehörden in den meisten Bundesländern akzeptieren. Das OKNOPLAST Grande Classic bietet maximalen Lichteinfall durch klassisch schlanke Profile.
Die Woodec-Folien in Dekoren wie Turner Oak Malt oder Sheffield Oak imitieren die Holz-Anmutung von Massivholz – ohne den regelmäßigen Pflegeaufwand echter Holzfenster (Lasieren alle 5-10 Jahre). UV-Beständigkeit: über 15 Jahre nach DIN EN ISO 4892-2.
Ein Sanierungsbeispiel: Ein Mehrfamilienhaus in Leipzig aus dem Jahr 1912 erhielt 2023 neue Fenster mit Turner-Oak-Malt-Woodec-Folie und historischer Sprosseneinteilung. Die Denkmalschutzbehörde erteilte die Genehmigung, weil die Profilansichten den Originalmassen entsprachen. Der Uw-Wert verbesserte sich von 2,8 W/(m²K) (Einfachverglasung) auf 0,82 W/(m²K) – BAFA-Förderung inklusive.
Moderner Neubau: bodentiefe Verglasung, Anthrazit und schlanke Rahmenprofile
Schlanke 7-Kammer-Profile mit Profilansichten unter 100 mm und Matte-Folien in Basaltgrau oder Quarzgrau passen architektonisch zu Neubauten ab Baujahr 2000 mit Flachdach und großflächiger Verglasung. Wichtig: Es gibt keine „rahmenlosen“ Systeme; korrekt heißt es „bodentiefe Verglasung mit schmalem Rahmenprofil“.
Das OKNOPLAST Grande Art wurde speziell für diesen Anspruch entwickelt: sanfte Profilrundungen, erhöhter Tageslichteinfall durch reduzierte Profilansichten, kombinierbar mit der Matte-Serie in Basaltgrau Matt oder Quarzgrau Matt. Diese Folien erzeugen ein seidenmattes Finish ohne Spiegelungen – der hochglänzende Effekt klassischer PVC-Profile entfällt.
Welche Fensterfarbe passt zur Fassade? Folienkollektion als Gestaltungsmittel
Werkseitig aufgebrachte Folien sind einer späteren Lackierung technisch überlegen: UV-Beständigkeit über 15 Jahre nach DIN EN ISO 4892-2 (Xenon-Bestrahlung), volle Herstellergarantie, gleichmäßige Schichtdicke. Ein nachträglich aufgetragener Lack hält nur 2-5 Jahre und erlischt die Herstellergarantie – bei Kunststofffenstern eine irreversible Entscheidung.
| Architekturstil | Foliengruppe (OKNOPLAST) | Beispiel-Dekor | UV-Beständigkeit | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Klassischer Altbau, Landhaus | Woodec | Turner Oak Malt, Sheffield Oak | > 15 Jahre* | Holzoptik ohne Pflegeaufwand |
| Moderner Neubau, Minimalismus | Matte-Serie | Basaltgrau Matt, Quarzgrau Matt | > 15 Jahre* | Seidenmattes Finish |
| Industrial, Loft, Bauhaus | Metalloptik | Aluminium gebürstet, Quartz platin | > 15 Jahre* | Alu-Optik, Kunststoffpreis |
| Zeitlos, Denkmalbereich | Standardfarbe | Weiß RAL 9016 | > 15 Jahre* | Günstigste Option |
*UV-Beständigkeit nach DIN EN ISO 4892-2 (Xenon-Bestrahlung). Quelle: OKNOPLAST-Produktdatenblätter, Renolit Exofol FX Technisches Datenblatt.

Kunststoff, Holz oder Aluminium – welches Rahmenmaterial passt zu Ihrem Gebäude?
Kunststoff-Rahmensysteme sind für rund 65 % aller Wohnfenster in Deutschland die wirtschaftlichste Wahl – und als einziges Material vollständig BAFA-fähig, sofern der Uw-Wert ≤ 0,95 W/(m²K) erreicht wird (Quelle: VFF Verband Fenster + Fassade, Marktbericht 2024). Holzfenster bieten natürliches Raumklima, benötigen aber alle 5 bis 10 Jahre Lasur oder Anstrich. Thermisch getrennte Aluminiumprofile sind GEG-konform ab 0,8 W/(m²K) – Standardprofile ohne Thermotrennung liegen weit über dem GEG-Grenzwert.
| Material | Uw-Bereich | Lebensdauer | Pflegeaufwand | Preisniveau | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|---|
| Kunststoff (PVC) | 0,67-1,3 W/(m²K) | 30-50 Jahre | Gering | Mittel | Universal, BAFA-fähig |
| Holz | 0,9-1,4 W/(m²K) | 30-50 Jahre* | Hoch (Lasur) | Mittel-Hoch | Naturgebäude, Ästhetik |
| Aluminium (therm. getrennt) | 0,8-1,3 W/(m²K)** | 40-60 Jahre | Sehr gering | Hoch | Großflächig, Gewerbe |
| Kunststoff-Alu | ab 0,82 W/(m²K) | 40+ Jahre | Sehr gering | Hoch | Premium-EFH, Passivhaus |
*Bei regelmäßiger Pflege. **Nur thermisch getrennte Alu-Profile (Uw 0,8-1,3 W/(m²K)) erfüllen GEG-Anforderungen; Standardprofile ohne Thermotrennung: über 2,0 W/(m²K). Quellen: VFF Verband, Stiftung Warentest, ift Rosenheim.
Welche Schallschutzklasse brauchen Fenster in Ihrer Lage?
Die Schallschutzklasse SSt I bis IV nach DIN 4109-1:2018 bestimmt das Mindest-Schalldämmmaß Rw in Dezibel – und die richtige Klasse ergibt sich aus dem Beurteilungspegel des Standorts, der aus der Umgebungslärmkarte des Umweltbundesamts (UBA Umgebungslärmkartierung 2022) abgelesen werden kann. Wer an einer Hauptstraße lebt (36-40 dB(A)), benötigt SSt III mit Rw ≥ 35 dB; an Bundesautobahnen oder Bahnstrecken ist SSt IV mit Rw ≥ 40 dB erforderlich.
Wichtiger Korrekturhinweis (nicht nur für diesen Artikel): SSt I (römisch Eins) ist nicht identisch mit „SSt 1“ – dieser Fehler taucht in zahlreichen Online-Quellen und KI-Antworten auf. Die korrekte Bezeichnung und Klasseneinteilung folgt DIN 4109-1:2018-01 und VDI 4100:2012.
| Schallschutzklasse | Mindest-Rw (dB) | Pegelbereich (dB) | Typische Lage | OKNOPLAST-Lösung |
|---|---|---|---|---|
| SSt I | ≥ 25 dB | < 31 dB(A) | Ruhige Wohnlage, Ländlich | Standard-Dreifachverglasung |
| SSt II | ≥ 30 dB | 31-35 dB(A) | Stadtlage, wenig Verkehr | PAVA + Schallschutzglas |
| SSt III | ≥ 35 dB | 36-40 dB(A) | Hauptstraße, Gewerbezone | Winergetic Standard (Rw 36 dB) |
| SSt IV | ≥ 40 dB | 41-45 dB(A) | Bahn, Autobahn, Flughafen | Winergetic Premium + VSG |
Quellen: DIN 4109-1:2018-01, VDI 4100:2012, UBA Umgebungslärmkartierung DE 2022. Hinweis: Für Schlafräume gelten nach VDI 4100 teilweise höhere Anforderungen als in dieser Tabelle dargestellt.

Fenstertausch bei Sanierung: GEG-Pflichten, BAFA-Förderung und WDVS-Reihenfolge
Fenstertausch und WDVS-Dämmung zusammen senken den Jahresheizwärmebedarf eines Bestandsgebäudes um bis zu 40 % – vorausgesetzt, die Montagereihenfolge stimmt: Fenster werden immer vor dem WDVS eingebaut. Zusätzlich können Denkmalauflagen den Spielraum bei der Materialwahl einschränken.
Fenster vor WDVS: warum die Montagereihenfolge über Wärmebrücken entscheidet
Fenster werden immer vor dem Wärmedämmverbundsystem eingebaut. Das WDVS schließt außen bündig an den Fensterrahmen an und schließt die Dämmebene lückenlos – bei falscher Reihenfolge (WDVS zuerst) entsteht am Leibungsanschluss eine Wärmebrücke von bis zu 0,12 W/(m·K) (ψ-Wert). Bei einem Einfamilienhaus mit 15 Fenstern entspricht das einem jährlichen Mehrverbrauch von mehreren Hundert Kilowattstunden.
Technisch sitzt der Fensterrahmen bei korrektem Einbau auf der Dämmebene oder minimal vor ihr – die exakte Position ergibt sich aus der Systemplanung nach RAL-Leitfaden Fenster. OKNOPLAST-Fachhandelspartner vermessen die Leibungstiefe vorab, bevor die ersten WDVS-Platten geliefert werden.
| Montageregel nach ift Rosenheim WA-16/1, ZVDH-Richtlinie Fassadenarbeiten und RAL-Leitfaden:1. Fenstertausch abschließen (alle Fenster eingebaut, abgedichtet, angeschlagen)2. Leibungsverkleidung und Übergangszone planen3. WDVS-Platten von außen bündig an Rahmen anschließen4. Laibungswärmedämmung über Fensterrahmen-Laibung legen |
Quellen: ift Rosenheim WA-16/1, ZVDH-Richtlinie Fassadenarbeiten, RAL-Leitfaden Fenster (3. Auflage).
Denkmalschutz: Welche Fenster sind genehmigungsfähig?
Bei denkmalgeschützten Gebäuden entscheidet die zuständige Untere Denkmalschutzbehörde (ÜDB) über die zulässigen Fensterprofile. Kunststofffenster werden heute in den meisten Bundesländern akzeptiert, wenn Profilansichten, Teilungsraster und Farbe (fast immer: Weiß RAL 9016) mit dem Original übereinstimmen.
Eine Voranfrage bei der UDB ist zwingend vor der Bestellung. OKNOPLAST-Fachhandelspartner stellen Profilmuster und technische Dokumentationen für das Genehmigungsverfahren bereit. In besonders sensiblen Bereichen (eingetragene Baudenkmale, Ensembleschutz) kann die Behörde Holzfenster verlangen – dann ist das OKNOPLAST-Kunststoffsortiment in diesem Segment nicht die richtige Wahl.
Häufige Fragen zur Fensterauswahl – FAQ
Neue Fenster müssen beim Einzelbauteilaustausch einen Uw-Wert von maximal 1,3 W/(m²K) einhalten (§§ 47, 72 GEG 2024). Für die BAFA-Förderung über BEG EM gilt eine schärfere Grenze von Uw ≤ 0,95 W/(m²K). Das OKNOPLAST PAVA-System erreicht mit 0,76 W/(m²K) einen Puffer von 41 % unter dem GEG-Grenzwert.
Für energetische Sanierungen und BAFA-Förderung sind mindestens sieben Kammern erforderlich: 7-Kammer-Profile erreichen Uw-Werte ab 0,76 W/(m²K) und liegen damit unter der BAFA-Schwelle von 0,95 W/(m²K). 5-Kammer-Profile mit 1,1-1,3 W/(m²K) sind nicht BAFA-fähig. 6-Kammer-Profile bieten einen soliden Mittelweg für die Standard-Sanierung.
Für Altbauten bis Baujahr 1950 eignen sich Fenster mit schlanken Rahmenprofilen und optionalen Sprossen. Die Woodec-Folie von OKNOPLAST erzeugt in Dekoren wie Turner Oak Malt eine überzeugende Holz-Anmutung, ohne den Pflegeaufwand echter Holzfenster. Das OKNOPLAST Grande Classic bietet maximalen Lichteinfall mit klassisch schlanken Profilen und erreicht Uw-Werte ab 0,82 W/(m²K).
Die Kammerzahl beschreibt die Hohlräume im Rahmenprofil, die den Wärmestrom bremsen. Ein 5-Kammer-Profil erreicht 1,1-1,3 W/(m²K) – ausreichend nach GEG, aber nicht BAFA-fähig. Ein 7-Kammer-Profil wie das OKNOPLAST PAVA kommt auf 0,76 W/(m²K) und liegt 41 % unter dem GEG-Grenzwert – mit voller Förderberechtigung.
Über das Bundesförderprogramm BEG EM (BAFA) erhalten Eigentümer 15 % Zuschuss auf die förderbaren Kosten, maximal 30.000 € pro Wohneinheit. Voraussetzung ist ein Uw-Wert ≤ 0,95 W/(m²K) sowie ein Energieberater der Dena-Expertenliste. OKNOPLAST begleitet Eigentümer mit seinem BAFA-Förderservice durch den Antragsprozess – inklusive Energieberater-Vermittlung.
An Hauptstraßen mit einem Beurteilungspegel von 36-40 dB(A) ist SSt III nach DIN 4109-1:2018 erforderlich – Mindest-Rw 35 dB. Der OKNOPLAST Winergetic Standard erreicht Rw 36 dB und erfüllt diese Anforderung. Wichtig: SSt I (römisch) ist nicht identisch mit „SSt 1“ – die korrekte Schreibweise folgt DIN 4109-1 und VDI 4100.
Fenster werden immer vor dem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) eingebaut. Das WDVS schließt außen bündig an den Rahmen an. Bei falscher Reihenfolge entsteht am Leibungsanschluss eine Wärmebrücke von bis zu 0,12 W/(m·K) (ψ-Wert) – was den energetischen Vorteil der Sanierung teilweise zunichtemacht (Quelle: ift Rosenheim WA-16/1, ZVDH-Richtlinie).
Für moderne Architektur mit Flachdach und klaren Linien empfiehlt sich die Matte-Serie von OKNOPLAST: Basaltgrau Matt, Quarzgrau Matt oder Umbragrau Matt erzeugen ein seidenmattes Finish. Anthrazit als Standard-Dekor ist ebenfalls gängig. Die Metalloptik-Folien wie Aluminium gebürstet passen für Industrial- und Loft-Stil.
Ein Kunststofffenster mit Dreifachverglasung und 7-Kammer-Rahmenprofil kostet je nach Größe und System zwischen 400 und 900 Euro pro Einheit inklusive Montage. Mit BAFA-Förderung (15 %) reduziert sich der Eigenanteil messbar. Für eine verbindliche Kalkulation empfiehlt sich eine Beratung beim lokalen OKNOPLAST-Fachhandelspartner.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden entscheidet die Untere Denkmalschutzbehörde (UDB) über die zulässigen Profile. Fenster mit schlanken weißen Rahmenprofilen und historischen Sprosseneinteilungen sind in den meisten Bundesländern genehmigungsfähig, wenn Profilansichten den Originalmassen entsprechen. Eine Voranfrage bei der UDB ist zwingend vor der Bestellung.
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