Hebe-Schiebe-Tür nachrüsten im Altbau: Voraussetzungen, Maße und Kosten
Was Sie in diesem Artikel erfahren:
- Ab welcher Wandbreite eine HST im Altbau möglich ist – mit konkreten Mindestmaßen
- Warum die Rahmentiefe von 194 mm im Altbau entscheidend ist
- Wann ein Statiker zwingend nötig ist – und wann der Bestandssturz reicht
- HST vs. PSK: welches System sich im Altbau wirklich leichter einbauen lässt
- Was die Nachrüstung tatsächlich kostet: 4.500-9.000 Euro aufgeschlüsselt
- Ob und wie Sie 15 % BAFA-Förderung für die neue Terrassentür beantragen
- Was in Ihrem Bundesland genehmigungspflichtig ist – alle 16 Länder im Überblick
Eine Hebe-Schiebe-Tür liefert das, was viele Altbauten seit Jahrzehnten vermissen: einen großzügigen, barrierefreien Übergang zwischen Wohnraum und Garten oder Terrasse. Die Nachrüstung ist möglich – aber technisch anspruchsvoller als ein einfacher Türtausch. Nach Erfahrung der mehr als 720 OKNOPLAST-Fachhandelspartner in DACH erfordert rund jedes zweite Altbau-Projekt eine Erweiterung der bestehenden Wandöffnung; bei Häusern vor Baujahr 1980 steigt dieser Anteil auf circa zwei Drittel. Wer die Voraussetzungen kennt, trifft bessere Entscheidungen – und vermeidet teure Überraschungen beim Budget.

Ist die Nachrüstung einer Hebe-Schiebe-Tür im Altbau wirklich möglich?
Eine Hebe-Schiebe-Tür lässt sich nachträglich in nahezu jeden Altbau einbauen, wenn drei Grundvoraussetzungen erfüllt sind: ausreichende Wandöffnung, statisch abgesicherter Sturz und eine Laibungstiefe von mindestens 150 bis 200 mm je nach System. Die Nachrüstung erhöht den Wohnkomfort messbar und schafft barrierefreie Zugänge – auch in Bestandsgebäuden mit Massivwänden aus den 1960er- bis 1980er-Jahren.
Drei Kriterien entscheiden über die Machbarkeit:
- Wandöffnung: Die vorhandene Öffnung ist breit und hoch genug – oder kann durch einen Mauerdurchbruch erweitert werden.
- Statik: Der bestehende Sturz trägt die neue Last – oder ein neuer Sturz wird eingezogen.
- Laibungstiefe: Die Tiefe der Wandaussparung ist ausreichend für das Rahmenprofil des gewählten Systems.
Welche Wandarten erlauben den Einbau?
Massivwände aus Ziegel, Kalksandstein oder Beton sind die häufigsten Wandarten im deutschen Altbau der Nachkriegszeit – und prinzipiell alle für die Nachrüstung einer HST geeignet. Die Wandstärke liegt bei diesen Gebäuden typischerweise zwischen 24 und 50 cm, was für die erforderliche Laibungstiefe ausreicht. Fachwerkgebäude erfordern eine gesonderte Einzelfallprüfung, da die Ausfachungen oft nicht tragend sind und die Riegelhölzer den Einbaurahmen beeinflussen.
Wann ist eine Nachrüstung nicht möglich?
Eine HST-Nachrüstung scheidet aus, wenn die Außenwand statisch nicht verändert werden darf – etwa bei bestimmten Fertigbaukonstruktionen mit flächentragenden Paneelen – oder wenn die Wandöffnung nicht auf das Mindestmaß erweitert werden kann. Auch bei Denkmalschutz-Objekten mit strikten Erscheinungsauflagen kann die behördliche Zustimmung versagt werden. In diesen Fällen ist die SLIDE PSK (Parallel-Schiebe-Kipp-Tür) oft die technisch realisierbarere Alternative.
Welche Wandmaße braucht eine Hebe-Schiebe-Tür im Altbau?
Das OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista hat ein Rahmenprofil mit einer Einbautiefe von 194 mm – die Laibung im Altbau muss deshalb mindestens 200 mm tief sein. Dieser Wert ist bei typischen Altbau-Massivwänden ab 24 cm Stärke erreichbar, muss aber vor Auftragsvergabe gemessen werden. Für die SLIDE PSK genügen 150 mm Laibungstiefe, da das Rahmenprofil dort nur 140 mm tief ist.
| System | Min. Breite | Min. Höhe | Rahmentiefe (Laibung mind.) | Hinweis |
| HST MOTION 82 Vista – 1-flügelig | 160 cm | 215 cm | ≥ 200 mm (Rahmen 194 mm) | Kranunterstützung oft nötig |
| HST MOTION 82 Vista – 2-flügelig | 280 cm | 220 cm | ≥ 200 mm | Max. B 6.000 × H 2.700 mm (Schema A) |
| SLIDE PSK – 1-flügelig | 110 cm | 210 cm | ≥ 150 mm (Rahmen 140 mm) | Kipp-Funktion möglich; leichter nachrüstbar |
Mindestöffnung berechnen – so gehen Sie vor
Die Rohbauöffnung für eine einfluegelige HST muss mindestens 164 cm breit sein – 160 cm Mindestmaß plus beidseitig je 2 cm Montagefuge gemäß RAL-Leitfaden. Messen Sie dazu die lichte Wandöffnung (freier Mauerausbruch, nicht das vorhandene Türblatt) und addieren Sie anschließend die Montagefugen. Liegt Ihre Messung unter dem Mindestwert aus Tabelle 1, muss die Öffnung durch einen Mauerdurchbruch erweitert werden – was zusätzliche Kosten von 800 bis 2.200 Euro erzeugt.
Was tun, wenn die Laibung zu flach ist?
Bei einer Laibungstiefe unter 200 mm gibt es zwei Lösungsansätze: Die Laibung wird durch Ausstemmen des Mauerwerks vertieft – bei Vollziegelmauerwerk möglich, aber handwerklich aufwendig – oder das System wechselt auf die SLIDE PSK, die mit 140 mm Rahmentiefe auskommt. Der OKNOPLAST-Fachpartner klärt im Aufmaß-Termin, welche Option technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Muss der Sturz verstärkt werden – und wer entscheidet das?
Bei tragenden Außenwänden ist ein Statiker-Gutachten gesetzlich Pflicht, sobald die Wandöffnung verändert wird – unabhängig davon, ob der bestehende Sturz ausreicht oder nicht. Die Kosten für Gutachten und neuen Sturz liegen laut BKI Baukosten 2025 zwischen 500 und 1.500 Euro. Der Statiker prüft, ob der vorhandene Sturz die Last des neuen, schwereren HST-Elements tragen kann, und gibt eine rechtsverbindliche Empfehlung.
Drei Fragen entscheiden, ob ein neuer Sturz erforderlich ist:
- Ist die Wand tragend? → Wenn ja: Statiker-Gutachten Pflicht.
- Wird die Öffnung vergrößert? → Wenn ja: Neuer Sturz fast immer erforderlich.
- Ist der bestehende Sturz dimensioniert für das neue Elementgewicht? → Statiker entscheidet.
Wann reicht der bestehende Sturz – wann nicht?
Der bestehende Sturz trägt in aller Regel, wenn die Öffnungsbreite unverändert bleibt und das neue Element nicht deutlich schwerer ist als die alte Tür. Bei einer Standard-Balkontür (Breite 90 cm, Einflügler) und gleichbleibendem Format kann der Statiker den Bestandssturz oft bestätigen. Bei einer zweiflügeligen HST ab 200 cm Breite muss der Sturz fast immer erneuert werden – der Statiker bestätigt dies im Gutachten.
Was kostet ein neuer Sturz im Altbau?
Ein Stahlbetonfertigsturz für Öffnungsbreiten bis 200 cm kostet inklusive Einbau zwischen 400 und 900 Euro. Bei Öffnungen über 250 cm oder tragenden Querwänden wird ein Stahlträger (IPN oder HEA) eingesetzt – Kosten: 800 bis 1.500 Euro inklusive Material und Einbau. Diese Werte sind Orientierungsgrößen nach BKI Baukosten 2025; Ihr Fachbetrieb erstellt ein verbindliches Angebot nach Aufmaß.
HST oder PSK: Was ist im Altbau leichter nachrüstbar?
Die SLIDE PSK ist im Altbau in vielen Fällen leichter nachrüstbar als die HST, weil sie mit einer schmaleren Öffnung ab 110 cm auskommt, ein schlankeres Rahmenprofil von 140 mm hat und weniger Gewicht auf den Sturz überträgt. Beide Systeme von OKNOPLAST sind BAFA-förderfähig und erreichen vergleichbare Uw-Werte – SLIDE PSK bis 0,72 W/(m²K), HST MOTION 82 Vista bis 0,76 W/(m²K) jeweils bei optimalem Glaspaket.
| Kriterium | HST MOTION 82 Vista | SLIDE PSK |
| Rahmenprofil Einbautiefe | 194 mm | 140 mm |
| Flügelprofil Einbautiefe | 82 mm (5-Kammer) | 70 mm (4-Kammer) |
| Min. Wandöffnung Breite | 160 cm (1-flügelig) | 110 cm |
| Max. Elementgröße | B 6.000 × H 2.700 mm | B 3.500 × H 2.500 mm |
| Uw-Wert optimal | 0,76 W/(m²K) | 0,72 W/(m²K) |
| Verglasung Stärke | bis 54 mm (Dreifach/Vierfach) | 24-41 mm |
| Kipp-Funktion | Nein | Ja – PSK-Vorteil |
| Barrierefreie Nullschwelle | Ja – möglich | Standard-Schwelle |
| Montageaufwand Altbau | Hoch (Gewicht, Laufschiene) | Mittel |
| RC-2 Einbruchschutz | Ja (WinGuard Premium) | Ja |
| BAFA-förderfähig (Uw ≤ 0,95) | Ja | Ja |
| Empfehlung Altbau | Öffnung ≥ 160 cm; Barrierefreiheit gewünscht | Öffnung 110-159 cm; budgetbewusst |
„Aus Sicht des Fachbetriebs ist die PSK-Lösung im Bestand oft die wirtschaftlichere Entscheidung, wenn die Öffnung unter 160 cm Breite liegt – nicht weil die HST schlechter ist, sondern weil der Mauerdurchbruch unverhältnismäßige Mehrkosten erzeugt.“ (OKNOPLAST Fachhandelspartner-Erfahrung)
Wann zahlt sich die PSK im Altbau aus?
Die SLIDE PSK zahlt sich im Altbau aus, wenn die Wandöffnung unter 160 cm liegt – der Verzicht auf den Mauerdurchbruch spart typischerweise 800 bis 1.400 Euro und verkürzt die Bauzeit um ein bis zwei Tage. Eine Bauherrin aus Bayern entschied sich nach der Beratung durch einen OKNOPLAST-Fachpartner bewusst für die PSK-Variante: Ihre Wandöffnung maß nur 130 cm – zu wenig für eine einfluegelige HST mit Mindestbreite 160 cm. Zusätzlich profitierte sie von der Kipp-Funktion der PSK, die im Sommer eine komfortable Belüftung ohne vollständiges Öffnen ermöglicht.

Brauche ich eine Baugenehmigung – und was gilt in meinem Bundesland?
In allen 16 Bundesländern gilt der Tausch einer Terrassentür als verfahrensfreies Vorhaben – eine Baugenehmigung ist nicht erforderlich. Zwei Ausnahmen gelten: In Berlin (Milieuschutzgebiet) und Hamburg (Erhaltungsgebiet) kann die Bezirksbehörde eine Genehmigung vorschreiben. Bei Denkmalschutz ist immer die Untere Denkmalschutzbehörde vorab einzubinden.
| Bundesland | Genehmigungspflicht | Sonderfall / Hinweis |
| Baden-Württemberg | Nein (§50 LBO BW) | Gestaltungssatzung der Gemeinde prüfen |
| Bayern | Nein (Art. 57 BayBO) | Denkmalschutz: Untere Denkmalschutzbehörde |
| Berlin | Nein | Milieuschutzgebiet: Genehmigung erforderlich |
| Brandenburg | Nein (§61 BbgBO) | Außenmaßänderung → Bauanzeige |
| Bremen | Nein (§61 BremLBO) | Gestaltungsgebiet: Abstimmung Bauordnungsamt |
| Hamburg | Nein (§60 HBauO) | Erhaltungsgebiet: Genehmigung erforderlich |
| Hessen | Nein (§63 HBO) | Denkmalschutz: Zustimmung Landesamt |
| Mecklenburg-Vorpommern | Nein (§61 LBauO MV) | Außenmaßänderung meldepflichtig |
| Niedersachsen | Nein (§60 NBauO) | Denkmalschutz: Erlaubnis NLD erforderlich |
| Nordrhein-Westfalen | Nein (§62 BauO NRW) | Bebauungsplan: Außenmaß-Regelung beachten |
| Rheinland-Pfalz | Nein (§62 LBauO RLP) | Denkmalschutz: GDKE-Abstimmung |
| Saarland | Nein (§61 LBO Saar) | Denkmalschutz: Untere Denkmalschutzbehörde |
| Sachsen | Nein (§61 SächsBO) | Denkmalschutz: Einvernehmen Untere Behörde |
| Sachsen-Anhalt | Nein (§61 BauO LSA) | Außenmaßänderung: Bauanzeige empfohlen |
| Schleswig-Holstein | Nein (§60 LBO SH) | Denkmalschutz: ALSH-Genehmigung |
| Thüringen | Nein (§60 ThürBO) | Außenmaßänderung meldepflichtig |
Sonderfall Denkmalschutz – was ist erlaubt?
Ein HST-Einbau in denkmalgeschützten Gebäuden ist grundsätzlich möglich, erfordert aber die schriftliche Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde. Häufige Anforderungen betreffen die Profilfarbe (oft RAL 9016 Verkehrweiß oder historische Töne), die Rahmensichtbreite und die Beschlagsoptik. OKNOPLAST-Fachpartner kennen die regionalen Anforderungen und können entsprechende Muster und Dokumentation für den Behördenantrag beisteuern. Planen Sie für die Genehmigung vier bis acht Wochen zusätzliche Vorlaufzeit ein.
Was kostet die Nachrüstung einer Hebe-Schiebe-Tür im Altbau wirklich?
Die realen Gesamtkosten einer HST-Nachrüstung im Altbau liegen bei 4.500 bis 9.000 Euro netto – nicht bei den von Vergleichsportalen oft genannten 2.000 bis 2.500 Euro, die ausschließlich das Element ohne Einbau abbilden. Die Differenz entsteht durch Mauerdurchbruch, Statiker-Gutachten, Sturz und RAL-konforme Montage. Mit 15 % BAFA-Förderung reduziert sich die Eigenbeteiligung auf 3.825 bis 7.650 Euro.
| Kostenposition | Spanne netto | Bemerkung |
| HST MOTION 82 Vista inkl. Dreifachverglasung | 2.500-5.500 € | Je nach Breite und Verglasung |
| Mauerdurchbruch / Öffnung vergrößern | 800-2.200 € | Tragende Wand: oberes Ende |
| Statiker-Gutachten + neuer Sturz | 500-1.500 € | Pflicht bei tragender Wand (BKI 2025) |
| RAL-konforme Montage Fachbetrieb | 600-1.200 € | Inkl. Abdichtung, Laibungsanschluss |
| Innenputz, Laibung, Abschlussarbeiten | 300-900 € | Je nach Wandaufbau und Putztiefe |
| Gesamt Altbau-Nachrüstung | 4.500-9.000 € | Vor BAFA-Förderung; mit 15 % ab 3.825-7.650 € |
Ein Hauseigentümer aus NRW, der sein Reihenhaus von 1974 sanierte, kalkulierte zunächst mit rund 3.000 Euro für die neue Terrassentür – bis der Statiker eine tragende Wand identifizierte und der Gesamtaufwand inklusive Mauerdurchbruch, neuem Sturz und Innenverputz auf 7.200 Euro stieg. Die BAFA-Förderung von 15 % brachte ihm 1.080 Euro zurück, sodass die Nettobelastung bei 6.120 Euro lag.
Wie läuft der Einbau Schritt für Schritt ab?
Der Einbau einer HST im Altbau dauert bei Mauerdurchbruch 5 bis 7 Werktage und gliedert sich in fünf Phasen – von Aufmaß und Statiker bis zur RAL-konformen Montage mit EPDM-Abdichtung.
- Aufmaß und Statiker-Termin: Wandöffnung, Laibungstiefe, Wandart und Sturzlage werden dokumentiert. Der Statiker gibt sein Gutachten ab.
- Baugenehmigung (falls Denkmalschutz oder Milieuschutzgebiet): Antrag bei der Behörde; Vorlaufzeit 4-8 Wochen.
- BAFA-Antrag stellen: Muss zwingend VOR der Auftragsvergabe gestellt werden. Online unter bafa.de, Förderung 15 % der förderfähigen Kosten.
- Mauerdurchbruch und Sturzeinbau: Maurer öffnet die Wand auf das Rohbaumaß; neuer Sturz wird eingesetzt und ausgehärtet (mind. 48 h Trocknungszeit).
- HST-Montage durch Fachbetrieb: RAL-konforme Montage mit EPDM-Abdichtungsfolien, Ausrichten der Laufschienen, Vergießen der Montagefugen; Gesamtdauer 1-2 Tage für Zweier-Team.

Gibt es BAFA-Förderung für die neue Terrassentür im Altbau?
Ja – die BAFA fördert den Einbau einer neuen Terrassentür mit 15 % der förderfähigen Kosten im Rahmen der Bundesförderung Energieeffiziente Gebäude (BEG EM 2024). Voraussetzung ist ein Uw-Wert der neuen Tür von maximal 0,95 W/(m²K). Das OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista erreicht mit optimalem Glaspaket einen Uw-Wert von bis zu 0,76 W/(m²K) und erfüllt damit die Fördervoraussetzung mit einem Puffer von 21 %.
Welchen Uw-Wert muss die neue HST erreichen?
Die BAFA fordert einen Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) für die gesamte Terrassentür – nicht nur für das Glas. Dieser Wert bezieht sich auf das Gesamtelement gemäß DIN EN ISO 10077-1. Das OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista erreicht in der Konfiguration mit Warmatec-Glasrandverbund und Dreifachverglasung (Ug = 0,5 W/(m²K)) einen Uw-Wert von 0,76 W/(m²K). Auch einfachere Glaspakete erzielen bei diesem Rahmen in der Regel Werte unter 0,95 W/(m²K) – lassen Sie sich die genaue Konfiguration vom Fachpartner bestätigen.
So stellen Sie den BAFA-Antrag richtig
Den BAFA-Antrag stellen Sie ausschließlich online unter bafa.de und zwingend VOR der Auftragsvergabe. Benötigt werden: Energieberater von der dena-Expertenliste (für die technische Bestätigung), Kostenschätzung des Fachbetriebs und Produktdatenblatt der neuen Terrassentür mit Uw-Wert. OKNOPLAST stellt über seinen BAFA-Förderservice die erforderlichen technischen Unterlagen bereit. Nach Abschluss der Maßnahme reichen Sie Rechnung und Einbaubestätigung ein – die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb von vier bis acht Wochen.
Welche Hebe-Schiebe-Tür eignet sich für den Altbau – und was leistet das HST MOTION 82 Vista?
Das OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista ist mit einem Uw-Wert von bis zu 0,76 W/(m²K), einem Rahmenprofil von 194 mm Einbautiefe und einer maximalen Konstruktionsgröße von B 6.000 × H 2.700 mm das leistungsstärkste HST-System im OKNOPLAST-Portfolio für Altbau-Sanierungen mit großzügigem Raumwunsch. Die barrierefreie Nullschwelle und die mehrfach gebogenen Stahlverstärkungen machen es zur ersten Wahl, wenn die Wandöffnung 160 cm oder mehr Breite bietet.
| Merkmal | OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista |
| Rahmenprofil Einbautiefe | 194 mm – Laibung im Altbau mind. 200 mm erforderlich |
| Flügelprofil Einbautiefe | 82 mm (5-Kammer) – abgesenktes Profil für mehr Tageslicht |
| Uw-Wert | bis 0,76 W/(m²K) bei 4.000×2.300 mm, Ug = 0,5, Warmatec-Glasrandverbund |
| Max. Konstruktionsgröße | B 6.000 × H 2.700 mm (Schema A); Flügelfläche bis 6,5 m² |
| Verglasung | Dreifach / Vierfach, bis 54 mm; Schallschutz- und Sicherheitsglas möglich |
| Barrierefreie Nullschwelle | Möglich – empfohlen für Altbau-Barrierefreiheit |
| Stahlverstärkungen | Mehrfach gebogene Stahlverstärkungen für hohe Stabilität |
| Einbruchschutz | RC-2 möglich via WinGuard Premium Beschläge |
| BAFA-förderfähig | Ja – Uw 0,76 ≤ 0,95 W/(m²K), Fördervoraussetzung erfüllt |
| Quelle | OKNOPLAST Produktbroschüre HST MOTION, Stand 03-2022 |
Für kleinere Öffnungen unter 160 cm empfiehlt sich das OKNOPLAST SLIDE PSK: Rahmentiefe 140 mm, Uw bis 0,72 W/(m²K), Kipp-Funktion und BAFA-förderfähig. Beide Systeme sind über das 720-Partner-Netzwerk in DACH verfügbar.
Was macht die Nullschwelle im Altbau so wichtig?
Die barrierefreie Nullschwelle des HST MOTION 82 Vista reduziert die Übergangsstufe zwischen Innenraum und Terrasse auf annähernd null – ein entscheidender Vorteil in Altbauten, wo höhere Bodenschwellen oft zu Stolperfallen werden. Technisch wird die Nullschwelle durch eine spezielle Alu-Bodenschiene mit thermischer Trennung realisiert, die gleichzeitig eine hohe Schlagregenbestandändigkeit gewährleistet. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität ist dieser Wert der Schlüsselparameter bei der Systemauswahl – und ein Argument, den Mauerdurchbruch für eine breitere Öffnung in Kauf zu nehmen.
Häufige Fragen zur HST-Nachrüstung im Altbau
Ja, eine Nachrüstung ist möglich, wenn die Wandöffnung mindestens 160 cm breit und 215 cm hoch ist und die Laibungstiefe 200 mm erreicht. Bei tragenden Wänden ist ein Statiker-Gutachten Pflicht. Nach Erfahrung der OKNOPLAST-Fachhandelspartner erfordert rund jedes zweite Altbau-Projekt eine Erweiterung der bestehenden Wandöffnung.
Für eine einfluegelige HST benötigen Sie eine Mindestbreite von 160 cm und eine Mindesthöhe von 215 cm. Die Laibungstiefe muss mindestens 200 mm betragen, da das Rahmenprofil des HST MOTION 82 Vista eine Einbautiefe von 194 mm hat. Für eine zweifluegelige HST sind mindestens 280 cm Breite erforderlich.
Bei tragenden Außenwänden ist ein Statiker-Gutachten gesetzlich Pflicht, sobald die Wandöffnung verändert wird. Kosten: 500 bis 1.500 Euro (laut BKI Baukosten 2025). Bei nicht-tragenden Wänden, zum Beispiel Fachwerkfüllungen, reicht in der Regel eine fachbetriebliche Beurteilung ohne Statiker.
Die Gesamtkosten einer Altbau-Nachrüstung liegen bei 4.500 bis 9.000 Euro netto – deutlich mehr als der von Vergleichsportalen genannte Preis von 2.000 bis 2.500 Euro, der nur das Element selbst abdeckt. Die Differenz entsteht durch Mauerdurchbruch (800-2.200 Euro), Statiker und Sturz (500-1.500 Euro) sowie RAL-konforme Montage (600-1.200 Euro).
In allen 16 Bundesländern gilt der Tausch einer Terrassentür als verfahrensfreies Vorhaben – eine Baugenehmigung ist nicht erforderlich. Ausnahmen: Berlin (Milieuschutzgebiet) und Hamburg (Erhaltungsgebiet) können eine Genehmigung vorschreiben. Bei Denkmalschutz ist immer die Untere Denkmalschutzbehörde vorab einzubinden.
Ja. Die BAFA fördert den Einbau einer neuen Terrassentür mit 15 % der förderfähigen Kosten (BEG EM 2024), wenn das neue Element einen Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) erreicht. Das OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista erfüllt diese Anforderung mit einem Uw-Wert von bis zu 0,76 W/(m²K). Der Antrag muss vor der Beauftragung gestellt werden.
Die HST benötigt eine größere Wandöffnung (min. 160 cm) und ein tieferes Rahmenprofil (194 mm), bietet aber barrierefreie Nullschwellen und größere Glasflächen. Die PSK funktioniert ab 110 cm Wandbreite, hat eine geringere Rahmentiefe von 140 mm und bietet zusätzlich eine Kipp-Funktion für komfortable Belüftung. Bei Öffnungen unter 160 cm ist die PSK wirtschaftlich die bessere Wahl.
Der reine Montagevorgang dauert 1 bis 2 Tage für ein Zweier-Team des Fachbetriebs. Bei Bedarf eines Mauerdurchbruchs oder Sturzverstärkung kommen 1 bis 2 weitere Tage für Maurerarbeiten hinzu. Inklusive Trocknungszeit für Innenputz und Laibungsarbeiten sollten Sie insgesamt 5 bis 7 Werktage Gesamtabwicklung einplanen.
Ein Einbau ist grundsätzlich möglich, benötigt aber vorab die schriftliche Zustimmung der Unteren Denkmalschutzbehörde. In vielen Fällen sind spezifische Anforderungen an das Erscheinungsbild zu erfüllen, zum Beispiel Profilfarbe oder Rahmensichtbreite. OKNOPLAST-Fachpartner unterstützen bei der Beantragung und Dokumentation.
Für Altbau-Projekte mit einer Wandöffnung ab 160 cm empfiehlt sich das OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista mit Nullschwelle: Uw-Wert bis 0,76 W/(m²K), Rahmentiefe 194 mm, max. Konstruktionsgröße B 6.000 × H 2.700 mm, BAFA-förderfähig und RC-2-tauglich. Bei kleineren Öffnungen (110-159 cm) ist das OKNOPLAST SLIDE PSK die wirtschaftlichere Lösung mit Kipp-Funktion und Rahmentiefe 140 mm.
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