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Fenster auf Dichtheit prüfen: 7 Signale, dass Ihr Haus nicht winterfest ist


modernes Fertighaus mit Fenstern von Pava

OKNOPLAST

16.09.2026

9 Minuten

Undichte Fenster kündigen sich an – mit Zugluft am Rahmen, Kondenswasser an der Scheibe am Morgen, einem Pfeifton bei Wind. Im Winter dringt Kälte durch Mikrospalten und Anschlussfugen ein, und die Heizkosten steigen. In wenigen Minuten prüfen Sie selbst, ob Ihre Fenster für den Frost bereit sind. Bei jedem der sieben Signale erfahren Sie, ob eine Regulierung ausreicht oder ob ein Tausch sinnvoller ist.

Was Sie in diesem Artikel erfahren:

  • Drei einfache Methoden – Papiertest, Kerzentest, Handtest – um die Dichtheit Ihrer Fenster selbst zu prüfen.
  • Welche drei Kennwerte (Uw-Wert, Luftdurchlässigkeit nach EN 12207, Rw-Wert) die tatsächliche Leistung Ihres Fensters bestimmen.
  • An welchen 7 Signalen Sie erkennen, dass Ihre Fenster den Winter nicht mehr gut überstehen – mit Kosten für Reparatur und Tausch.
  • Wann eine Beschlagregulierung (60-120 € je Fenster) oder ein Dichtungswechsel (80-250 €) ausreicht und wann ein Tausch die bessere Wahl ist.
  • Was Sie durch neue Fenster pro Jahr konkret einsparen und wie die BAFA-Förderung 15 % der Kosten übernimmt.
  • Warum der September der letzte komfortable Zeitpunkt für die Beauftragung ist.

Fenstermontage Kosten 2026

Drei Kennwerte, die Sie vor dem Check kennen sollten

Das OKNOPLAST PAVA mit 7-Kammer-Rahmenprofil und Dreifachverglasung erreicht einen Uw-Wert ab 0,73 W/(m²K) – 44 % unter der GEG-2024-Grenze und 23 % unter der BAFA-Förderschwelle. Drei Kennwerte helfen Ihnen einzuordnen, was Ihre aktuellen Fenster noch leisten.

Wärmedurchgangskoeffizient Uw

Der Uw-Wert gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter Fensterfläche verloren geht – in Watt bei einem Kelvin Temperaturdifferenz. Je niedriger, desto besser. Ein Fenster aus den 1980ern liegt typisch bei Uw 2,5-3,5 W/(m²K), Zweifachverglasung aus den 1990ern bei 1,8 W/(m²K). Das GEG 2024 schreibt für ausgetauschte Fenster maximal 1,3 W/(m²K) vor. Die BAFA-Förderung (BEG EM) setzt Uw ≤ 0,95 W/(m²K) voraus – das ist der Wert, unter dem der Staat 15 % der Kosten übernimmt (Stand: BAFA-Merkblatt Juli 2026).

Luftdurchlässigkeit nach DIN EN 12207

Die Luftdurchlässigkeit beschreibt den Luftstrom (q-Wert in m³/h), der bei 100 Pascal Druckdifferenz durch ein geschlossenes Fenster strömt – gemessen zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen. DIN EN 12207 unterteilt in Klassen 0 bis 4. Klasse 2 ist Mindestanforderung nach DIN 4108-2, Klasse 4 empfiehlt sich ab drei Vollgeschossen und in exponierten Lagen. Alte Fenster mit verwitterten Dichtungen fallen oft auf Klasse 1 oder darunter zurück – das lässt sich per Blower-Door-Test nachweisen.

Schalldämm-Maß Rw (VDI 2719)

Der Rw-Wert in Dezibel gibt an, um wie viel Dezibel Außenlärm durch das Fenster gedämpft wird. Frühe Zweifachverglasung aus den 1980ern erreicht typisch Rw 24-28 dB – etwa so viel wie ein geschlossenes Innenfenster. Das PAVA erreicht laut ift-Rosenheim-Prüfbericht Rw 34 dB (Referenzverglasung 4/18/3/16/3 mm). Für ruhige Stadtstraßen reicht SSK 2-3 (Rw 30-39 dB), an vielbefahrenen Hauptstraßen empfiehlt sich SSK 4 (Rw 40-44 dB).

KennwertEinheitRichtwert (Förderung/Norm)PAVA (Referenz)
Uw-WertW/(m²K)BAFA ≤ 0,95 | GEG ≤ 1,3ab 0,73
Luftdurchlässigkeit (q)DIN EN 12207Klasse 2 min. (DIN 4108-2); Klasse 4 empfohlen ab 3 Geschossennach EN 12207 geprüft (ift Rosenheim)
Schalldämm-Maß RwdB (VDI 2719)SSK 2-3 Stadt | SSK 4 Hauptstraße34 dB

Fensterdichtheit selbst prüfen – drei Methoden mit konkreten Hinweisen

Messgeräte brauchen Sie dafür nicht. Führen Sie die Tests an einem kühlen, windigen Tag durch – dann ist die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen groß genug, um auch kleine Undichtigkeiten spürbar zu machen.

Methode 1: Papiertest

Klemmen Sie ein DIN-A4-Blatt zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen, genau an der Dichtung, und schließen Sie das Fenster. Lässt sich das Papier widerstandslos herausziehen, ist der Anpressdruck zu gering oder die Dichtung verschlissen. Bleibt es fest, ist das Fenster an dieser Stelle dicht. Prüfen Sie mindestens vier Stellen – oben, unten, links, rechts -, weil Undichtigkeiten oft nur punktuell auftreten. Kosten: nichts.

Methode 2: Kerzentest

Ein Teelicht ist für diesen Test besser geeignet als eine Kerze – es steht stabiler und vermeidet Wachstropfen. Führen Sie die Flamme langsam entlang des geschlossenen Rahmens, besonders an Ecken und Übergängen. Ruhige Flamme: kein Luftzug. Flackern: Dichtung oder Anpressdruck unzureichend. Nur bei Windstille im Raum durchführen, keine Gardinen in Fensternähe, nie unbeaufsichtigt. Wer kein offenes Feuer möchte: Ein Stabfeuerzeug zeigt denselben Effekt.

Methode 3: Handtest

Fahren Sie mit der flachen Hand langsam am geschlossenen Rahmen entlang. Spüren Sie Kälte oder Luftzug, liegt eine Leckage vor. Dieser Test erreicht Falzbereiche, an die der Kerzentest kaum herankommt. Ein Hinweis: Eine kühle Rahmenfläche ohne spürbaren Zug ist nicht unbedingt eine Undichtigkeit – das kann auch ein hoher Uw-Wert des Rahmenprofils sein, also ein Dämmungsproblem, kein Dichtungsproblem.

Methode 4 (für Profis): Blower-Door-Test

Wer die Gesamtluftdichtheit seines Gebäudes messen lassen möchte, beauftragt einen Blower-Door-Test nach DIN EN ISO 9972. Ein Messtechniker baut einen Ventilator in die Haustür ein und erzeugt 50 Pascal Druckdifferenz; die Luftwechselrate n50 zeigt, wie oft das Luftvolumen pro Stunde unkontrolliert ausgetauscht wird. GEG-Grenzwert für Gebäude ohne Lüftungsanlage: n50 ≤ 3 h⁻¹, Passivhausstandard: n50 ≤ 0,6 h⁻¹. Kosten: 200-700 € für ein Einfamilienhaus, Vor-Ort-Aufwand 2-4 Stunden. Bei KfW-Förderung für Effizienhäuser ist der Test oft Pflicht.

7 Signale, dass Ihre Fenster nicht winterfest sind

Wenn die Tests einen Befund ergeben oder Sie schon länger etwas bemerken, prüfen Sie die folgenden sieben Signale. Bei jedem erfahren Sie, was zuerst zu tun ist und ab wann ein Tausch wirtschaftlich sinnvoller ist als eine Reparatur.

Signal 1: Kälte und Zugluft am Rahmen trotz geschlossenem Fenster

Zugluft bei geschlossenem Fenster ist die häufigste Undichtigkeitsform und die am leichtesten behebbare. Anpressdruck an den Schließzapfen erhöhen (4-mm-Inbusschlüssel, 10-15 Minuten je Fenster, Materialkosten: nahezu null) oder Dichtung wechseln (EPDM-Material, Materialkosten 15-50 € je Fenster, professioneller Einbau 80-250 €). Kehrt die Zugluft nach der Reparatur zurück und ist das Profil über 20 Jahre alt, spricht die Wirtschaftlichkeit für einen Tausch. In Mehrfamilienhäusern mit Kunststofffenstern aus den 1990er-Jahren ist schwacher Anpressdruck besonders verbreitet – oft verbunden mit durchdringendem Außenlärm.

Signal 2: Fenster lässt sich schwer schließen, Griff klemmt, Flügel sackt ab

Das Flügelprofil schleift an Dichtung oder Blendrahmen. Meistens liegt es an verstimmten Beschlägen: Beim Dreh-Kipp-Fenster lassen sich Höhe über das untere Ecklager und seitliche Position über das obere Scherenlager mit einem 4-mm-Inbusschlüssel in 10-15 Minuten korrigieren. Ein Fachbetrieb nimmt dafür 60-120 €. Ist der Rahmen dauerhaft verformt oder das Beschlagsgehäuse beschädigt, wird die Reparatur entweder teuer oder lohnt sich bei älteren Profilen schlicht nicht mehr.

Signal 3: Kondenswasser an der Innenscheibe

Kondenswasser entsteht, wenn warme, feuchte Raumluft eine Fläche unterhalb des Taupunkts trifft. Bei 20 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bei etwa 9,3 °C, bei 60 % bereits bei 12,5 °C (Quelle: dena). Unterschreitet die Scheibentemperatur diesen Wert, schlägt sich Wasser nieder.

Drei Szenarien, drei Ursachen:

Wenn die Innenseite bei normaler Verglasung und hoher Raumluftfeuchte beschlägt, fehlt meistens Luftwechsel. Zweimal täglich 5-10 Minuten Stoßlüften senkt die Luftfeuchtigkeit laut Messungen der FH Münster innerhalb von 10 Minuten um bis zu 20 %. Wichtig: Werden mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster einer Wohneinheit ausgetauscht (Stückzahl), schreibt DIN 1946-6 ein Lüftungskonzept vor – weil neue Fenster dichter sind als alte und die frühere Fugenlüftung wegfällt.

Kondenswasser ausschließlich an der kalten Rahmenzone und Scheibenunterkante deutet auf einen hohen Ug-Wert des Glaspakets hin (über 1,1 W/(m²K)). Das lässt sich nicht durch Regulierung beheben – hier ist ein wärmedämmendes Glas oder ein neues Fenster die Lösung.

Weißliche Schlieren oder ein Film zwischen den Scheiben bedeuten: Das Füllgas Argon ist entwichen, Feuchtigkeit eingedrungen, der Randverbund defekt. Das Glaspaket dämmt damit kaum besser als Einfachverglasung. Nicht reparierbar – Glaspaket oder gesamtes Fenster muss ersetzt werden.

Noch ein Hinweis: Kondenswasser auf der Außenseite der Scheibe ist kein Defekt. Es zeigt, dass das Glas so gut isoliert, dass es außen kalt bleibt und die nächtliche Luftfeuchtigkeit dort kondensiert.

Signal 4: Außenlärm dringt herein wie bei gekipptem Fenster

Wenn Straßenverkehr nahezu ungedämpft ins Zimmer dringt, liegt das in der Regel am Glaspaket. Zweifach-Isolierverglasung aus den 1980ern erreicht nur Rw 24-28 dB. Das Schalldämm-Maß lässt sich durch Beschlagregulierung oder Dichtungswechsel nicht verbessern – es ist eine Eigenschaft des Glases, nicht der Mechanik. Einzige Lösung: Glaspaket oder gesamtes Fenster tauschen.

Zur Orientierung nach VDI 2719: Ruhige Wohnstraße → SSK 2 (Rw 30-34 dB), normale Stadtstraße → SSK 3 (Rw 35-39 dB), stark befahrene Hauptstraße → SSK 4 (Rw 40-44 dB). Das PAVA erreicht mit Standardverglasung Rw 34 dB – ausreichend für ruhige bis mittlere Stadtlagen. Für Hauptstraßen steht eine Schallschutzverglasung als Option zur Verfügung.

Signal 5: Kalte Zone am Fenster trotz laufender Heizung

Heizkörper sitzen in Deutschland traditionell unter Fenstern – die aufsteigende Warmluft soll die Kältestrahlung des Glases abpuffern. Funktioniert das nicht mehr und bleibt eine spürbare Kältezone von 10-15 cm rund um den Rahmen, gibt es zwei mögliche Ursachen.

Erstens ein hoher Uw-Wert: Das Fenster gibt mehr Wärme ab, als der Heizkörper nachliefern kann. Lösung: Tausch auf ein Fenster mit Uw ≤ 0,95 W/(m²K).

Zweitens eine undichte Anschlussfuge zwischen Rahmen und Laibung: Kaltluft dringt hinter dem Rahmen ein und kühlt die Laibungsoberfläche ab. Messungen des IWU zeigen, dass die Oberflächentemperatur an Wärmebrücken bis zu 5 °C unter der normalen Raumtemperatur liegen kann – genug, um den Taupunkt zu unterschreiten. Abhilfe schafft nur ein normgerechter Einbau nach RAL-Montagerichtlinie: dreischichtig, innen dampfdicht, Mitte wärmedämmend mit PUR-Schaum, außen schlagregendicht und diffusionsoffen (DIN 4108 Teil 7, DIN 18542, DIN EN 12207).

Regulierung löst keines dieser Probleme.

Signal 6: Pfeifton oder Surren bei Wind

Das Pfeifen entsteht, wenn Luft durch eine Engstelle zwischen Flügel und Blendrahmen gepresst wird. Neue Dichtung (EPDM, Lebensdauer 15-20 Jahre bei Qualitätsmaterial) und Beschlagregulierung helfen in den meisten Fällen. Für mehr Lebensdauer: Dichtungen 2-3-mal jährlich mit Silikonspray oder Talkum behandeln, Beschläge einmal jährlich mit säure- und harzfreiem Öl schmieren. Bei stark abgenutzten Beschlägen und versprödeten Profilen über 20 Jahren ist der Tausch wirtschaftlich sinnvoller.

Signal 7: Steigende Heizkosten ohne erkennbaren Grund

Jedes einzelne Signal lässt sich leicht übergehen. In der Summe zeigt es sich auf der Abrechnung. Nach OKNOPLAST-Berechnungen auf Basis der BBSR-Referenzgebäude-Methodik können schlecht dämmende und undichte Fenster für bis zu 25 % der Wärmeverluste eines Gebäudes verantwortlich sein. Der Verband Fenster + Fassade (VFF) beziffert das Einsparpotenzial beim Austausch gegen Dreifachverglasung auf 490 kWh pro Fenstereinheit (1,69 m²) und Jahr. Bei Fenstern über 20 Jahren und mehreren Symptomen gleichzeitig rechnet sich der Tausch – der Heizkostenrechner weiter unten zeigt Ihnen den konkreten Betrag.

Schallschutzfenster Oknoplast

Wann reicht Reparatur – wann ist Tausch sinnvoller?

Die folgende Tabelle fasst alle sieben Signale mit Kosten und Entscheidungshilfe zusammen.

SignalZuerst prüfen / ReparaturKosten ReparaturWann Tausch sinnvoller
Zugluft am RahmenBeschlag regulieren, Dichtung wechseln60-250 € je FensterProfil > 20 J., Problem kehrt zurück
Schweres SchließenEcklager, Scherenlager einstellen60-120 € je FensterRahmen dauerhaft verformt
Kondenswasser innenStoßlüften, Lüftungsventil DIN 1946-6kaum KostenAltes Glaspaket, Ug > 1,1 W/(m²K)
Schlieren zw. ScheibenNicht behebbarGlaspaket oder Fenster tauschen
Außenlärm durchdringendNicht durch Regulierung behebbarTausch auf höheres Rw (VDI 2719)
Kalte Zone am FensterNicht durch Regulierung behebbarTausch auf Uw ≤ 0,95 + RAL-Montage
Pfeifton bei WindDichtung wechseln, Beschlag regulieren80-250 € je FensterBeschläge/Profil stark verschlissen
Steigende HeizkostenEinsparrechnung durchführenFenster > 20 J. + mehrere Symptome

Wartung verlängert die Lebensdauer – eine Jahresaufgabe reicht

Wer seine Fenster einmal jährlich wartet, vermeidet die meisten Reparaturen. Gesamtaufwand: etwa 2 Stunden, Material für ein Einfamilienhaus 15-40 €.

  • Dichtungen 2-3-mal jährlich mit Silikonspray oder Talkum behandeln: hält die Elastizität und verhindert Anfrieren im Winter. Kein Öl an Dichtungen – Öl greift Gummimaterial an.
  • Beschläge einmal jährlich mit säure- und harzfreiem Öl schmieren: Scherenlager, Ecklager, Getriebe, Schließbleche. Danach das Fenster 20 Minuten offen lassen, damit das Mittel einzieht.
  • Entwässerungssöffnungen im Blendrahmen-Unterteil freihalten: Verstopfen sie, entstehen Feuchtigkeitsschäden an der Laibung.
  • Papiertest an allen Fenstern im Herbst, vor der Heizsaison: 10 Minuten, sofortiger Befund.

Was spart der Fenstertausch konkret?

Der Verband Fenster + Fassade (VFF) beziffert das Einsparpotenzial beim Austausch gegen Dreifachverglasung auf rund 490 kWh pro Fenstereinheit (1,69 m²) und Jahr. Für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche, Gasheizung und Zweifachverglasung aus den 1990ern (Uw ca. 1,8 W/(m²K)) ergibt ein Wechsel auf das OKNOPLAST PAVA (Uw 0,73 W/(m²K)) nach OKNOPLAST-Berechnung auf Basis der BBSR-Referenzgebäude-Methodik:

ParameterErgebnis
Weniger Wärmeverlust durch Fenster/Jahrca. 2.600 kWh
Heizkostenersparnis (Gas, 12 ct/kWh)ca. 310 €/Jahr
CO₂-Einsparungca. 525 kg/Jahr
BAFA BEG EM (15 % auf förderfähige Kosten)PAVA erfüllt Uw ≤ 0,95 – förderfähig ✓

Berechnungsgrundlage: OKNOPLAST-Berechnung auf Basis BBSR-Referenzgebäude-Methodik (EFH, 150 m², 25 % Glasflächenanteil, Heizgradtage 3.600 Kd), Gas 12 ct/kWh (Bundesnetzagentur, Referenzpreis 2024). Einsparpotenzial: VFF/BF-Studie (490 kWh/FE/Jahr).

Die BAFA fördert den Fenstertausch über BEG EM mit 15 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 € je Wohneinheit). Voraussetzung: Uw ≤ 0,95 W/(m²K) und Antragstellung vor Auftragserteilung auf mein.bafa.de. Für Fenstermaßnahmen ist ein Energieberater (Dena-Expertenliste) Pflicht. Das PAVA liegt mit 0,73 W/(m²K) mit 23 % Puffer unter der Förderschwelle. (Stand: BAFA-Merkblatt Juli 2026.)

September 2026 – warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Von der ersten Beratung bis zum eingebauten Fenster vergehen typischerweise sieben bis neun Wochen: 1-2 Wochen Vermessung und Werkplanung, 4-6 Wochen Produktion (maßgefertigt, nicht verkürzbar), 1-2 Wochen Logistik und Montageplanung. Wer den Auftrag Mitte September erteilt (KW 38/39), hat die Fenster statistisch vor dem ersten Dauerfrost eingebaut (KW 44/45).

Dazu kommt der Montagevorteil: PU-Schaum darf laut PU-Schaum-Infocenter nicht unter +5 °C verarbeitet werden. Selbstklebende Vorkompressionsbänder haften bei Wandoberflächentemperaturen unter +5 °C eingeschränkt. Im September liegt die bundesweite Tagesdurchschnittstemperatur bei +13,7 °C (DWD, 1991-2020) – jede Montageetappe lässt sich ohne Spezialprodukte und ohne Abstriche bei der RAL-Ausführungsqualität erledigen.

Fenster austauschen 2026

Fenster tauschen mit OKNOPLAST

OKNOPLAST arbeitet mit über 720 Fachhandelspartnern in Deutschland und der DACH-Region. Der Ablauf in vier Schritten:

  • Aufmaßtermin vereinbaren: Der Fachbetrieb vermisst alle Öffnungen, dokumentiert Laibungstiefe und Wandaufbau und erstellt das Angebot.
  • BAFA-Antrag parallel vorbereiten: Energieberater (energie-effizienz-experten.de) einbinden und Online-Antrag auf mein.bafa.de stellen (ca. 15 Minuten). Erst nach der Zugangsbescheinigung – die kommt typisch innerhalb weniger Werktage per E-Mail – darf der Auftrag erteilt werden.
  • Produkt und Farbe wählen: Standardprogramm (Weiß, Anthrazit, Braun) sichert die kürzeste Produktionszeit. Sonderfolien (Woodec, Mattfolien) verlängern um 5-10 Tage.
  • RAL-konforme Montage sichern: Dreischichtige Anschlussfuge nach DIN 4108 Teil 7, DIN 18542, DIN EN 12207 – Voraussetzung für dauerhafte Dichtheit und Produktgarantie.

Das OKNOPLAST PAVA vereint alle technischen Anforderungen für die Bestandssanierung: 7-Kammer-Rahmenprofil, Bautiefe 82 mm (Rahmen) / 86 mm (Flügel), Uw-Wert ab 0,73 W/(m²K), Schalldämm-Maß Rw 34 dB (ift Rosenheim), Einbruchschutz RC-2 (DIN EN 1627), STV-Trockenverglasungstechnologie, Warmatec-Abstandhalter.

Ist Ihr Haus winterfest? Die Checkliste

Gehen Sie die Liste durch:

  • Spüren Sie Zugluft oder Kälte bei geschlossenem Fenster?
  • Lässt sich das Fenster schwerer schließen als früher?
  • Beschlägt die Innenscheibe bei normalen Raumtemperaturen (über 15 °C)?
  • Finden Sie Schlieren oder einen weißlichen Film zwischen den Scheiben?
  • Dringt Außenlärm nahezu ungedämpft herein?
  • Ist die Raumtemperatur in Fensternähe spürbar kühler als im Rauminneren?
  • Hören Sie bei Wind ein Pfeifen oder Surren?
  • Sind Ihre Heizkosten ohne erkennbaren Grund gestiegen?

Drei oder mehr Antworten mit Ja und Fenster älter als 20 Jahre – sprechen für einen Tausch. Den konkreten Einsparbetrag zeigt der Heizkostenrechner auf dieser Seite. Den ersten Schritt machen Sie mit einem kostenlosen Aufmaßtermin beim OKNOPLAST-Fachhandelspartner.

Häufige Fragen zur Fensterdichtheit

Muss ein undichtes Fenster immer ausgetauscht werden?

Nein. Schwacher Anpressdruck, verhärtete Dichtung oder Zugluft am Rahmen lassen sich oft durch Beschlagregulierung (60-120 € je Fenster) und Dichtungswechsel (80-250 € je Fenster) beheben. EPDM-Dichtungen halten bei regelmäßiger Pflege 15-20 Jahre. Ein Tausch wird sinnvoll, wenn das Profil dauerhaft verformt ist, das Glaspaket schlecht dämmt oder das Problem nach dem Service wiederkehrt.

Was bringt eine Beschlagregulierung und wie funktioniert sie?

Beim Dreh-Kipp-Fenster lassen sich Höhe (über unteres Ecklager), seitliche Position (über oberes Scherenlager) und Anpressdruck (über Schließzapfen) mit einem 4-mm-Inbusschlüssel einstellen. Zeitaufwand: 10-15 Minuten je Fenster selbst, 60-120 € beim Fachbetrieb. Hersteller empfehlen zweimal jährlich eine Sichtkontrolle – das verlängert die Funktionsdauer deutlich.

Was bedeutet DIN 1946-6 beim Fenstertausch?

Werden mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster einer Wohneinheit ausgetauscht (Stückzahl), schreibt DIN 1946-6 (seit 2009) ein Lüftungskonzept vor. Neue Fenster sind dichter als alte – die frühere Fugenlüftung durch Rahmenundichtigkeiten fällt weg. Ohne ausreichenden Luftwechsel steigt die Raumluftfeuchtigkeit, das Schimmelrisiko wächst. Ein Lüftungskonzept klärt, ob natürliche Lüftung reicht oder ob ein dezentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung nötig ist.

Wie lange dauert der Fenstertausch und wann stelle ich den BAFA-Antrag?

Typischerweise sieben bis neun Wochen von der Erstberatung bis zur Montage. Den BAFA-Antrag müssen Sie vor Auftragserteilung stellen – die Zugangsbescheinigung kommt innerhalb weniger Werktage per E-Mail. Wer im September beauftragt, hat die Fenster vor dem ersten Dauerfrost eingebaut.

Gibt es staatliche Förderung für den Fenstertausch?

Ja, Die BAFA fördert über BEG EM mit 15 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 € je Wohneinheit). Voraussetzung: Uw ≤ 0,95 W/(m²K), Antragstellung vor Auftragserteilung, Energieberater (EEE) Pflicht. Stand: BAFA-Merkblatt Juli 2026.

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