Fenster tauschen vor dem Winter: Warum der September 2026 Ihr letztes Zeitfenster ist
Wer jetzt, Mitte September 2026, eine Vermessung beauftragt, kann mit einem Einbau rechnen, bevor die Temperaturen in Deutschland dauerhaft unter +5 °C fallen. Wer bis Ende Oktober wartet, montiert bei Frost – oder schiebt das Projekt auf 2027. Maßgefertigte Kunststofffenster brauchen von der ersten Anfrage bis zum eingebauten Rahmen sieben bis neun Wochen. Diese Spanne lässt sich nicht komprimieren.
Das erfahren Sie in diesem Artikel:
- Warum der September 2026 der letzte Zeitpunkt für einen normgerechten Fenstertausch vor dem Winter ist – mit konkreten Temperaturgrenzen für Montagematerialien.
- Wie der Terminplan von der Vermessung bis zum Einbau aussieht – aufgeschlüsselt nach Kalenderwochen für einen September- und einen Oktober-Auftrag.
Was ein Fenstertausch 2026 kostet, welche Systeme BAFA-fähig sind und welche versteckten Kostenpositionen viele Angebote verschweigen. - Wie die BAFA-Förderung (BEG EM) funktioniert, warum der Antrag zwingend vor dem Handwerkerauftrag gestellt werden muss und wie der aktuelle iSFP-Bonus seit Juli 2026 geregelt ist.
- Woran Sie erkennen, dass Ihre Fenster diesen Winter nicht mehr halten – fünf konkrete Warnsignale mit Test-Anleitungen.
- Welches OKNOPLAST-Fenstersystem sich für die energetische Sanierung im Bestand empfiehlt – mit vollständigen technischen Spezifikationen und Vergleich zu Altfenstern aus den 1980er- und 1990er-Jahren.

Warum gerade September 2026 und nicht Herbst allgemein?
Das OKNOPLAST PAVA mit 7-Kammer-Rahmenprofil und Dreifachverglasung erreicht einen Uw-Wert ab 0,73 W/(m²K). Wer jetzt bestellt, hat den Einbau noch vor Mitte November hinter sich und spart ab der ersten Heizkostenabrechnung 2026/2027. Wer bis Ende Oktober wartet, riskiert Wintermontage oder eine Verschiebung auf das nächste Heizjahr.
Ein Septemberauftrag und ein Oktoberauftrag trennen keine vier Wochen Kalender, sondern zwei Temperaturstufen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) liegt die durchschnittliche Nachttemperatur bundesweit im September bei +9,0 °C – im Oktober sinkt sie auf +5,3 °C. Damit unterschreiten in der zweiten Oktoberhälfte viele Lagen bereits jene Grenzwerte, unterhalb derer Montagematerialien ihre Nennleistung nicht mehr vollständig erreichen.
Drei Grenzwerte, die den Unterschied machen:
- Standard-PU-Schaum: Laut PU-Schaum-Infocenter darf handelsüblicher Montageschaum nicht unter +5 °C Umgebungs- und Untergrundtemperatur verarbeitet werden. Bei niedrigeren Temperaturen sinkt die zur Aushärtung notwendige Luftfeuchtigkeit, die Vernetzungsreaktionen verlangsamen sich – der Schaum wird spröde und bildet eine pulverige Oberfläche. (Quelle: baulinks.de, PU-Schaum-Infocenter)
- Selbstklebende Vorkompressionsbänder: Der Butylkleber haftet nur bei mindestens +5 °C Wandoberflächentemperatur vollflächig. Ein Heizlüfter erwärmt die Luft – das Mauerwerk bleibt kalt. (Quelle: ÖNORM B 5320)
- Fassadenanschlussarbeiten: Optimal bis 0 °C; mit speziellen Frostschutzmitteln bis -10 °C. Unterhalb dieser Werte schließen Standardprodukte aus.
Im September 2026 gilt keiner dieser Vorbehalte. Die bundesweite Tagesdurchschnittstemperatur liegt bei +13,7 °C (langjähriges Mittel DWD, Referenzperiode 1991-2020). Montagen lassen sich nach RAL-Richtlinie vollständig normgerecht ausführen.
Wie viele Wochen bleiben noch – der Terminplan für September 2026?
Von der Erstberatung bis zum montierten Rahmen vergehen in Deutschland typischerweise sieben bis neun Wochen. Den größten Block belegt die Produktion: Maßfenster werden nicht auf Vorrat gefertigt, sondern erst nach freigegebenem Aufmaß in der Werkstatt produziert – vier bis sechs Wochen, nicht verkürzbar. Ein Auftrag aus Kalenderwoche 38/39 (Mitte September 2026) landet mit dem Einbau in KW 44 oder 45, statistisch vor dem ersten Dauerfrost in deutschen Tieflagen.
| Phase | Auftrag KW 38-39 (Mitte Sept. 2026) | Auftrag KW 44-45 (Ende Okt. 2026) |
|---|---|---|
| Beratung + Vermessung | KW 38-39 | KW 44-45 |
| Werkplanung + Freigabe | KW 39-40 (3-7 Tage) | KW 45-46 |
| Produktion (maßgefertigt) | KW 40-44 (4-6 Wochen) | KW 46-50 |
| Logistik + Montageplanung | KW 44-45 | KW 50-52 |
| Einbau | ✓ Nov. 2026 – vor Dauerfrost | ✗ Dez. 2026 / Jan. 2027 – Wintermontage |
Der Puffer existiert nur in eine Richtung: nach hinten. Eine offene Farbfrage, ein fehlendes Aufmaß, eine ungeklärte RC-Klasse – jede Verzögerung schiebt den Einbau um denselben Zeitraum nach hinten. Sonderfarben wie Basaltgrau Matt, Quarzgrau Matt oder Woodec-Dekore verlängern die Produktionszeit gegenüber Standardweiß je nach Beschaffungslage um fünf bis zehn Tage.
Wo die Zeit verloren geht
Lieferzeiten für Standardfenster liegen 2026 bei sechs bis zehn Wochen – deutlich entspannter als in den Engpassjahren 2022-2023, als Wartezeiten bis 16 Wochen normal waren. Trotzdem: Herbst ist Hochsaison. Montageteams sind ausgebucht. Wer im Oktober einen Termin reserviert, bekommt ihn im Dezember. Wer im September reserviert, bekommt ihn im November.
| Phase | Dauer | Häufiger Verzögerungsgrund |
|---|---|---|
| Beratung + Aufmaß | 1-2 Wochen | Terminabstimmung, fehlende Grundrisse |
| Werkplanung + Freigabe | 3-7 Tage | Farbwahl, Sonderverglasung, RC-Klasse offen |
| Produktion | 4-6 Wochen | Nicht verkürzbar – Maßfenster |
| Logistik + Montageplanung | 1-2 Wochen | Auslastung Herbst-Hochsaison |
| Gesamt | 7-9 Wochen |
Was kostet der Fenstertausch und was bleibt nach BAFA?
Ein Kunststofffenster mit Dreifachverglasung (Standardmaß 130 × 130 cm) kostet 2026 inklusive Demontage und Standardmontage zwischen 700 und 1.400 €. Das OKNOPLAST PAVA mit Uw ab 0,73 W/(m²K) liegt als Premium-System bei 1.400 bis 2.200 € pro Einheit. Für ein Einfamilienhaus mit zehn bis zwölf Fenstern ergibt das vor Förderung 12.000 bis 20.000 € – nach 15 % BAFA: 10.200 bis 17.000 €.
| Fenstersystem | Kosten je Fenster (inkl. Einbau) | BAFA-fähig (Uw ≤ 0,95 W/(m²K))? |
|---|---|---|
| Kunststoff Standard (Uw 1,1-1,3) | 500-800 € | ✗ Nein |
| Kunststoff Mittelklasse (Uw 0,80-0,95) | 800-1.100 € | ✓ Ja (15 %) |
| OKNOPLAST PAVA (Uw ab 0,73) | 1.400-2.200 € | ✓ Ja (15 %) |
| OKNOPLAST Winergetic Premium Passiv (Uw ab 0,57) | auf Anfrage | ✓ Ja (15 %) |
Preisbasis: Fenster 130 × 130 cm, Dreifachverglasung, inkl. Demontage und Standardmontage, exkl. Laibungsarbeiten. Quellen: oknoplast.de/blog/fenster-austauschen-kosten-2026 (Stand Aug. 2026).
Wichtige Kostenposition: Laibungsarbeiten – die Anpassung der Fensterlaibung bei Einbau in ältere Wandöffnungen – erscheinen in den meisten Angeboten nicht als Pauschale. Je nach Altbausubstanz kommen 150 bis 500 € pro Fenster hinzu. Wer das bei der Kalkulation auslässt, erlebt die Überraschung auf der Schlussrechnung.

BAFA 2026: Wie läuft die Förderung und welche Frist verpasst man im Oktober?
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Fenstertausch über die Bundesförderung Einzelmaßnahmen (BEG EM) mit 15 % der förderfähigen Kosten. Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) steigt der Satz auf 20 % – allerdings gilt dieser Bonus seit der BEG-Reform vom 21. Juli 2026 erst ab einem Investitionsvolumen von 30.000 € je Wohneinheit. Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 € begrenzt (mit iSFP: 60.000 €). Technische Mindestanforderung: Uw ≤ 0,95 W/(m²K) (Stand: BAFA-Merkblatt Juli 2026).
Die entscheidende Regel, die viele kennen, aber zu spät beachten: Der Antrag muss vor Auftragserteilung gestellt werden. Wer erst bestellt, dann Förderung beantragt, verliert den Anspruch vollständig – ohne Ausnahme.
Der korrekte Ablauf
- Energieberater beauftragen (für Fenstermaßnahmen Pflicht). Der Berater erstellt die Technische Projektbeschreibung (TPB), die dem BAFA-Antrag beiliegt. Kosten für ein Einfamilienhaus: 1.200-2.000 € – ebenfalls förderfähig.
- Angebot einholen, aber keinen Vertrag unterschreiben. Ein Angebot ist kein Auftrag. Erst nach der Zugangsbescheinigung darf der Fachbetrieb beauftragt werden.
- Antrag online stellen unter mein.bafa.de. Zeitaufwand: ca. 15 Minuten. Die automatische Zugangsbescheinigung kommt per E-Mail, in der Regel innerhalb weniger Werktage.
- Fachbetrieb beauftragen – erst nach Eingang der Zugangsbescheinigung. Ab diesem Zeitpunkt läuft der 36-monatige Bewilligungszeitraum.
- Einbau durchführen lassen, Rechnung und Zahlungsnachweis sichern.
- Verwendungsnachweis im BAFA-Portal hochladen. Frist: 6 Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraums. Auszahlung: 4-8 Wochen nach Einreichung.
Zeitkritisch für September 2026: Wer jetzt den Energieberater beauftragt, hat die Zugangsbescheinigung realistisch noch vor Mitte Oktober und kann den Fachbetrieb beauftragen, bevor die Produktionsplanung für das Jahresende ausgebucht ist.
| Parameter | GEG 2024 | BAFA BEG EM | OKNOPLAST PAVA |
|---|---|---|---|
| Uw-Wert (max.) | 1,3 W/(m²K) | 0,95 W/(m²K) | ab 0,73 W/(m²K) ✓ |
| Förderquote | – | 15 % (20 % mit iSFP ab 30.000 €) | erfüllt ✓ |
| Max. förderfähige Kosten/WE | – | 30.000 € (60.000 € mit iSFP) | – |
| Energieberater Pflicht? | – | Ja (EEE, TPB) | – |
| Antrag vor Auftrag? | – | Ja – zwingend | – |
Quellen: BAFA-Merkblatt BEG EM (Juli 2026), GEG § 14 Abs. 1, ift-Rosenheim-Prüfbericht PAVA (Stand Mai 2026).
Ab welcher Temperatur wird die Fenstermontage riskant?
Fenstermontagen nach RAL-Montagerichtlinie sind im September problemlos durchführbar. Das ändert sich, sobald Temperaturen unter +5 °C fallen und das ist keine Empfehlung, sondern eine materialphysikalische Grenze.
Standard-PU-Schaum: die +5-°C-Grenze
Handelsüblicher PU-Montageschaum darf laut PU-Schaum-Infocenter nicht unter +5 °C Umgebungs- und Untergrundtemperatur verarbeitet werden. Bei niedrigen Temperaturen sinkt die zur Aushärtung notwendige Luftfeuchtigkeit, die chemischen Reaktionen verlangsamen sich. Der Schaum wird spröde, bildet eine pulverige Oberfläche und erreicht nicht seine Nennfestigkeit. Ausgehärtet ist er kälteresistent bis -40 °C – das Problem liegt ausschließlich in der Verarbeitungsphase.
Winterschaum (für bis zu -12 °C) löst das Schaumsproblem, schafft aber neue: engere Toleranzen, längere Abbindezeit, und die Oberflächentemperatur des Mauerwerks muss separat geprüft werden. Ein Heizlüfter erwärmt die Luft, nicht den Stein.
Kompribänder und Foliensysteme: Klebeversagen unter +5 °C
Die RAL-Montagerichtlinie – Grundlage sind DIN 4108 Teil 7, DIN 18542 und DIN EN 12207 – fordert eine dreischichtige Abdichtung der Anschlussfuge: innen luftdicht (Dampfbremse), in der Mitte wärmedämmend (PUR-Schaum), außen schlagregendicht und diffusionsoffen. Für beide Abdichtungsebenen kommen selbstklebende Bänder zum Einsatz, deren Butylkleber bei mindestens +5 °C Wandoberflächentemperatur vollflächig haftet.
Fehlt die Verklebung an der inneren Dampfbremsfolie, bildet sich Tauwasser im Falzbereich – oft erst im zweiten oder dritten Winter sichtbar, dann aber mit Schimmelgefahr in der Laibung. Dieser Fehler lässt sich nachträglich kaum beheben, ohne das Fenster auszubauen.
September gegenüber Dezember: ein direkter Vergleich
| Parameter | September 2026 | Dezember/Januar |
|---|---|---|
| Außentemperatur (Tagesdurchschnitt DE) | +13-18 °C | +0 bis -5 °C |
| PU-Schaum Standard | problemlos | Winterschaum erforderlich |
| Kompriband-Verklebung | vollflächig | eingeschränkt / riskant |
| Fassadenanschluss | ohne Zusatzprodukte | Frostschutzmittel nötig |
| Montagezeit je Fenster | 2-4 Std. | 30-50 % länger (Temperaturpausen) |
| RAL-Qualität vollständig erreichbar? | Ja | Mehraufwand, erhöhtes Fehlerrisiko |
Woran erkennen Sie, dass Ihre Fenster diesen Winter nicht mehr halten?
Fenster aus den 1980er- und 1990er-Jahren versagen selten von heute auf morgen. Sie zeigen fünf Symptome, die sich über mehrere Heizperioden aufschichten. Wer sie früh erkennt, plant den Tausch mit Zeitpuffer. Wer sie ignoriert, findet im dritten Winter ein größeres Problem als ein undichtes Fenster.
Fünf Warnsignale im Überblick
- Zug am geschlossenen Rahmen: Die Mitteldichtung ist porös, oder der Anpressdruck des Beschlags reicht nicht mehr aus. Test: Kerze oder Feuerzeug ans geschlossene Fenster halten – flackert die Flamme, ist die Dichtung nicht mehr intakt. Ein Fachservice klärt, ob Beschlag oder Dichtung das Problem ist. Bei Profilen über 20 Jahren lohnt die Regulierung meistens nicht mehr.
- Anlaufen der Innenscheibe im Winter: Bei modernen Dreifachverglasungen ein seltenes Phänomen. Bei Zweifachverglasung aus den 1990ern ein Hinweis darauf, dass der Ug-Wert des Glaspakets über 1,1 W/(m²K) liegt. Kondenswasser am unteren Scheibenrand bedeutet Energieverlust und auf Dauer Schimmelgefahr in der Laibung.
- Weißlicher Film oder Schlieren zwischen den Scheiben: Das Füllgas (Argon) ist entwichen, Feuchtigkeit eingedrungen. Der Scheibenzwischenraum dämmt damit kaum noch besser als einfaches Glas. Regulierung hilft hier nicht – Glaspaket oder Fenster muss ersetzt werden.
- Schwergängiger oder absackender Flügel: Lagerversagen im Beschlag oder Verzug des Profils. Bei schweren Flügeln aus Profilen über 20 Jahren ist eine wirtschaftliche Reparatur selten noch möglich. Die fehlende Dichtfunktion entspricht einem dauerhaft gekippten Fenster.
- Kalte Rahmenzone trotz laufender Heizung: Ältere Einkammer- oder Zweikammerprofile aus den 1980ern verlieren an der Rahmenfläche erheblich mehr Wärme als 7-Kammer-Systeme. Spürbar als 10-15 cm breite Kältezone rund um den Rahmen – kein Heizkörper gleicht das aus.
Ein einzelnes Symptom lässt sich oft per Wartung oder Regulierung beheben. Bei drei oder mehr Anzeichen gleichzeitig und einem Fensteralter über 20 Jahren – spricht die Wirtschaftlichkeitsrechnung für den Tausch. Der richtige Zeitpunkt dafür ist nicht Dezember. Er ist September.
| Parameter | Fenster 1980-1995 | OKNOPLAST PAVA (2026) |
|---|---|---|
| Uw-Wert (gesamt) | 2,5-3,5 W/(m²K) | ab 0,73 W/(m²K) |
| Ug-Wert (Verglasung) | 1,1-2,8 W/(m²K) | 0,5 W/(m²K) |
| Rahmenprofil | 1-2 Kammern (Standard) | 7-Kammer (RAL-Güteklasse A) |
| Schallschutz Rw | 26-28 dB | 34 dB (Referenzverglasung) |
| Einbruchschutz | keine Norm | RC-2 (ift Rosenheim) |
| BAFA-fähig? | Nein | Ja (Uw 0,73 < 0,95-Schwelle) |

Was spart der Fenstertausch konkret – Heizkosten und Amortisation 2026?
Der Verband Fenster + Fassade (VFF) beziffert das Einsparpotenzial beim Austausch einfach verglaster Fenster gegen Dreifachverglasung auf rund 490 kWh pro Fenstereinheit (1,69 m²) und Jahr. Bei einem Einfamilienhaus mit zwölf Einheiten und Altfenstern (Uw 2,8 W/(m²K), Baujahr vor 1980) ergibt das nach OKNOPLAST-Berechnung auf Basis der BBSR-Referenzgebäude-Methodik einen jährlichen Wärmeverlust durch die Fenster von ca. 5.200 kWh – gegenüber ca. 1.400 kWh mit OKNOPLAST PAVA.
| Parameter | Altfenster (Uw 2,8) | OKNOPLAST PAVA (Uw 0,73) |
|---|---|---|
| Wärmeverlust durch Fenster/Jahr | ca. 5.200 kWh | ca. 1.400 kWh |
| Differenz | – | ca. 3.800 kWh/Jahr |
| Heizkostenersparnis (Gas, 12 ct/kWh) | – | ca. 460 €/Jahr |
| Amortisation ohne BAFA | – | ca. 22-30 Jahre |
| Amortisation mit 15 % BAFA | – | ca. 18-25 Jahre |
Berechnungsgrundlage: OKNOPLAST-Berechnung auf Basis der BBSR-Referenzgebäude-Methodik (EFH Bestand, 12 Fenstereinheiten, Heizgradtage 3.600 Kd), Gas 12 ct/kWh (Bundesnetzagentur Referenzpreis 2024). Einsparpotenzial nach VFF/BF-Studie (490 kWh/FE/Jahr). Quellen: oknoplast.de/blog/fenster-austauschen-kosten-2026 (Stand Juni 2026).
Realistischer für viele Bestandsgebäude: Beim Austausch neuerer Zweifachverglasung (Uw ca. 1,8, Baujahr 1990er) gegen PAVA spart dasselbe Haus ca. 700-900 kWh pro Jahr. Der VFF-Datensatz und ein Heizölpreis von 1,20 €/Liter (Juni 2026) ergeben 630-900 € Einsparung für 40 m² Fensterfläche. Diese Zahl ist kleiner als im Einfachglas-Szenario – aber bei steigenden Energiepreisen wird die Amortisationsspanne kürzer.
Welches OKNOPLAST-Fenster eignet sich für die Sanierung im Bestand?
Für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden empfiehlt sich das OKNOPLAST PAVA: 7-Kammer-Rahmenprofil, Bautiefe 82 mm (Rahmen) bzw. 86 mm (Flügel), Uw-Wert ab 0,73 W/(m²K) und serienmäßiger Einbruchschutz RC-2, zertifiziert durch ift Rosenheim. Das abgesenkte Flügelprofil und das Mitteldichtungssystem ermöglichen den Einbau auch in ältere Laibungen mit minimalem Anpassungsaufwand.
| Attribut | Wert – OKNOPLAST PAVA |
|---|---|
| Bautiefe Rahmen / Flügel | 82 mm (Rahmen) / 86 mm (Flügel) |
| Kammern Rahmen / Flügel | 7 / 6 |
| Uw-Wert (Referenzfenster) | ab 0,73 W/(m²K) |
| Ug-Wert Dreifachverglasung | 0,5 W/(m²K) (Glaspaket 4/18/4/18/4 mm) |
| Schalldämm-Maß Rw | 34 dB (Referenzglasung 4/18/3/16/3 mm, laut ift Rosenheim) |
| Einbruchschutz | RC-2, zertifiziert durch ift Rosenheim (DIN EN 1627) |
| Abstandhalter | Warmatec (Warme Kante) |
| Technologie | STV – Statische Trockenverglasungstechnologie |
| GEG 2024 (max. 1,3 W/(m²K)) | konform – Puffer 44 % |
| BAFA BEG EM (max. 0,95 W/(m²K)) | erfüllt – Puffer 23 % ✓ |
Für Bestandsgebäude mit Passivhausanspruch oder KfW-40-Niveau steht das OKNOPLAST Winergetic Premium Passiv bereit: Bautiefe 82 mm, Uw-Wert ab 0,57 W/(m²K), Vierfachverglasung möglich, SpaceBlock-Verstärkung im Profil. Für Sanierungen, bei denen schlanke Profilansichten und maximaler Lichteinfall Vorrang haben, stehen GRANDE CLASSIC und GRANDE ART zur Verfügung – konkrete Uw-Werte entnehmen Sie dem Produktdatenblatt Ihres OKNOPLAST-Fachhandelspartners.
Zur Farbwahl: Weiß, Anthrazit und Braun aus dem Standardprogramm liefern am schnellsten. Sonderfolien der Woodec-Linie (Turner Oak Malt, Turner Oak Toffee, Sheffield Oak, Winchester) und Mattfolien (Basaltgrau Matt, Quarzgrau Matt, Umbragrau Matt) verlängern die Produktionszeit um fünf bis zehn Tage – für September-Aufträge kein Problem, für Oktober-Aufträge ein Risiko.
Vier Schritte für September 2026 – was jetzt konkret zu tun ist
Jede Woche Verzögerung rückt den Einbau näher an kritische Temperaturen und eine ausgebuchte Montagesaison.
- Fachhandelspartner kontaktieren: OKNOPLAST arbeitet mit über 720 Partnerbetrieben in Deutschland und der DACH-Region. Alle bieten einen kostenlosen Aufmaßtermin. Die Erstberatung klärt Maße, Öffnungsart, RC-Klasse und Produktwahl – in der Regel in einem Gespräch am Nachmittag.
- BAFA-Antrag parallel zur Produktwahl vorbereiten. Der OKNOPLAST BAFA-Förderservice koordiniert diesen Schritt. Der Online-Antrag dauert ca. 15 Minuten; die Zugangsbescheinigung kommt innerhalb weniger Werktage per E-Mail.
- Farbwahl früh treffen: Standardprogramm wählen, wenn der Einbau vor Mitte November stehen soll. Sonderfolien und Woodec-Dekore nur buchen, wenn die Werkplanung vor Ende September freigegeben ist.
- Symptome dokumentieren: Fotos der undichten Stellen, anlaufenden Scheiben und kalten Rahmenzonen beschleunigen die Beratung und die Freigabe der Werkzeichnung und erleichtern später den Verwendungsnachweis beim BAFA.
Häufige Fragen zum Fenstertausch im September 2026
Die Antwort ist Terminmathematik, kein Marketing. Maßgefertigte Fenster haben eine Produktionszeit von vier bis sechs Wochen, die sich nicht komprimieren lässt. Zuzüglich Beratung, Werkplanung und Montageplanung ergibt das sieben bis neun Wochen Gesamtvorlauf. Ein Auftrag aus Mitte September landet mit dem Einbau in der zweiten Novemberwoche – noch vor dem ersten Dauerfrost in deutschen Tieflagen. Ein Auftrag aus Ende Oktober landet im Dezember oder Januar. Das ist Physik.
Das GEG 2024 schreibt für ausgetauschte Fenster maximal 1,3 W/(m²K) vor. Für die BAFA-Förderung gilt eine strengere Grenze: Uw ≤ 0,95 W/(m²K). Das OKNOPLAST PAVA liegt mit 0,73 W/(m²K) unter beiden Schwellenwerten – GEG-Puffer 44 %, BAFA-Puffer 23 %.
15 % der förderfähigen Kosten, maximal 30.000 € je Wohneinheit. Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) steigt der Satz auf 20 % – der iSFP-Bonus gilt seit Juli 2026 jedoch erst ab einem Investitionsvolumen von 30.000 €. Der Antrag muss vor Auftragserteilung gestellt werden. Wer zuerst bestellt, verliert den Förderanspruch vollständig. (Stand: BAFA-Merkblatt Juli 2026.)
Zweifachverglasung aus den 1990ern: Ug 1,1 W/(m²K). Dreifachverglasung aktuell: Ug 0,5 W/(m²K) – ein Unterschied von 55 %. Der VFF beziffert die Einsparung beim Austausch unbeschichteter Isolierverglasung gegen Dreifachverglasung auf ca. 630 € pro Jahr bei 40 m² Fensterfläche und einem Heizölpreis von 1,20 €/Liter (Juni 2026). Mit 15 % BAFA verkürzt sich die Amortisationszeit entsprechend.
Ja, aber mit erheblichem Mehraufwand. Handelsüblicher PU-Schaum darf laut PU-Schaum-Infocenter nicht unter +5 °C verarbeitet werden; Kompribänder haften unterhalb dieser Temperatur eingeschränkt. Winterschaum (bis -12 °C) löst das Schaumsproblem, nicht aber das Klebebandproblem. Eine Montage im September oder Oktober sichert dieselbe RAL-Ausführungsqualität – ohne Spezialprodukte und ohne Mehrkosten.
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