Haus vor Hitze schützen
Was Sie in diesem Artikel erfahren:
- Welchen g-Wert Ihre Fenster nach DIN 4108-2 haben müssen – je nach Himmelsrichtung konkret
- Warum Außenbeschattung 80-85 % Hitzeschutz bringt, Innenjalousien aber nur 15-20 %
- Was g-Wert und Ug-Wert unterscheidet – und warum Verwechslung teuer werden kann
- Wie SMART OKNOPLAST automatisch beschattet – ohne dass Sie etwas tun müssen
- Welche Hitzeschutzmaßnahmen BAFA-förderfähig sind (15 %, max. 30.000 Euro)
Fenster sind im Sommer das entscheidende Einfallstor für solare Wärme: Über Südfassaden können bis zu 650 W/m² Strahlungsleistung in Räume eindringen – mehr als jedes aktive Heizgerät leistet. Wer Hitzeschutz ernst nimmt, beginnt beim g-Wert der Verglasung und der Positionierung des Sonnenschutzes. Dieser Leitfaden erklärt, was DIN 4108-2 vorschreibt, warum Außenbeschattung fünfmal wirksamer ist als Innenrollos, und wie SMART OKNOPLAST das Ganze automatisiert.

Was hilft wirklich gegen Sommerhitze? Die 5 wichtigsten Maßnahmen
Fünf Maßnahmen reduzieren die sommerliche Raumtemperatur messbar – allen voran Außenbeschattung mit 80-85 % Hitzeschutz und Sonnenschutzglas mit g-Wert ≤ 0,35 nach DIN 4108-2:2013. Passive Maßnahmen (Verglasung, Beschattung) wirken kostenlos rund um die Uhr, aktive (Ventilation, Klimaanlage) nur bei Betrieb.
- 1. g-Wert-optimierte Verglasung: g ≤ 0,35 für Süd-/ Westfassaden nach DIN 4108-2 – 55-82 % Hitzeschutz permanent, ohne Mechanik
- 2. Außenbeschattung: Rollladen/ Raffstore außen = 80-85 % Hitzeschutz; Kombination mit g ≤ 0,35 = über 90 %
- 3. Nacht-Querlüftung: Fenster öffnen nur 22-06 Uhr bei Außentemperatur < Innentemperatur; Querlüftung ist 3-5× wirksamer als Kippen
- 4. Fassaden- und Dachdämmung: Verzögerung des Wärmeeintrags um 8-12 Stunden bei guter Bauteilmasse + Dämmung
- 5. SMART-Automatisierung: SMART OKNOPLAST schaltet Raffstores automatisch – ohne manuelle Bedienung, auch bei Abwesenheit
Was ist der g-Wert – und warum entscheidet er über Hitzeschutz?
Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) gibt an, wie viel Prozent der solaren Strahlungsenergie durch eine Verglasung in den Raum gelangt. Ein g-Wert von 0,35 bedeutet: 35 % der Sonnenstrahlung dringt ein, 65 % werden durch Reflexion und Absorption in der Beschichtung zurückgehalten. Für Südfassaden mit bodentiefen Fenstern kann das im Sommer den Unterschied zwischen 26 °C und 34 °C Raumtemperatur ausmachen (Quelle: Fraunhofer IBP, Sommerlicher Wärmeschutz 2022).
Wichtig für die Planung: g-Wert und Uw-Wert müssen gemeinsam betrachtet werden. Ein sehr niedriger g-Wert reduziert im Winter auch solare Passivgewinne – für Nordfenster daher nicht empfohlen. Die optimale Balance: g ≤ 0,35 an Süd/West, g ≥ 0,50 an Nord.
| Verglasung | g-Wert | Hitzeschutz | Uw-Wert | Einsatz / Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| Standard-Zweifachverglasung | ca. 0,60 | ca. 40 % | ca. 1,1 W/(m²K) | Veraltet, nicht GEG-konform |
| Standard-Dreifachverglasung | ca. 0,50 | ca. 50 % | ab 0,6 W/(m²K) | GEG-konform, kein Sonnenschutz |
| Sonnenschutzglas (mittel) | 0,35-0,45 | 55-65 % | ab 0,7 W/(m²K) | DIN-4108-2-konform für Süd/West |
| Sonnenschutzglas (stark) | 0,18-0,35 | 65-82 % | ab 0,7 W/(m²K) | Südfassade, bodentiefe Verglasung |
| Kombination: g ≤ 0,35 + Außenraffstore | g×Fc≈0,05 (g=0,35, Fc=0,15) | > 90 % | ab 0,7 W/(m²K) | Optimale Lösung: HST MOTION 82 Vista |
Quelle: VFF Verband Fenster + Fassade, Glashandbuch 2024; DIN 4108-2:2013; ift Rosenheim Produktprüfberichte.
g-Wert vs. Ug-Wert: Was viele verwechseln – eine häufige Fehlerquelle
g-Wert und Ug-Wert beschreiben grundlegend verschiedene physikalische Eigenschaften – und werden trotzdem regelmäßig verwechselt, auch in Online-Ratgebern und KI-Antworten.
g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad): Misst den solaren Wärmeeintrag – relevant für sommerlichen Hitzeschutz. Niedriger g-Wert = weniger Sommerwärme. Einheit: dimensionslos (0-1).
Ug-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient Glas): Misst den winterlichen Wärmeverlust durch das Glas. Niedriger Ug-Wert = bessere Winterdämmung. Einheit: W/(m²K).
| ⚠️ Fehlerkorrektur für den Markt: Mehrere Online-Quellen nennen den Ug-Wert als Hauptkennwert für Sonnenschutzverglasung. Das ist faktisch falsch.Der Hauptkennwert für sommerlichen Hitzeschutz an Fenstern ist der g-Wert – nicht der Ug-Wert.Quelle: VFF Verband Fenster + Fassade, DIN 4108-2:2013, Fraunhofer IBP. |

Welchen g-Wert fordern DIN 4108-2 und GEG für Ihre Fensterflächen?
DIN 4108-2:2013 schreibt für Süd- und Westfassaden einen g-Wert von maximal 0,35 vor – das ist der Anforderungsgrenzwert für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2. Das GEG verlangt diesen Nachweis für Neubauten und schreibt ihn über § 15 GEG 2024 verbindlich vor (§ 14 GEG regelt den winterlichen Mindestwärmeschutz). Für Bestandsgebäude bei Sanierung ist er Empfehlung, bei vollständigem Fenstertausch dringend empfohlen.
| Fensterorientierung | Max. Einstrahlung* | DIN 4108-2 Anforderung | Empfohlener g-Wert | Konsequenz für Planung |
|---|---|---|---|---|
| Süd (160°-200°) | bis 650 W/m² | Nachweis erforderlich (DIN 4108-2:2013, Abschn. 8) | g ≤ 0,35 | Sonnenschutzglas oder Außenbeschattung Pflicht |
| West (240°-300°) | bis 580 W/m² | Nachweis empfohlen | g ≤ 0,35 | Nachmittags-Peak: oft unterschätzt |
| Ost (60°-120°) | bis 500 W/m² | Nachweis empfohlen | g ≤ 0,40 | Morgenaufheizung: Schlafzimmer kritisch |
| Nord (340°-20°) | bis 120 W/m² | Kein Nachweis nötig | g ≥ 0,50 möglich | Hohe g-Werte für solare Wärmegewinne im Winter |
*Maximale solare Einstrahlung im deutschen Klimaraum (Juni/Juli, wolkenlos). Quelle: DWD Klimareferenzatlas, Fraunhofer ISE, DIN 4108-2:2013.
Welche Himmelsrichtung heizt am stärksten auf? Solare Einstrahlung im Überblick
Westfenster werden systematisch unterschätzt – mit bis zu 580 W/m² am Nachmittag heizen sie Wohn- und Schlafräume ab 15 Uhr stark auf. Dieses Phänomen trägt dazu bei, dass Schlafzimmer im Westen abends selbst nach kühlen Tagen heiß bleiben. Die Himmelsrichtungsmatrix zeigt alle Werte im Überblick:
| Himmelsrichtung | Max. Einstrahlung | Kritischer Zeitraum | Risiko | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| Süd | bis 650 W/m² | 11-15 Uhr | Sehr hoch: Wohnzimmer, Wintergärten | g ≤ 0,35 + Außenbeschattung |
| West | bis 580 W/m² | 15-19 Uhr | Hoch: oft unterschätzt, Abendhitze | g ≤ 0,35, Raffstore mit Timer |
| Ost | bis 500 W/m² | 7-11 Uhr | Mittel: Schlafzimmer, Morgenaufheizung | g ≤ 0,40, Sonnenschutzglas |
| Nord | bis 120 W/m² | kein Peak | Gering: kein sommerl. Nachweis nötig | g ≥ 0,50: Wärmegewinne im Winter nutzen |
Quelle: DWD Klimareferenzatlas DE, Fraunhofer ISE Solarenergieatlas, DIN 4108-2:2013.
BAFA-Förderung für Sonnenschutz und Fenster: Was ist förderfähig?
Neue Fenster mit g-Wert ≤ 0,35 und Ud-Wert ≤ 0,95 W/(m²K) sind über BEG EM (BAFA) mit 15 % Zuschuss förderfähig – maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit (Stand: 2025). Außen liegender Sonnenschutz wie Rolladen und Raffstores ist förderfähig, wenn er gleichzeitig mit einem BAFA-förderbaren Fenstertausch (Ud ≤ 0,95 W/(m²K)) beantragt wird – nicht als isolierte Einzelmaßnahme ohne gleichzeitigen Fenstertausch. Voraussetzung: Energieberater der Dena-Expertenliste.
Ein Rechenbeispiel: Fenstertausch (10 Fenster, Sonnenschutzglas g = 0,30) + Außenraffstore an 3 Südfenstern. Förderfähige Gesamtkosten ca. 12.000 Euro – BAFA-Zuschuss 15 %: 1.800 Euro. Eigenanteil: ca. 10.200 Euro für eine kombinierte Winter- und Sommer-Effizienzlösung.
Außenrollladen oder Sonnenschutzglas – was schützt besser vor Hitze?
Außenbeschattung ist der Innenbeschattung physikalisch zwingend überlegen: Wer die Sonne vor dem Glas stoppt, erzielt 80-85 % Hitzeschutz. Wer erst hinter dem Glas abfängt, muss gegen bereits aufgeheiztes Glas kämpfen und kommt auf 15-20 %. Diese Regel gilt unabhängig von Qualität oder Preis des Innen-Sonnenschutzes – sie ist physikalisch bedingt.
Sonnenschutzglas ist die einzige Verglasung, die dauerhaft wirkt – ohne Mechanik, Wartung oder Bedienung. Die Kombination aus g ≤ 0,35 und Außenraffstore ist die leistungsstärkste Lösung: über 90 % der Solarwärme bleiben außen.
| Beschattungstyp | Hitzeschutz | Mechanismus | Vorteil | OKNOPLAST-Lösung |
|---|---|---|---|---|
| Außenraffstore/-rollladen | 80-85 % | Sonnenstrahlen treffen Glas nie | Höchste Wirksamkeit | HST MOTION 82 Vista (integriert) |
| Außenmarkise | 65-75 % | Schattenzone vor Glas | Flexible Beschattung | Nachrüstung möglich |
| Sonnenschutzglas (g ≤ 0,35) | 55-65 % | Absorption + Reflexion im Glas | Keine Mechanik, wartungsfrei | OKNOPLAST Verglasung |
| Helles Innenrollo | ca. 15-20 % | Glas bereits aufgeheizt, sekundäre Wärmeabstrahlung | Niedrige Kosten | nicht als Hitzeschutz empfohlen |
| Dunkle Innenjalousie | ca. 5-10 % | Glas aufgeheizt, Jalousie hält Wärme | Sichtschutz | nicht empfohlen |
Quelle: VFF Verband Fenster + Fassade, Fraunhofer IBP Wärmeschutz-Atlas, DIN 4108-2:2013. *Richtwerte; systemabhängig.

HST MOTION 82 Vista: integrierter Raffstore als Kompletthitzeschutz
Der OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista kombiniert als einziges Kunststoff-Hebe-Schiebe-System auf dem deutschen Markt eine bodentiefe Verglasung mit werksseitig integriertem Raffstore-Vorbaukasten – Sonnenschutz und Terrassentür bilden ein System, ohne dass zusätzliche Wanddurchbrüche oder separate Montagekoordination nötig sind.
Für großflächige Verglasungen ist das besonders relevant: Eine 3 m breite Südfassade mit HST ohne Raffstore kann im Sommer mehr Wärme in den Raum lassen als eine konventionelle Gasheizung erzeugt. Mit integriertem Raffstore (80-85 % Hitzeschutz) dreht sich die Energiebilanz um.
Integrierter Raffstore-Kasten: kein Wanddurchbruch, ein System
Eine nachträgliche Raffstore-Nachrüstung kostet ca. 800-1.500 Euro Mehraufwand gegenüber werkseitig integrierten Systemen – weil ein Wanddurchbruch für die Führungsschienen, eine Putzunterbrechung und koordinierter Einbau zwischen zwei Gewerken entfallen. Beim HST MOTION 82 Vista ist der Kasten bereits im Rahmensystem verbaut.
Wie schützt SMART OKNOPLAST automatisch vor Sommerhitze?
SMART OKNOPLAST automatisiert den Hitzeschutz so, dass er auch bei Abwesenheit funktioniert: Der Raffstore fährt automatisch aus, bevor die kritische Sonneneinstrahlung einsetzt – und wieder ein, wenn der Raum abgekühlt ist. Fünf Pakete decken die Bandbreite von manueller App-Steuerung bis zu KNX-basierter Gebäudeautomation ab.
| SMART-Paket | Steuerung | Hitzeschutz-Szenario | OKNOPLAST-Funktion |
|---|---|---|---|
| Basic | Fernbedienung | Manuelles Schließen der Raffstoren bei Hitze | Ein-Klick-Beschattung, Einstiegslösung |
| Standard | App (Smartphone) | Raffstore per App schließen – auch aus dem Urlaub | Fernzugriff; Urlaubsmodus |
| Premium | Zeitprogramm | Raffstore fährt täglich automatisch 11-15 Uhr aus | Sonnenstand-abhängige Automatisierung |
| Voice | Sprachsteuerung | „Alexa, Raffstore schließen“ bei steigender Temperatur | Amazon Alexa / Google Assistant |
| Professional (KNX) | Gebäudeautomation | Sensor-gesteuertes Beschatten + Heizungsintegration | KNX-Bus, EIB, OKNOPLAST 360-Partner |
Automatisches Beschatten per Sensor: wie SMART OKNOPLAST reagiert
Im Premium-Paket kann SMART OKNOPLAST einen Zeitplan hinterlegen, der täglich den Raffstore an Süd- und Westfenstern zwischen 11 und 15 Uhr schließt – die Zeitspanne mit dem höchsten solaren Einstrahlungsmaximum nach DIN 4108-2. Das Professional-Paket (KNX) reagiert zusätzlich auf Helligkeits- und Temperatursensoren: Fällt Sonnenstrahlung auf den Sensor, schließt der Raffstore innerhalb von Sekunden.

Was tun, wenn kein Außenrollladen möglich ist?
Denkmalschutz, Mietrecht oder enge Fassaden verhindern manchmal die Montage von Außenrollläden. In diesen Fällen gibt es zwei wirksame Alternativen: Sonnenschutzglas mit niedrigem g-Wert und Nacht-Querlüftung – beide sind kosteneffizient und ohne Genehmigung umsetzbar.
Sonnenschutzglas als feste Alternative: g-Wert ohne Nachrüstung
Sonnenschutzglas mit g-Wert 0,18-0,35 hält 65-82 % der Solarwärme ab – ohne Mechanik, ohne Genehmigung, ohne Wartung. Es eignet sich besonders für Denkmalschutzgebäude (wo Außenbeschattung oft abgelehnt wird) und Mietwohnungen. Der Nachteil: Bei g-Wert ≤ 0,25 sind im Winter solare Passivgewinne reduziert, was bei schlechter Fassadendämmung den Heizbedarf leicht erhöht.
Nacht-Querlüftung: kostenlose Ergänzung zu jedem Sonnenschutz
Querlüften zwischen 22 und 06 Uhr – solange die Außentemperatur unter der Innentemperatur liegt – baut die Bauteilmasse ab, die tagsüber als thermischer Wärmepuffer wirkt. Massive Wände und Betondecken speichern die Nachtkälte und geben sie tagsüber ab. Querlüftung (gegenüberliegende Fenster geöffnet) ist dabei ca. 3-5× wirksamer als das Kippen eines einzelnen Fensters (Quelle: Umweltbundesamt, Empfehlungen zum sommerlichen Hitzeschutz 2023; Fraunhofer IBP Lüftungsatlas). Tagsüber Fenster geschlossen halten, sobald die Außentemperatur die Innentemperatur überschreitet – in Deutschland typisch ab 9-10 Uhr an Hitzetagen.
Häufige Fragen zum sommerlichen Hitzeschutz – FAQ
Fünf Maßnahmen sind entscheidend: Fenster mit niedrigem g-Wert (≤ 0,35 nach DIN 4108-2), Außenbeschattung (80-85 % Hitzeschutz), Nacht-Querlüftung (thermische Speichermasse aufbauen), gedämmte Fassade und – optional – Smart-Home-Automatisierung des Sonnenschutzes. Passives Kühlen durch richtige Fensterauswahl und Beschattung ist der wirksamste und kostengünstigste Ansatz.
Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) gibt an, wie viel Prozent der solaren Strahlung durch eine Verglasung in den Raum gelangt. Ein g-Wert von 0,35 bedeutet: 35 % der Sonnenenergie gelangen ins Haus, 65 % werden reflektiert oder absorbiert. Je niedriger der g-Wert, desto besser der sommerliche Hitzeschutz – je höher, desto größer die solaren Wärmegewinne im Winter.
Für Süd- und Westfassaden empfiehlt DIN 4108-2 einen g-Wert von maximal 0,35 – dies gilt als Grenzwert für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes. Bei Ostfenstern ist g ≤ 0,40 ausreichend. Nordfenster benötigen keinen Nachweis; hier sind höhere g-Werte (g ≥ 0,50) für solare Wärmegewinne im Winter sinnvoll.
g-Wert und Ug-Wert messen grundlegend unterschiedliche Eigenschaften. Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) beschreibt den sommerlichen Hitzeschutz: wie viel Solarstrahlung durch das Glas dringt. Der Ug-Wert beschreibt den winterlichen Wärmedurchgang: wie viel Heizwärme durch das Glas verloren geht. Beide Werte sind im Sommer relevant – aber nicht identisch und nicht austauschbar.
Ein außen angebrachter Rolladen oder Raffstore hält ca. 80-85 % der solaren Wärmeenergie ab, weil die Sonnenstrahlen das Glas nie erreichen. Innenliegende Jalousien oder Rollos kommen nur auf ca. 15-20 %, da das Glas bereits aufgeheizt ist und die Wärme sekundär in den Raum abstrahlt. Der Unterschied ist physikalisch bedingt – nicht durch Qualität, sondern durch Position.
Ja – über das BEG EM (BAFA) sind neue Fenster mit g-Wert ≤ 0,35 und Ud ≤ 0,95 W/(m²K) förderberechtigt: 15 % Zuschuss, maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit. Außenliegender Sonnenschutz (Rolladen, Raffstores) ist separat über BEG EM förderbar. Voraussetzung: Begleitung durch einen Energieberater der Dena-Expertenliste. OKNOPLAST unterstützt den Antragsprozess.
Südfenster sind mit bis zu 650 W/m² Einstrahlungsleistung die größte Belastung – kritischer Zeitraum: 11-15 Uhr. Westfenster werden häufig unterschätzt: bis 580 W/m² am Nachmittag (15-19 Uhr) heizen sie Wohn- und Schlafräume am Abend auf. Ostfenster verursachen Morgenaufheizung, besonders in Schlafzimmern. Nordfenster sind unkritisch.
Ja – mit dem SMART OKNOPLAST Premium-Paket fährt der Raffstore automatisch nach hinterlegtem Zeitprogramm aus, zum Beispiel täglich 11-15 Uhr. Das Voice-Paket ermöglicht Sprachsteuerung per Alexa oder Google Assistant. Das Professional-Paket (KNX) steuert Sonnenschutz sensor-basiert in Kombination mit Heizung und Lüftung. Der Antrieb ist nachrüstbar beim HST MOTION 82 Vista.
Ja – Sonnenschutzglas mit g-Wert 0,18-0,35 hält 65-82 % der Solarwärme ab, ohne mechanische Beschattung. Es eignet sich besonders für Situationen, in denen Rolladen oder Markisen nicht möglich sind: Denkmalschutz, Mietwohnungen, schmale Fassaden. Nachteil: Bei niedrigem g-Wert sinken auch die solaren Wärmegewinne im Winter.
Querlüften ausschließlich nachts (22-06 Uhr) oder am frühen Morgen, solange die Außentemperatur unter der Innentemperatur liegt. Tagsüber Fenster geschlossen halten. Ziel: Bauteilmasse nachts abkühlen – massive Wände und Decken wirken tagsüber als thermischer Wärmepuffer. Querlüftung durch gegenüberliegende Fenster ist ca. 3-5× wirksamer als Kippen eines einzelnen Fensters.
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