Terrasse beim Neubau planen: 7 Fehler, die Bauherren machen
Was Sie in diesem Artikel erfahren
- Warum die Terrassentür vor dem WDVS bestellt sein muss – und was eine Verzögerung kostet
- HST, PSK oder Balkontür: Ein direkter Vergleich mit Breiten, Uw-Werten und DIN-18040-Schwelle
- Was DIN 18040 für die Schwellenhöhe konkret bedeutet – mit Millimeterangaben
- Welchen Uw-Wert eine Terrassentür nach GEG 2024 braucht – und wann BAFA greift
- Warum 20 m² für 4 Personen der kritische Richtwert ist – und was Süd-West-Ausrichtung kostet
- Welche Infrastruktur (Strom, Wasser, Smart Home) vor der Bodenplatten-Betonage stehen muss
Sieben Planungsfehler beim Terrassenbau im Neubau fallen nicht bei der Abnahme auf – sondern Jahre später, wenn die Nacharbeit das Dreifache kostet. Die meisten davon betreffen nicht den Belag, sondern die Terrassentür: falscher Typ, zu spät bestellt, falsche Schwellenhöhe, kein Stromanschluss für den Antrieb. Wer diese sieben Fehler kennt, plant die Terrasse beim Neubau einmal richtig.

Was gehört zur Terrassenplanung im Neubau – und wann muss was entschieden sein?
Wer die Terrassenplanung erst nach dem Rohbau angeht, zahlt für jeden nachträglichen Eingriff 500 bis 8.000 Euro mehr – weil fünf von sechs Entscheidungsebenen vor dem Außenputz feststehen müssen. Nur der Belag lässt sich später ohne Mehrkosten festlegen.
Die Terrasse als Teil des Rohbaus – nicht des Gartens
Die Terrassentür, die Leerrohre für Strom und Wasser sowie das Gefaelle der Bodenplatte sind Rohbau-Entscheidungen – keine Gartenentscheidungen. Diese Unterscheidung ist der zentrale Planungsfehler, den alle anderen sechs Fehler auslöst. Eine Hebe-Schiebe-Tür mit 3,50 m Breite benötigt einen präzisen Sturz und eine auf die Leibungstiefe abgestimmte WDVS-Schichtstärke. Beides lässt sich nur vor dem Rohbau festlegen, nicht danach.
Die Bodenplatte legt außerdem das Gefälle der Terrasse fest: 2 cm pro Meter weg vom Haus sind bautechnische Pflicht (DIN 18195). Wer das Gefälle vergisst, baut Staunasse und Frostschäden in den Untergrund ein – ein nachträglicher Ausgleich erfordert Aufstemmen, neue Estrichlösung oder Neugefälleestrich zu Kosten von 2.000 bis 8.000 Euro.
Zeitplan: Was bis wann feststehen muss
Fünf von sechs Planungsstufen beim Terrassenbau müssen vor dem Außenputz abgeschlossen sein – nur der Belag lässt sich ohne Mehrkosten nach dem Einzug festlegen. Die folgende Tabelle zeigt die kritischen Entscheidungspunkte mit den jeweiligen Konsequenzen bei Verzögerung.
| Bauphase | Entscheidung | Frist | Konsequenz bei Verzögerung |
| Entwurfsplanung | Terrassenfläche, Ausrichtung, Grundrissanbindung | Vor Baugenehmigung | Umbau Außenwand kostet 2.000-6.000 € |
| Vor Rohbau | Terrassentür-Typ (HST/PSK/Balkontür), Öffnungsmaß | Vor Bewehrung Bodenplatte | Sturzmass und Leibungstiefe nicht mehr korrigierbar |
| Rohbauphase | Leerrohre Strom/Wasser, Fundament Überdachung | Vor Betonage Bodenplatte | Nachträgliche Installation 3-8× teurer |
| Vor WDVS | Terrassentür liefern und einbauen | Vor Fassadenarbeiten | Leibungsarbeiten komplex, Mehrkosten 500-1.500 € |
| Vor Außenputz | Außenfensterbankle, Dichtanschlüsse RAL | Vor Putzarbeiten | Nässeschäden an Leibung möglich |
| Nach Rohbau | Terrassenbelag (Holz/Stein/WPC) | Flexibel | Kein Zeitdruck – kein Mehraufwand bei späterer Entscheidung |
Tabelle 1: Zeitplan Terrassenplanung im Neubau – Entscheidungspunkte, Fristen und Kostenfolgen bei Verzögerung. Preisbasis: 2026.
Warum muss die Terrassentür vor dem WDVS geplant sein?
Die Terrassentür muss vor Beginn der WDVS-Arbeiten eingebaut sein, weil die Dämmschicht auf die Leibungstiefe der bereits montierten Zarge abgestimmt wird – nicht umgekehrt. Wer die Tür nach dem WDVS liefert, zahlt 500 bis 1.500 Euro Mehrkosten für Rückbau, Leibungsanpassung und Neuverputz.
Fehler 1: Terrassentür nach der Fassade bestellt – was das wirklich kostet
Ein nachträglich geändertes Öffnungsmaß nach abgeschlossenen WDVS-Arbeiten verursacht Kosten von 500 bis 1.500 Euro allein für die Leibungsarbeiten – zuzüglich Gerüstkosten und Wartezeit, wenn der Verputzer bereits im nächsten Bauabschnitt gebunden ist. Das Öffnungsmaß der Terrassentür bestimmt die Sturzbewehrung im Rohbau, die Leibungstiefe nach WDVS und den Anschluss der Außenfensterbank. Alle drei Parameter müssen vor dem ersten WDVS-Dübel feststehen.
Der häufigste Auslöser dieses Fehlers: Bauherren entscheiden sich erst nach der Rohbauabnahme für eine breitere Hebe-Schiebe-Tür, weil sie in einem Showroom eine größere Variante gesehen haben. Die Erweiterung des Sturzes ist dann nur mit Kernbohrung, Trägerkonstruktion und Wanddurchbruch möglich – ein Eingriff, der je nach Wandaufbau 3.000 bis 8.000 Euro kostet.
Fenster vor WDVS: Die Reihenfolge, die kein Baufirma-Prospekt erklärt
Die korrekte Montagereihenfolge im Neubau lautet: Terrassentür montieren, dann WDVS aufbringen, dann Aussenputz, dann Terrassenbelag. Diese Sequenz gilt ohne Ausnahme, weil das WDVS auf die Zarge aufgetrimmt wird – die Dampfsperre und der Anputzwinkel müssen an das bereits eingebaute Bauteil anschließen, nicht umgekehrt. Außerdem schreibt die RAL-Montagenorm einen umlaufenden Dichtanschluss zwischen Zarge und Außenwand vor, der nur vor dem Putz sauber ausgeführt werden kann.
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) – den OKNOPLAST über zertifizierte Energieberater vermittelt – legt diese Reihenfolge verbindlich fest: Fenster und Terrassentüren werden als erste Maßnahme vor der Fassadenarbeiten ausgeführt. Das verhindert die häufigste und teuerste Nacharbeit im Sanierungsbereich.
| Wichtig: Terrassentür-Bestellung mindestens 8-12 Wochen vor WDVS-Beginn einplanen. Produktions- und Lieferzeiten für HST-Türen mit Sondermaßen betragen bei OKNOPLAST typischerweise 6-10 Wochen. |

HST, PSK oder Balkontür: Welche Terrassentür passt zum Neubau?
Die Hebe-Schiebe-Tür (HST) ist für große Terrassenbreiten ab 2,50 m die überlegene Lösung, weil sie bis 6,00 m Breite ohne tragende Mittelstütze realisierbar ist und ab Werk barrierearm mit 18 mm Schwellenhöhe liefert. PSK und Balkontür sind wirtschaftlicher, aber bei Breiten über 2,60 m technisch nicht mehr einsetzbar.
Hebe-Schiebe-Tür (HST): Wenn Öffnungsbreite zählt
Das OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista erreicht Breiten bis 6,00 m bei einem Uw-Wert ab 0,77 W/(m²K) – und ist damit BAFA-fähig und Passivhaus-nah in einem Bauteil. Die abgesenkte Flügelkonstruktion (Vista) reduziert die sichtbare Profilhöhe des unteren Flügelriegels und vergrößert so den lichten Glasanteil. Das Hebe-Schiebe-Prinzip hebt den Flügel beim Öffnen 3 mm an, löst ihn von der Dichtung und schiebt ihn leichtgängig zur Seite – auch bei 200 kg schwerem Mehrscheiben-Glas.
Für den Neubau besonders relevant: Die Bodenschiene des HST wird in die Rohbetonbodenplatte einbetoniert oder auf einen eigens geplanten Montagerahmen gesetzt. Dieser Schritt muss vor der Aussenputzebene feststehen. OKNOPLAST liefert dafür Montagepläne mit Einbaudetails für den Rohbau.
Parallel-Schiebe-Kipp (PSK): Der Mittelweg
Der OKNOPLAST SLIDE (PSK) ist bei Breiten bis 2,60 m die wirtschaftlichere Alternative zur HST – Uw ab 0,79 W/(m²K), BAFA-fähig, mit PSK-Kippstellung für Dauerbelüftung nutzbar. Im Unterschied zur Hebe-Schiebe-Tür bleibt der PSK-Flügel beim Verschieben in der Dichtungsebene – er gleitet, hebt sich nicht an. Das macht PSK etwas schwergängiger bei breiten Formaten, aber robuster bei Mehrfachöffnungen täglich. Die Kippstellung ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber HST: Sie ermöglicht Nächte mit geöffnetem Fenster ohne Sicherheitsrisiko.
Balkontür als Terrassenausgang: Wann sie ausreicht
Eine Dreh-Kipp-Balkontür aus dem OKNOPLAST PAVA-System (Uw ab 0,76 W/(m²K)) ist die günstigste Lösung für Terrassenausgänge bis 1,20 m Breite. Sie benötigt keine Bodenschiene und kein einbetoniertes Schienenprofil – ein Planungsvorteil, wenn das Öffnungsmaß erst spät feststeht. Die Balkontür eignet sich als Zweitausgang vom Schlafzimmer oder Arbeitszimmer zur Terrasse, nicht als Hauptzugang bei größeren Terrassen.
Der direkte Vergleich: Was OKNOPLAST im Neubau anbietet
Alle drei OKNOPLAST-Systeme erfüllen die BAFA-Bedingung Uw ≤ 0,95 W/(m²K) – der entscheidende Unterschied liegt in der maximal realisierbaren Öffnungsbreite, der Schwellenhöhe und dem Schienensystem.
| Kriterium | HST MOTION 82 Vista | SLIDE (PSK) | Balkontür (Dreh-Kipp) |
| Max. Breite | bis 6,00 m | bis 2,60 m | bis 1,20 m |
| Uw ab | 0,77 W/(m²K) | 0,79 W/(m²K) | 0,76 W/(m²K) |
| Schwellenhöhe | ab 18 mm (barrierearm) | ab 20 mm | 0 mm möglich |
| Öffnungsprinzip | Hebeschieben | Parallelschieben + Kippen | Drehen + Kippen |
| Schienensystem | Bodenschiene erforderlich | Bodenschiene erforderlich | Keine Schiene |
| BAFA-fähig? | Ja (Uw ≤ 0,95) | Ja (Uw ≤ 0,95) | Ja (Uw ≤ 0,95) |
| Geeignet für | Große Öffnungen, Panorama | Mittlere Öffnungen, Lüftung | Kleiner Terrassenausgang |
| Smart Home | SMART OKNOPLAST kompatibel | SMART OKNOPLAST kompatibel | SMART OKNOPLAST Basic |
Tabelle 2: Terrassentür-Vergleich für den Neubau. Uw-Werte: Referenzfenster mit Dreifachverglasung Ug = 0,5 W/(m²K), Warmatec-Abstandhalter. Stand: Mai 2026. Genaue Werte bitte mit OKNOPLAST-Fachhandelspartner abstimmen.
Barrierefrei oder barrierearm: Was schreibt DIN 18040 für die Schwelle vor?
Eine Schwellenhöhe über 20 mm ist im privaten Neubau 2026 vermeidbar – und nachträglich nur mit Rampe oder Umbau korrigierbar, was 800 bis 2.500 Euro kostet. Wer im Neubau die richtige Terrassentür wählt, zahlt für Barrierearmheit keinen Aufpreis.
Fehler 2: Schwelle zu hoch geplant – nachträglich fast nicht korrigierbar
Eine Schwelle über 20 mm erzwingt später entweder eine Auffahrrampe (800-1.200 Euro, selten elegant) oder einen kostenintensiven Rückbau der Zargenunterseite. Im Neubau kostet die barrierefreie oder barrierewarme Planung nichts extra: Das OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista hat ab Werk eine Schwellenhöhe von 18 mm. Die einzige Planungsvoraussetzung ist das korrekte Höhenmaß der Rohbodenplatte – das muss mit dem Bodenbeläge-Aufbau (Estrich + Belag) auf die Zargenunterkante abgestimmt sein.
Ein typischer Planungsfehler: Die Rohbodenplatte wird 3 cm zu hoch angesetzt, weil der Belagsaufbau später vergessen wird. Das Ergebnis: Die Terrassenschwelle liegt 3 cm höher als geplant, nachträgliche Absenkung ist nur mit Estricherneuerung möglich.
DIN 18040-2: Was barrierearm und barrierefrei konkret bedeutet
| Standard | Max. Schwellenhöhe | Mindestbreite Durchgang | Typisches Einsatzgebiet |
| Barrierefrei (DIN 18040-2) | 0 mm | 900 mm | Rollstuhlgerecht, Pflegeheim, öffentliche Gebäude |
| Barrierearm (allg. anerkannt) | max. 20 mm | 800 mm | Privater Neubau, altersgerechtes Wohnen |
| Standard (keine Norm) | bis 50 mm | keine Vorgabe | Ältere Bestandsbauten |
| OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista | ab 18 mm | bis 6.000 mm | Barrierearm ab Werk – ohne Aufpreis im Neubau |
Tabelle 3: Schwellenhöhe nach DIN 18040-2 und allgemein anerkannten Regeln der Technik. Stand: Mai 2026.
Fehler 3: Gefälle der Terrasse vergessen – 2 % sind Pflicht, nicht Option
Das Gefälle von 2 cm pro Meter (2 %) ist in DIN 18195 (Abdichtung von Bauwerken) verankert und darf nicht unterschritten werden, da andernfalls Staunasse und Frostschäden im Unterbau entstehen. Bei 4 m Terrassentiefe bedeutet das 8 cm Höhenunterschied zwischen Hauskante und Terrassenrand – ein Betrag, der beim Auskofferungsplan und der Bodenplattenhöhe berücksichtigt werden muss. Die Auskofferungstiefe für eine frostsichere Terrasse beträgt laut DIN 18300 mindestens 30 bis 40 cm, abhängig von der Klimazone.
Das Gefälle wird oft in der Entwurfsphase korrekt geplant und dann im Rohbau vergessen, weil die Höhenkoten nicht an den Polier übergeben werden. Empfehlung: Gefälle als expliziten Punkt in das Rohbauprotokoll aufnehmen.

Welchen Uw-Wert braucht eine Terrassentür nach GEG 2024 – und wann greift die BAFA-Förderung?
Im Neubau schreibt das GEG 2024 keinen Einzel-Uw-Wert für die Terrassentür vor – maßgeblich ist der Jahres-Primärenergiebedarf des Gesamtgebäudes. Für die BAFA-Förderung (BEG EM) gilt dagegen Uw ≤ 0,95 W/(m²K) als harte Bedingung, die alle OKNOPLAST HST- und PSK-Systeme erfüllen.
GEG §48 und Terrassentür: Gesetz vs. Förderung
GEG §48 gilt ausschließlich für den Austausch im Bestand, nicht für den Neubau. Im Neubau ist die Terrassentür Teil der Wärmeschutzberechnung des Gesamtgebäudes nach GEG §10. Ein niedrigerer Uw-Wert der Tür verbessert die Gebäudehüllen-Bilanz und kann den Sprung auf eine höhere KfW-Effizienzklasse (z. B. EH 40 statt EH 55) ermöglichen. Das wirkt sich direkt auf die KfW-Kredithöhe und den Tilgungszuschuss aus.
BAFA-Förderung für Terrassentüren: Wann und wie viel?
Die BAFA-Förderung über BEG EM (Einzelmaßnahmen) gewährt 15 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten der Terrassentür inkl. Montage, wenn Uw ≤ 0,95 W/(m²K) erreicht wird. Der maximale Zuschuss je Wohneinheit beträgt 4.500 Euro (bei 30.000 Euro förderfähigen Kosten). Mit iSFP-Bonus steigt die Förderung auf 20 %.
| Regelwerk | Uw-Anforderung | Gilt für | Konsequenz |
| GEG §48 (Austausch Bestand) | ≤ 1,3 W/(m²K) | Sanierung im Bestand | Gesetzliche Pflicht, Bauämter prüfen bei Modernisierung |
| GEG Neubau (Gebäudebilanz) | Kein Einzelwert – Bilanzierung | EFH Neubau | Terrassentür beeinflusst Jahres-Primärenergiebedarf |
| BAFA BEG EM (Förderung) | ≤ 0,95 W/(m²K) | Neubau + Sanierung | 15 % Zuschuss, Antrag vor Auftragserteilung bei BAFA |
| KfW 261 (Effizienzhaus) | Teil der Gebäude-Bilanz | Neubau KfW-Standard | Niedrigerer Uw verbessert Effizienzhaus-Einstufung |
Tabelle 4: GEG-Anforderungen vs. BAFA-Bedingung für Terrassentüren im Neubau und Bestand. Stand: Mai 2026.
| Hinweis: Der BAFA-Antrag muss vor Auftragserteilung gestellt werden. OKNOPLAST Deutschland vermittelt auf Anfrage zertifizierte Energieberater der dena-Expertenliste für den iSFP und die BAFA-Antragsstellung. |
Fehler 4-5: Terrassenfläche unterschätzt und Ausrichtung nicht durchdacht
Eine zu kleine Terrasse ist der am häufigsten bereute Planungsfehler im Neubau – laut Umfragen unter Eigenheimbesitzern geben mehr als 60 % an, ihre Terrasse würden sie beim nächsten Mal größer planen. Eine zu große Terrasse bereut dagegen kaum jemand.
Fehler 4: Terrasse zu klein geplant – Richtwerte und Faustregeln
20 m² sind der kritische Richtwert für 4 Personen mit Esstisch, vier Stühlen und einem Bewegungsradius zum Setzen und Aufstehen – das bestätigt die AI Overview-Auswertung (2026). Wer zusätzlich einen Grill, eine Liege oder Blumenkübel aufstellen möchte, braucht mindestens 25 m². Die Mindesttiefe von 3 m ist keine Faustregel, sondern Ergonomie: Stuhl nach hinten rücken (0,8 m) + Tischfläche (0,9 m) + gegenüberstehende Stühle und Bewegungsraum (1,3 m) = 3,0 m netto.
| Nutzung / Personenzahl | Empfohlene Fläche | Mindesttiefe | Hinweis |
| 2 Personen, Sitzecke | 10-15 m² | 2,5 m | Ausreichend für Bistrotisch und zwei Stühle |
| 4 Personen, Esstisch | 18-22 m² | 3,0 m | AI Overview: 20 m² als Richtwert bestätigt |
| 6-8 Personen, Grill + Lounge | 25-32 m² | 3,5 m | AI Overview: 25-30 m² bei größeren Runden |
| Familie mit Spielbereich | 35-45 m² | 4,0 m | Pufferzone zum Garten und Spielfläche sinnvoll |
| Ausrichtung Richtung Süd-West | + 15-20 % Fläche | – | Zusätzlicher Platz für Sonnenschutz-Möbel einkalkulieren |
Tabelle 5: Empfohlene Terrassengrößen nach Nutzung und Personenzahl. Quellen: AI Overview 2026, weberhaus.de, eigene Berechnung.
Ein Terrassenüberdachung – Pergola oder festes Glasdach – ist in den meisten Bundesländern bis 30 m² Grundfläche genehmigungsfrei. Die Fundamentpunkte für Stützen müssen jedoch vor dem Terrassenbelag betoniert werden. Wer die Überdachung erst später plant, muss den fertigen Belag aufstemmen – Mehrkosten: 500 bis 1.500 Euro.
Fehler 5: Ausrichtung nach Norden oder ohne Schattenkalkulation
Süd-West-Ausrichtung liefert die längsten Abendstunden auf der Terrasse – und damit den größten Nutzungskomfort für Familien, die die Terrasse abends nach der Arbeit nutzen. Reine Süd-Ausrichtung maximiert die Sonnenstunden insgesamt, erfordert aber ab 2 m Terrassentiefe zwingend einen Sonnenschutz (Markise oder Raffstore), da die Terrasse im Sommer überhitzt und de facto unnutzbar wird.
Wer eine Hebe-Schiebe-Tür mit Raffstore-Vorbaukasten plant – wie beim HST MOTION 82 Vista mit integriertem Vorbaukasten möglich – kombiniert Sonnenschutz und Terrassentür in einem Bauteil. Der Raffstore fährt bei Bedarf aus dem im Sturz integrierten Kasten – keine sichtbaren Schienen außen, kein nachträglicher Eingriff in die Fassade.

Fehler 6-7: Infrastruktur vergessen – Strom, Wasser und Smart Home rechtzeitig einplanen
Leerrohre für Strom, Wasser und Datenkabel kosten im Rohbau 200 bis 500 Euro extra – nachträglich unter einem fertig verlegten Terrassenbelag sind sie mit 1.500 bis 4.000 Euro zu veranschlagen. Diese Infrastruktur muss vor Betonage der Bodenplatte feststehen.
Fehler 6: Leerrohre nicht eingeplant – nachträglich 3× so teuer
Jede gut geplante Terrasse braucht mindestens einen Außenstromkreis (Beleuchtung, Steckdose), einen Wasseranschluss (Gartenbewässerung) und idealerweise ein Datenleerrohr (LAN oder KNX für Smart Home). Diese drei Leerrohre werden vor der Bodenplatten-Betonage eingelegt – Kostenposition im Rohbau: ca. 80-150 Euro pro Leerrohr inkl. Einlegen und Beschriftung.
Ohne diese Vorbereitung verlaufen die Kabel später sichtbar über die Terrassenfläche oder müssen durch kostenintensives Stemmen und Kernbohren unter den Belag geführt werden. Bei Natursteinplatten oder WPC-Terrassen ist nachträgliches Unterführen technisch möglich, aber aufwändig. Bei Betonwerksteinplatten auf Estrich ist es praktisch unmöglich ohne Teilabriss.
Fehler 7: Smart-Home-Anschluss für Terrassentür und Rolllaeden vergessen
Wer im Neubau keinen 230-V-Anschluss für Terrassentür-Antrieb und Rolllaeden vorbereitet, zahlt pro Bauteil nachträglich 300 bis 800 Euro für Elektroarbeiten – zuzüglich Putz- und Malerkosten. SMART OKNOPLAST erfordert pro Antrieb (Terrassentür, Rollladen, Raffstore) einen 230-V-Stromanschluss und optional ein KNX-Datenkabel; beide müssen vor Betonage der Bodenplatte oder vor Einbau des WDVS verlegt sein.
SMART OKNOPLAST ist in fünf Paketen von Basic bis Professional/KNX verfügbar. Für den Neubau empfiehlt sich mindestens das Standard-Paket mit App-Steuerung von Terrassentür und Raffstore. Die Systemauswahl (WiFi oder KNX) muss vor der Elektroplanung feststehen, da KNX andere Verkabelung erfordert als WiFi-basierte Lösungen.
Häufige Fragen zur Terrassenplanung im Neubau
Spätestens vor Beginn der WDVS-Arbeiten – idealerweise bereits in der Rohbauphase, da Sturzmass und Leibungstiefe dann noch ohne Mehrkosten angepasst werden können. Bei HST-Türen mit Sondermaßen (Breite über 3,00 m) sollte die Bestellung 10-14 Wochen vor dem geplanten Einbautermin erfolgen.
2,00 m × 2,10 m (B × H) ist das gängige Mindestmaß für einen komfortablen Terrassenausgang – das OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista ist in Breiten von 1,50 m bis 6,00 m und Höhen bis 2,60 m lieferbar. Größere Formate sind als Sondermaß auf Anfrage möglich.
In den meisten Bundesländern ist eine Vergrößerung der Wanddurchbrechung gegenüber dem genehmigten Grundriss baugenehmigungspflichtig – der Austausch in gleicher Größe ist dagegen in der Regel genehmigungsfrei. Maßgeblich ist die jeweilige Landesbauordnung (LBO); Ihr OKNOPLAST-Fachhandelspartner kann die formalen Anforderungen für Ihre Region klären.
Eine einfache Betonstein-Terrasse mit Unterbau kostet 80-120 Euro/m², Natursteinplatten 150-300 Euro/m², WPC-Holzdielen auf Stellfüßen 120-200 Euro/m² – jeweils inkl. Unterbau und Verlegung. Eine 25-m²-Terrasse mit Betonstein kostet damit 2.000-3.000 Euro, mit Naturstein 3.750-7.500 Euro. Hinzu kommt die Terrassentür (1.400-2.200 Euro für OKNOPLAST PAVA oder 2.500-6.000 Euro für HST MOTION 82 Vista je nach Format).
Nein – barrierefrei (0 mm Schwelle) ist im privaten Neubau nicht gesetzlich vorgeschrieben. Barrierearm (max. 20 mm Schwelle) ist jedoch mit dem OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista ab Werk ohne Aufpreis realisierbar und wird von Architekten und Energieberatern für zukunftssicheres Bauen empfohlen, da Umbaukosten im Alter entfallen.
Terrassenbelag und Überdachung können nachträglich ohne Einschränkungen ergänzt werden. Die Bodenschiene für eine HST-Tür, alle Leerrohre sowie die Fundamentpunkte für eine Terrassenpergola müssen hingegen vor der Bodenplatten-Betonage eingeplant sein – eine nachträgliche Kernbohrung durch eine Bodenplatte ist aufwendig und teuer.
Feinsteinzeug und Betonplatten erfordern keine jährliche Behandlung, sind resistent gegen Frost und UV und leicht zu reinigen. Holz und WPC erfordern regelmäßige Pflege (Holz jährlich ölen, WPC gelegentlich reinigen), punkten aber mit angenehmer Wärme unter nackten Füßen. Naturstein ist hochwertiger, aber pflegeintensiver und frostempfindlicher – eine Imprägnierung alle 2-3 Jahre ist notwendig.
Ja – 200 bis 400 Euro für Leerrohre im Rohbau sparen später 600 bis 3.200 Euro Elektrokosten pro Bauteil. SMART OKNOPLAST (Basic bis Professional/KNX) ermöglicht App-Steuerung, Zeitschaltprogramme und Sprachsteuerung ohne nachträglichen Rückbau – vorausgesetzt, die Leerrohre sind von Anfang an eingeplant.
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