Schimmel nach Fenstertausch vermeiden – Ursachen, Bauphysik und wirksame Gegenmaßnahmen
In diesem Stil – für den Schimmel-Artikel:
Was Sie aus diesem Artikel erfahren:
- Warum neue, gut dämmende Fenster ausgerechnet Schimmel an Wänden und Ecken verursachen können – und welches bauphysikalische Prinzip dahintersteckt.
- Was Taupunkt und Wandoberflächentemperatur miteinander zu tun haben – erklärt mit konkreten Rechenbeispielen für typische Altbauwohnungen.
- An welchen Stellen Schimmel nach dem Fenstertausch am häufigsten auftritt und warum Laibung, Gebäudeecken und möblierte Außenwände besondere Risikobereiche sind.
- Welche vier Maßnahmen – von der Laibungsdämmung über die Fassadensanierung bis zum Lüftungskonzept – das Problem dauerhaft beheben, inklusive Kosten und Wirkungsvergleich.
- Wie richtiges Lüften nach dem Fenstertausch funktioniert, warum Kipplüftung mehr schadet als nützt und ab welchem Feuchtigkeitswert Sie sofort handeln sollten.
- Wann eine technische Lüftungsanlage sinnvoller ist als manuelles Stoßlüften – und wann ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 gesetzlich vorgeschrieben ist.

Neue Fenster einbauen – und wenige Wochen später tauchen schwarze Flecken in den Wandecken auf. Das kennen Tausende Altbaubesitzer aus leidvoller Erfahrung. Fast immer lautet der Rat: „Mehr lüften“ Richtig ist das nicht falsch, aber zu kurz gegriffen. Wer die eigentliche Ursache kennt – eine veränderte Temperaturverteilung in der Wand – versteht, warum Belüftung allein das Problem nicht löst. Dieser Artikel legt die Bauphysik dahinter offen und benennt vier Maßnahmen, die Schimmel nach dem Fenstertausch sicher verhindern.
Warum entsteht Schimmel nach dem Fenstertausch – obwohl neue Fenster besser dämmen?
Das klingt widersprüchlich – lässt sich aber bauphysikalisch präzise erklären. Alte Einfach- oder veraltete Doppelfenster haben U-Werte zwischen 2,5 und 3,5 W/(m²K). Damit sind sie die kälteste Fläche im Raum – kälter als Wand und Ecken. Steigt die Luftfeuchtigkeit, kondensiert Wasser am Glas. Die Wand bleibt trocken.
Das Missverständnis: kein Lüftungsproblem, sondern ein Temperaturproblem
Sobald moderne Dreifachverglasung oder hochwertiges Zweifachglas eingebaut wird, dreht sich dieses Verhältnis um. Das neue Fenster mit Uw 0,76 bis 1,3 W/(m²K) ist nun wärmer als die ungedämmte Altbauwand mit U-Wert 1,5 bis 2,0 W/(m²K). Die kälteste Fläche im Raum ist nicht mehr das Glas, sondern die Wandecke. Kondensiert Feuchtigkeit, tut sie das dort: in der Ecke, hinter dem Schrank, in der Laibung.
Mehr lüften reduziert die Luftfeuchte und senkt damit das Risiko – beseitigt aber nicht die kalte Wandoberfläche. Solange die Ecke kälter ist als der Taupunkt der Raumluft, kondensiert Wasser. Die einzige nachhaltige Gegenwehr: die Wandoberflächentemperatur erhöhen.
Was sich an den Temperaturverhältnissen ändert
Bei alten Fenstern mit U-Wert 2,8 W/(m²K) und −10°C draußen liegt die Wandinnenseite bei rund 15°C, die Ecke bei 12°C, die Scheibe bei 9 bis 10°C. Kondensation am Fenster – Wand sicher. Nach dem Austausch gegen Uw 0,76 W/(m²K) steigt die Glastemperatur auf über 18°C. Die Wandecke verharrt bei 11 bis 12°C. Sie ist jetzt die kälteste Stelle im Raum.
Tabelle 1: Uw-Werte und Oberflächentemperaturen im Vergleich
| Bauteil / Fenster | Uw / U-Wert | Oberflächentemp. innen (Außen −10°C) | Schimmelrisiko |
| Altbau-Einfachglas | 2,5-3,5 W/(m²K) | ca. 8-10°C – kälteste Fläche | Kondensation am Fenster, Wand trocken |
| Altbau-Doppelglas (alt) | 2,0-2,8 W/(m²K) | ca. 10-12°C | Scheibe kondensiert, Ecken noch sicher |
| Neues Kunststofffenster 2-fach WS | 1,1-1,3 W/(m²K) | ca. 16-18°C | Fenster warm – Wand wird kälteste Stelle |
| OKNOPLAST PAVA / Winergetic 3-fach | 0,67-0,76 W/(m²K) | ca. 18-20°C | Fenster sehr warm – Wand entscheidend |
| Ungedämmte Altbauwand (Vollziegel) | 1,5-2,0 W/(m²K) | ca. 12-15°C, Ecke oft unter 11°C | ⚠️ Kritisch nach Fenstertausch ohne Dämmung |
Bauphysik kurz erklärt: Taupunkt und Kondensation an Wänden
Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte. Trifft sie auf eine kühlere Oberfläche, sinkt ihre Aufnahmekapazität – bis bei 100 % relativer Feuchte das Wasser kondensiert. Diesen Grenzwert nennt die Bauphysik Taupunkt.
Was ist der Taupunkt – und warum ist er für Wände relevant?
Schimmelsporen keimen dauerhaft ab etwa 80 % relativer Oberflächenfeuchte – das liegt wenige Grad oberhalb des Taupunkts. Das Umweltbundesamt empfiehlt, die Raumluftfeuchte auf maximal 50 bis 60 % zu halten. Aber selbst korrektes Lüftungsverhalten schützt nicht, wenn eine Wandecke dauerhaft zu kalt bleibt.
Rechenbeispiel: Acht Grad Abkühlung reichen für Kondensation
Ein Vier-Personen-Haushalt gibt laut Verband Fenster + Fassade (VFF) täglich 6 bis 12 Liter Wasser als Dampf ab – durch Kochen, Duschen, Atmen. Hat die Raumluft 20°C bei 60 % relativer Feuchte, liegt der Taupunkt bei 12°C. Kühlt die Wandecke im Winter auf 11°C ab – in ungedämmten Altbauten völlig realistisch – setzt Kondensation ein. Schimmelwachstum beginnt.
Tabelle 2: Taupunkt-Rechenbeispiele für typische Wohnräume
| Raumtemp. | Rel. Luftfeuchte | Taupunkt (Kondensation ab) | Risiko an der Wandecke |
| 20°C | 50 % | 9,3°C | Gering – Ecke meist über 11°C |
| 20°C | 60 % | 12,0°C | ⚠️ Kritisch wenn Ecke unter 12°C |
| 20°C | 65 % | 13,2°C | ❌ Hoch – Ecke fast immer betroffen |
| 22°C | 60 % | 13,9°C | ❌ Sehr hoch nach Fenstertausch ohne Laibungsdämmung |
Wo entsteht Schimmel nach dem Fenstertausch am häufigsten?
Die Flecken erscheinen nicht zufällig. Geometrie und gestörte Luftzirkulation bestimmen die Risikostellen.
Gebäudeecken – die klassische Schimmelstelle
Ecken zweier Außenwände sind geometrische Wärmebrücken: Die Innenfläche ist kleiner als die Außenfläche, Stahlbetondecken leiten Kälte direkt nach innen. Nach dem Fenstertausch sind diese Ecken fast immer der kälteste Punkt im Raum – erste Adresse für Kondensat.
Fensterlaibung – das unterschätzte Risiko
Die senkrechte Fläche zwischen Rahmen und Mauerwerk war bei alten Fenstern durch den Wärmestrom durchs Glas indirekt erwärmt. Nach dem Austausch fällt diese Erwärmung weg. Die Laibung wird zur neuen Kältebrücke – und oft zeigt sich dort der erste Schimmelfilm, wenige Wochen nach dem Einbau.
Bereiche hinter Möbeln und Vorhängen
Ein Schrank direkt an der Außenwand blockiert die Luftzirkulation. Die Luft dahinter ist kälter und feuchter, weil Heizungswärme nicht hingelangt. 5 bis 10 cm Abstand zur Wand reichen als sofortige Abhilfe.

Wie lässt sich Schimmel nach dem Fenstertausch dauerhaft verhindern?
Vier Maßnahmen wirken strukturell – nicht als temporäres Pflaster.
Maßnahme 1: Laibungsdämmung und Mindestwärmeschutz rund ums Fenster
GEG § 16a und DIN 4108 verlangen beim Fenstertausch einen Mindestwarmschutz im Anschlussbereich. Praktisch heißt das: Laibung, Brüstung und Sturz mit 20 bis 30 mm Dämmplatten aus Mineralwolle oder Polystyrol versehen. Kosten: 200 bis 600 Euro pro Fenster inklusive Montage. Der Effekt: Die Laibungsoberfläche erwärmt sich um 4 bis 8°C – das Kondensationsrisiko verschwindet.
Maßnahme 2: Fassadendämmung kombiniert mit dem Fenstertausch
Wer beides gleichzeitig angeht, löst das Temperaturproblem an der Wurzel. 14 cm WDVS-Außendämmung hebt die Wandinnenseite selbst bei −10°C auf 18 bis 19°C – Kondensation ist dann physikalisch ausgeschlossen. Fachverband GFF und Zukunft Altbau empfehlen diese Kombination ausdrücklich, weil Fenster dabei tiefer in die Dämmebene gesetzt werden und Wärmebrücken am Anschluss nahezu verschwinden.
Maßnahme 3: Lüftungskonzept nach DIN 1946-6
Werden mehr als ein Drittel der Fensterfläche erneuert, ist ein Lüftungskonzept gesetzlich vorgeschrieben. Alte, undichte Fenster erneuerten die Raumluft 2 bis 4 Mal täglich von selbst – neue Fenster bringen diesen Wert auf 0,01. Ohne technischen Ausgleich steigt die Luftfeuchte langfristig in kritische Bereiche. Der Fachbetrieb muss prüfen und bei Bedarf eine Planung vorlegen.
Maßnahme 4: Fachgerechte Montage nach RAL-Leitfaden
Wärmebrücken entstehen häufig nicht durch fehlende Dämmung, sondern durch unkorrekte Montage. Ein Rahmen, der direkt auf kaltem Mauerwerk aufliegt statt auf einer Einbaukonsole in der Dämmebene, bildet eine thermische Beipassverbindung. RAL schreibt drei Abdichtungslagen vor: innen luftdicht, mitte schlagregensicher, außen diffusionsoffen. Nur so sind die deklarierten Uw-Werte im eingebauten Zustand tatsächlich wirksam.
Tabelle 3: 4 Maßnahmen im Vergleich
| Maßnahme | Wirkung | Aufwand / Kosten | Empfehlung |
| Laibungsdämmung | Hoch | 200-600 € | Immer beim Fenstertausch mitplanen |
| Fassadendämmung | Sehr hoch | 80-200 €/m² | Optimal: gleichzeitig mit Fenstertausch |
| Lüftungskonzept / Anlage | Mittel bis hoch | 1.500-5.000 € dezentral | Pflicht bei >⅓ Fensterfläche erneuert |
| RAL-konforme Montage | Hoch (Wärmebrücken) | Im Montagepreis inbegriffen | Nur durch geschulten Fachbetrieb |
Wie lüftet man richtig nach dem Fenstertausch?
Lüften beseitigt die Ursache nicht – aber es ist der wichtigste Sofortschutz, bis strukturelle Maßnahmen umgesetzt sind. Und die Methode macht den Unterschied.
Stoßlüften: das einzig wirksame Prinzip
Kipplüftung bringt kaum etwas. Das leicht geöffnete Fenster kühlt die Laibung aus – genau die Fläche, die danach schimmelt – ohne nennenswert Feuchtigkeit abzutransportieren. Wirksam ist nur das Stoßlüften: Fenster weit öffnen, Querzug durch gegenüberliegende Fenster erzeugen, kurz aber intensiv. Das Umweltbundesamt empfiehlt mindestens zwei- bis viermal täglich.
Hygrometer: 20 Euro für zuverlässige Kontrolle
Ein einfaches Hygrometer zeigt die relative Raumluftfeuchte. Der Verband Privater Bauherren empfiehlt: Ab 60 % sofort lüften. Zielwert im Wohnraum: 40 bis 55 %. Das Gerät gehört nicht ans Fenster oder an die Außenwand, sondern in Raumwandmitte – dort, wo die mittlere Raumfeuchte messbar ist.
Tabelle 4: Lüftungsdauer nach Außentemperatur (Empfehlung VFF)
| Außentemperatur | Lüftungsdauer | Häufigkeit | Hinweis |
| Unter 0°C | 5 Min. | 3-4× täglich | Heizkörper während Lüftung abdrehen |
| 0°C bis 10°C | 10 Min. | 2-3× täglich | Fenster weit öffnen, Querzug erzeugen |
| 10°C bis 20°C | 15 Min. | 2× täglich | Ideal: morgens und abends |
| Über 20°C (Sommer) | Früh morgens oder nachts | 1-2× täglich | Tagsblüftung kühlt Luft kaum – nachts lüften |
Kipplüftung: mehr Schaden als Nutzen
Dauerhaft gekippte Fenster kühlen die Laibung bei −5°C auf Außenlufttemperatur ab – das erzeugt genau dort Kondensat, wo später Schimmel wächst. Energetisch ist diese Variante zudem ineffizient: Heizwärme entweicht kontinuierlich, ohne den gewünschten Luftwechsel zu erzielen.

Wann ist eine Lüftungsanlage sinnvoller als manuelles Lüften?
Wer berufstätig ist, vermietet oder älteren Menschen eine Wohnung überlässt, kann nicht auf konsequentes Stoßlüften mehrmals täglich zählen. Technische Lüftung ist hier die zuverlässigere Lösung.
Fensterfalzlüfter und Aufsatzlüfter
Die günstigste Nachrüstlösung: Fensterfalzlüfter (30 bis 80 Euro pro Fenster) ermöglichen einen kontrollierten Grundluftwechsel von 15 bis 30 m³/h – ohne Einbauaufwand, ohne Kanalarbeiten. Energetisch nicht perfekt, aber weit wirkungsvoller als gar keine Lüftung.
Dezentrale Lüftungsanlage mit Wämerückgewinnung
Dezentrale Geräte (1.500 bis 5.000 Euro inklusive Einbau) bohören durch die Außenwand – kein Kanalsystem nötig, kein Eingriff in tragende Wände. Wämerückgewinnung von 85 bis 92 %, Feinstaub- und Pollenfilter integriert. Ideal für sanierte Altbauten, bei denen nachträglich keine Zentrallüftung verlegt werden kann.
Ab wann ist das Lüftungskonzept gesetzlich vorgeschrieben?
DIN 1946-6 verpflichtet zur Lüftungsplanung, wenn bei Einfamilienhäusern mehr als ein Drittel der Fensterfläche oder ein Drittel des Dachstuhls abgedichtet werden. Der ausführende Fachbetrieb trägt die Prüfpflicht und muss bei Bedarf eine Planung vorlegen. Wer das ignoriert, riskiert bei späterem Schimmelbefall juristische Auseinandersetzungen und teure Folgesanierungen.
Schimmel nach Fenstertausch im Altbau: besondere Risikofaktoren
Gebäude der 1950er- bis 1970er-Jahre vereinen mehrere ungünstige Eigenschaften: ungedämmtes Mauerwerk, Stahlbetondecken als Wärmebrücken, schmale Laibungen, schlechte Luftzirkulation. Das Schimmelrisiko ist hier nach dem Fenstertausch deutlich höher als in jüngeren Bauten.
Tabelle 5: Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen im Altbau
| Risikofaktor | Ursache | Gegenmaßnahme |
| Ungedämmte Außenwand | U-Wert 1,5-2,0 W/(m²K), Innenseite kalt | Fassadendämmung, mind. 12 cm WDVS |
| Gebäudeecke als Wärmebrücke | Stahlbeton leitet Kälte direkt nach innen | Innendämmung oder Kalziumsilikatplatten |
| Ungedämmter Rollladenkasten | Kältebrücke direkt über dem Fenstersturz | Nachträglich mit Dämmkörper ausstatten (20-60 €) |
| Fehlende Laibungsdämmung | Fensteranschluss ohne Dämmung = kalte Laibung | 20-30 mm Dämmplatten einbauen lassen |
| Möbel direkt an der Außenwand | Keine Luftzirkulation hinter dem Schrank | Mindestabstand 5-10 cm zur Wand |
Kalziumsilikatplatten als Notlösung für kritische Bereiche
Kalziumsilikatplatten – auch Klimaplatten – dämmen auf nur 12 bis 30 mm, puffern Tauwasser und geben es kontrolliert wieder ab. Ihr pH-Wert über 11 macht die Plattenoberfläche für Schimmelpilze unbewohnbar. Sinnvoll als Notmaßnahme dort, wo eine vollständige Dämmung nicht möglich ist – etwa bei denkmalgeschützten Fassaden oder in Mietwohnungen mit eingeschränktem Eingriff.

Welche OKNOPLAST-Fenster minimieren das Schimmelrisiko – und was ist bei der Montage entscheidend?
Das beste Fenster nützt wenig, wenn der Einbau Wärmebrücken produziert. Produkt und Montagequalität müssen zusammenpassen.
RAL-konforme Montage – die nicht verhandelbare Basis
OKNOPLAST verbindet über sein 360°-Partnernetzwerk mehr als 720 Fachhandelspartner in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die auf RAL-Montage geschult sind. Das bedeutet: dreilagige Abdichtung, innen luftdicht (Dampfsperrfolie), mittig schlagregensicher (Kompriband), außen diffusionsoffen (Vorlegeband). Nur so sind Uw-Werte und Schimmelschutz im eingebauten Zustand garantiert.
OKNOPLAST PAVA und Winergetic: warm, aber kein Schimmelrisiko am Glas
Das PAVA-System erreicht Uw-Werte ab 0,76 W/(m²K) (Referenzfenster 4/18/4/18/4, Ug = 0,5 W/(m²K), Warmatec-Randverbund, Prüfzeugnis ift Rosenheim). Das Winergetic Premium Passiv kommt auf Uw ab 0,67 W/(m²K) und erfüllt den Passivhausstandard. Beide Systeme haben innenseitige Glastemperaturen von 18 bis 20°C bei Winterbedingungen – deutlich über dem Taupunkt normaler Wohnraumluft. Das Schimmelrisiko verlagert sich vollständig auf die Wand. Umso wichtiger ist die gleichzeitige Laibungsdämmung.
OKNOPLAST BAFA-Fördermittelservice: Beratung inklusive
Im Rahmen des BAFA-Fördermittelservice vermittelt OKNOPLAST den Kontakt zu dena-zertifizierten Energieberatern. Sie prüfen nicht nur Förderanträge, sondern erkennen auch Wärmebrücken und empfehlen, ob Laibungsdämmung, Fassadensanierung oder ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erforderlich ist.
FAQ
Nicht direkt. Neue Fenster verändern die Temperaturverhältnisse im Raum: Das Glas wird wärmer als die ungedämmte Altbauwand. Kondensation verlagert sich von der Scheibe auf die kalte Wandecke. Das ist ein bauphysikalisches Problem – kein Produktfehler.
Lüften senkt die Luftfeuchte und reduziert das Risiko. Die eigentliche Ursache – die kalte Wandoberfläche – beseitigt es nicht. Solange die Ecke unter dem Taupunkt der Raumluft bleibt, kondensiert Wasser, auch bei regelmäßigem Lüften. Dauerhaft wirksam ist nur die Erhöhung der Wandtemperatur.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht – der richtige Uw-Wert hängt vom Wandaufbau ab. Für den Großteil des deutschen Altbaubestands sind Dreifachverglasung mit Uw 0,76 bis 0,95 W/(m²K) und gleichzeitige Laibungsdämmung die richtige Kombination.
Je nach Fensterformat und Region zwischen 200 und 600 Euro pro Fenster inklusive Montage. Wird sie zusammen mit dem Fenstertausch beauftragt, entfallen zusätzliche Anfahrtskosten. Eine einzige Schimmelsanierung kostet zwischen 500 und 3.000 Euro – die Investition rechnet sich.
Sobald mehr als ein Drittel der Fensterfläche eines Gebäudes oder mehr als ein Drittel des Dachstuhls abgedichtet werden, ist ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 Pflicht. Der ausführende Fachbetrieb trägt die Prüfpflicht und muss bei Bedarf eine Lüftungsplanung vorlegen.
Schlafzimmer, Bäder und Küchen produzieren die meiste Feuchtigkeit. Schlafzimmer sind besonders kritisch, weil die Luftfeuchte durch Atemluft nachts auf 70 bis 80 % steigen kann und Fenster oft nur gekippt sind. Gästezimmer, die selten geheizt werden, sind ebenfalls Risikobereiche: Beim gelegentlichen Aufheizen kondensiert Feuchte an der ausgekühlten Wand.
Nein – trotz hartnäckiger Empfehlung in Internetforen. Beschädigte Dichtungen erhöhen den Heizenergieverbrauch, kühlen die Laibung aus und lösen das Temperaturproblem nicht. Im schlimmsten Fall erlischt die Herstellergewährleistung.
Sofort: Hygrometer aufstellen, ab 60 % Luftfeuchte stoßlüften, Möbel 5 bis 10 cm von der Außenwand abrrücken, Kipplüftung konsequent vermeiden. Mittelfristig: Laibungsdämmung beauftragen. Längerfristig: Fassadendämmung oder dezentrale Lüftungsanlage.
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