Dreifachverglasung: Lohnt sich der Aufpreis – und für wen?
Was Sie in diesem Artikel erfahren
- Warum Dreifachverglasung nicht automatisch durch das GEG 2024 vorgeschrieben ist – aber für die BAFA-Förderung praktisch Pflicht
- Wie viel der Aufpreis gegenüber Zweifachverglasung beträgt – und wann er sich tatsächlich rechnet
- Eine Amortisationsrechnung mit drei Szenarien: unsanierter Altbau, sanierter Altbau, Neubau
- Eine Entscheidungsmatrix: Für welches Gebäude lohnt sich 3-fach – für welches nicht?
- Welche OKNOPLAST-Fenstersysteme Dreifachverglasung anbieten und welcher Uw-Wert jeweils erreichbar ist
- Was der g-Wert mit Überhitzung im Sommer zu tun hat – und wann Sonnenschutzglas sinnvoll ist
Dreifachverglasung spart nachweislich Heizkosten – aber ob sich der Mehrpreis lohnt, hängt vom Gebäude ab, nicht vom Kalender. Wer 2026 neue Fenster plant, steht vor einer konkreten Frage: Reicht eine moderne Zweifachverglasung mit Uw 1,1 W/(m²K) aus, oder ist der Aufpreis für das dritte Glas die bessere Investition? Die Rechnung folgt – mit konkreten Zahlen, drei Szenarien und einer Entscheidungsmatrix.

Was unterscheidet Dreifach- von Zweifachverglasung?
Aufbau: Drei Scheiben, zwei Gaskammern
Dreifachverglasung erreicht Ug-Werte von 0,5 bis 0,7 W/(m²K) – gegenüber 1,0 bis 1,1 W/(m²K) bei moderner Zweifachverglasung – weil zwischen den drei Glasscheiben zwei gasgefüllte Kammern als Wärmebarriere wirken. Der Aufbau ist geometrisch einfach: Drei jeweils 4 mm starke Glasscheiben werden durch zwei Zwischenräume von 12 bis 16 mm getrennt. Diese Hohlräume sind mit Edelgas befüllt – Argon in der Standardausführung, Krypton bei Premium-Systemen. Krypton leitet Wärme schlechter als Argon und erlaubt schmalere Zwischenräume ohne Dämmverlust.
Jede innere Glasfläche trägt zusätzlich eine metallische Low-E-Beschichtung (Low Emissivity), die langwellige Wärmestrahlung reflektiert. Bei Dreifachverglasung sind typischerweise zwei Scheiben bedampft; das verstärkt den Effekt gegenüber der einfach beschichteten Zweifachverglasung.
Der entscheidende Kennwert: Ug, Uw und Rw im Vergleich
Der Ug-Wert beschreibt nur die Wärmedurchlässigkeit der Glasfläche selbst, während der Uw-Wert das gesamte eingebaute Fenster inklusive Rahmen, Abstandhalter und Einbausituation beschreibt – und damit der einzige Wert ist, der für GEG und BAFA rechtlich relevant ist. Ein Fenster mit Ug 0,5 W/(m²K) kann durch einen schlechten Rahmen leicht einen Uw von 0,95 W/(m²K) oder mehr erreichen. Entscheidend ist der Uw, nicht der Ug.
| Kennwert | 2-fach (modern) | 3-fach Standard | 3-fach Premium |
| Ug – Glas | 1,0-1,1 W/(m²K) | 0,5-0,7 W/(m²K) | 0,3-0,5 W/(m²K) |
| Uw – Fenster gesamt | 1,1-1,3 W/(m²K) | 0,73-0,95 W/(m²K) | 0,67-0,80 W/(m²K) |
| Rw – Schallschutz | 30-34 dB | 34-38 dB | 36-42 dB |
| g-Wert | 0,60-0,65 | 0,50-0,55 | 0,45-0,50 |
| Scheibenzahl | 2 | 3 | 3 |
| Füllgas | Argon | Argon | Krypton |
| BAFA BEG EM fähig? | Nein (Uw > 0,95) | Ja (Uw ≤ 0,95) | Ja |
Tabelle 1: Zweifach- vs. Dreifachverglasung im Vergleich. Referenzwerte OKNOPLAST PAVA: ift Rosenheim, Verglasung 4/18/4/18/4 mm, Ug = 0,5 W/(m²K), Warmatec-Abstandhalter ψ = 0,03 W/(mK).
Der Rw-Wert (Schallschutz) verbessert sich bei Dreifachverglasung um 4 bis 8 dB gegenüber Zweifachverglasung. Dieser Unterschied ist nicht nur messbar, sondern wahrnehmbar: 3 dB entsprechen einer Halbierung der empfundenen Lautstärke.
Schreibt das GEG 2024 Dreifachverglasung vor?
GEG §48: Uw 1,3 reicht – aber das ist nicht das Ende der Geschichte
Nein – das Gebäudeenergiegesetz 2024 schreibt beim Fenstertausch im Bestand lediglich einen Uw-Wert von maximal 1,3 W/(m²K) vor, den eine moderne Zweifachverglasung problemlos erfüllt. Viele Bauherren und Handwerker glauben fälschlicherweise, das neue GEG verpflichte zur Dreifachverglasung – das ist rechtlich nicht korrekt. §48 GEG gilt für den Austausch einzelner Fenster im Bestand und fordert Uw ≤ 1,3 W/(m²K). Wer lediglich das Gesetz einhalten will, kommt mit einer hochwertigen Zweifachverglasung aus.
Für Neubauten gelten die Anforderungen an das Gesamtgebäude (Jahres-Primärenergiebedarf, Wärmedurchgangskoeffizient der Gebäudehülle), die in der Praxis Dreifachverglasung nahelegen – aber nicht zwingend vorschreiben.
BAFA vs. GEG: Zwei verschiedene Anforderungen, ein wichtiger Unterschied
Die BAFA-Förderung über das Bundesförderungsprogramm für effiziente Gebäude (BEG EM) setzt eine deutlich strengere Grenze: Uw ≤ 0,95 W/(m²K). Dieser Wert liegt unterhalb dessen, was Zweifachverglasung zuverlässig erreicht – und macht Dreifachverglasung in der Praxis zur Fördervoraussetzung.
| Regelwerk | Uw-Anforderung | Verbindlichkeit | Konsequenz |
| GEG §48 (Austausch im Bestand) | ≤ 1,3 W/(m²K) | Gesetzlich Pflicht | Zweifachverglasung erfüllt diese Anforderung |
| BAFA BEG EM (Förderung) | ≤ 0,95 W/(m²K) | Voraussetzung für Zuschuss | Zuverlässig nur Dreifachverglasung erreichbar |
| Passivhaus PHI (freiwillig) | ≤ 0,80 W/(m²K) | Freiwillig | Nur Premium-Dreifachverglasung |
Tabelle 2: GEG-Pflicht vs. BAFA-Bedingung – zwei verschiedene Anforderungen, die oft verwechselt werden. Stand: Mai 2026.
Wer 2026 eine BAFA-Förderung für seinen Fenstertausch beantragen möchte, muss Dreifachverglasung wählen – nicht weil das Gesetz es verlangt, sondern weil der Förderantrag es erfordert. Das ist der entscheidende praktische Unterschied.

Welche BAFA-Förderung gilt für Dreifachverglasung 2026?
15 % Grundförderung: Was genau wird bezuschusst?
Die BAFA-Grundförderung über BEG EM beträgt 15 % der förderfähigen Kosten – bei einem Fenstertausch mit Dreifachverglasung also 15 % der Gesamtrechnung aus Fenster, Demontage und fachgerechtem Einbau nach RAL. Die Obergrenze der förderfähigen Kosten liegt bei 30.000 Euro pro Wohneinheit, der maximale Zuschuss damit bei 4.500 Euro. Voraussetzung ist ein Uw-Wert der neuen Fenster von maximal 0,95 W/(m²K) – zertifiziert durch Prüfzeugnis oder Herstellernachweis.
Der Förderantrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden – rückwirkende Anträge sind ausgeschlossen. OKNOPLAST Deutschland unterstützt bei der Antragstellung über zertifizierte Energieberater der Deutschen Energie-Agentur (dena-Expertenliste).
iSFP-Bonus: Wie der Sanierungsfahrplan die Förderung auf 20 % erhöht
Der iSFP-Bonus erhöht die BAFA-Förderung um 5 % auf insgesamt 20 % – Voraussetzung ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) durch einen zertifizierten Energieberater der dena-Expertenliste. Der iSFP koordiniert energetische Maßnahmen in einer sinnvollen Reihenfolge: typischerweise Fenster vor FassadenDämmung (WDVS), da nachträgliche Dämmung auf bereits eingebaute Fenster abgestimmt werden muss. Diese Reihenfolge ist nicht nur fördertechnisch relevant – sie verhindert kostspielige Nacharbeiten an der Laibung.
Rechenbeispiel: BAFA-Förderung für 10 Fenster mit Dreifachverglasung
10 Fenster der Mittelklasse (Uw 0,80-0,95 W/(m²K)) zu je 1.200 Euro ergeben Gesamtkosten von 12.000 Euro. Mit BAFA-Grundförderung 15 % beträgt der Zuschuss 1.800 Euro – ohne iSFP. Mit iSFP-Bonus (20 %) steigt der Zuschuss auf 2.400 Euro, der Eigenanteil sinkt auf 9.600 Euro. Bei OKNOPLAST PAVA-Fenstern (1.600 Euro je Fenster, Uw ab 0,73 W/(m²K)) ergibt sich bei 20 % Förderung ein Zuschuss von 3.200 Euro auf 16.000 Euro Gesamtkosten.
| Hinweis: Der Förderantrag muss vor Vertragsabschluss mit dem Fachbetrieb bei der BAFA eingereicht werden. OKNOPLAST Deutschland vermittelt auf Anfrage zertifizierte Energieberater der dena-Expertenliste. |
Was kostet Dreifachverglasung – und wie lange dauert die Amortisation?
Der Aufpreis für Dreifachverglasung gegenüber Zweifachverglasung beträgt 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter Glasfläche – nach BAFA-Förderung kann sich der Nettomehrpreis gegenüber einem nicht förderfähigen 2-fach-Fenster auf unter 100 Euro pro Fenster reduzieren.
Der Aufpreis für Dreifachverglasung gegenüber einer modernen Zweifachverglasung beträgt 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter Glasfläche – bei einem Standardfenster (150 × 120 cm) entspricht das einem Mehrpreis von 200 bis 350 Euro. Bei 15 Fenstern in einem Einfamilienhaus summiert sich der Aufpreis auf rund 3.000 bis 5.000 Euro. Wichtig: Diese Rechnung gilt für den Mehrpreis gegenüber einer gleichwertigen, modernen Zweifachverglasung – nicht gegenüber alten Einfachscheiben aus den 1970er-Jahren.
| Qualitätsstufe | Uw-Wert | Preis inkl. Montage* | BAFA-fähig? |
| Standard PVC (2-fach) | 1,1-1,3 W/(m²K) | 500-800 € | Nein |
| Mittelklasse (3-fach) | 0,80-0,95 W/(m²K) | 900-1.400 € | Ja |
| Premium – z. B. OKNOPLAST PAVA | ab 0,73 W/(m²K) | 1.400-2.200 € | Ja |
| Premium Passiv – Winergetic Premium Passiv | ab 0,67 W/(m²K) | 1.800-2.600 € | Ja |
Tabelle 3: Kosten Dreifachverglasung nach Qualitätsstufe, Fenster 150 × 120 cm, inkl. Standardmontage und Demontage, exkl. Laibungsarbeiten. Preisbasis: 2026.
Zweifachverglasung mit Uw 1,1 bis 1,3 W/(m²K) ist günstiger in der Anschaffung, fällt aber aus der BAFA-Förderung heraus. Der Nettopreisunterschied nach Förderung kann sich damit umkehren: Ein förderfähiges 3-fach-Fenster für 1.200 Euro abzüglich 15 % BAFA kostet netto 1.020 Euro – weniger als ein nicht förderfähiges 2-fach-Fenster für 900 Euro.
Amortisationsrechnung: So berechnen Sie den Break-even
Im sanierten Altbau amortisiert sich Dreifachverglasung mit BAFA-Förderung in 6 bis 9 Jahren – im unsanierten Bestand vor 1980 dauert es 11 bis 14 Jahre. Der Grund für diesen Unterschied: In einem gut gedämmten Gebäude machen die Fenster einen größeren Anteil am verbleibenden Wärmeverlust aus, das Einsparpotenzial durch bessere Verglasung ist entsprechend höher.
| Szenario | Aufpreis gesamt* | Heizkost.-Einsparung / Jahr | Amortisation ohne BAFA | Mit BAFA 15 % |
| Altbau unsaniert (vor 1980) | ~ 3.000 € | 180-240 € | 13-17 Jahre | 11-14 Jahre |
| Altbau saniert (WDVS vorhanden) | ~ 3.000 € | 300-420 € | 7-10 Jahre | 6-9 Jahre |
| Neubau EH 55 | ~ 3.000 € | 360-480 € | 6-8 Jahre | 5-7 Jahre |
Tabelle 4: Amortisationsrechnung Dreifachverglasung. Basis: EFH mit 15 Fenstern, Gasheizung 0,12 €/kWh. Aufpreis 3.000 € gegenüber gleichwertiger Zweifachverglasung. Orientierungswerte – individuelle Beratung durch Energieberater empfohlen.
Neben der reinen Heizkosten-Einsparung steigern neue Fenster mit Dreifachverglasung den Immobilienwert messbar. Studien des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) zeigen, dass energetisch sanierte Gebäude beim Verkauf 7 bis 11 % mehr erzielen als vergleichbare unsanierte Objekte. Der Fenstertausch ist dabei einer der am häufigsten genannten Einzelfaktoren.

Wann lohnt sich Dreifachverglasung – und wann nicht?
Dreifachverglasung lohnt sich für sanierte Altbauten, Neubauten und Mehrfamilienhäuser – in unsanierten Altbauten ohne geplante Fassadenarbeiten kann Zweifachverglasung die wirtschaftlichere Wahl sein, kostet dann aber den Anspruch auf BAFA-Förderung.
Die vier entscheidenden Kriterien
Ob Dreifachverglasung die richtige Wahl ist, lässt sich anhand von vier Kriterien zuverlässig beurteilen: Gebäudetyp, Dämmstandard der Außenwände, Heizsystem und geplante Fördermittel. Keines dieser Kriterien steht allein – erst ihre Kombination ergibt eine belastbare Entscheidungsgrundlage.
Entscheidungsmatrix: Ihr Haus im Check
Dreifachverglasung empfiehlt sich, sobald mindestens zwei der folgenden vier Kriterien zutreffen – wer alle vier in der rechten Spalte findet, kommt wirtschaftlich mit Zweifachverglasung aus, verzichtet dabei aber auf die BAFA-Förderung.
| Kriterium | 3-fach empfohlen ✓ | 2-fach ausreichend |
| Gebäudetyp | Neubau, sanierter Altbau, MFH | Nebengebäude, Garage, unbeheizte Räume |
| Dämmstandard | WDVS vorhanden oder gleichzeitig geplant | Unsaniertes Mauerwerk, keine Dämmung geplant |
| Heizsystem | Gasheizung, Ölheizung, Fernwärme | Wärmepumpe mit Niedrigtemperatur-Betrieb |
| BAFA-Förderung | Uw ≤ 0,95 W/(m²K) angestrebt | Förderung nicht relevant |
Tabelle 5: Entscheidungsmatrix Dreifachverglasung – vier Kriterien für eine fundierte Wahl.
Wer zwei oder mehr Kriterien in der linken Spalte erfüllt, sollte Dreifachverglasung wählen. Wer alle vier Kriterien in der rechten Spalte findet, kann mit einer hochwertigen Zweifachverglasung (Uw 1,0-1,1 W/(m²K)) wirtschaftlich vernünftig handeln – verliert dabei aber den Anspruch auf BAFA-Förderung.
Sonderfall Altbau ohne Dämmung: Was gilt hier wirklich?
Dreifachverglasung verursacht im unsanierten Altbau keinen Schimmel direkt – das Risiko entsteht durch verändertes Lüftungsverhalten nach dem Fenstertausch, nicht durch die Verglasung selbst. Alte, undichte Fenster sorgen für einen natürlichen Luftaustausch; wird dieser durch moderne dichte Fenster unterbunden, ohne dass das Lüftungsverhalten angepasst wird, steigt die Luftfeuchtigkeit – und Schimmel bildet sich an den kältesten Stellen der Wand, nicht am Fenster.
Die Lösung ist kein Verzicht auf Dreifachverglasung, sondern ein angepasstes Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 – mindestens dreimal täglich Stoßlüften für 5 bis 10 Minuten oder der Einbau kontrollierter Wohnraumlüftung. Ein qualifizierter Energieberater analysiert die Situation vor dem Fenstertausch und empfiehlt die geeignete Maßnahme.
Welche OKNOPLAST-Fenster sind mit Dreifachverglasung erhältlich?
Von GRANDE CLASSIC bis Winergetic Premium Passiv: Der Systemvergleich
Das OKNOPLAST-Winergetic Premium Passiv erreicht mit Dreifachverglasung einen Uw-Wert ab 0,67 W/(m²K) und ist damit das leistungsstärkste Fenstersystem im deutschen OKNOPLAST-Portfolio – zertifiziert für den Passivhausstandard nach PHI-Kriterien. Alle sechs deutschen OKNOPLAST-Systeme sind mit Dreifachverglasung und Warmatec-Abstandhalter (Warme Kante) erhältlich; alle erfüllen damit die BAFA-Bedingung Uw ≤ 0,95 W/(m²K).
| System | Bautiefe | Uw ab | Besonderheit | BAFA-fähig? |
| GRANDE CLASSIC | 70 mm | 0,83 W/(m²K) | 22 % mehr Tageslicht, schlankes Profil | Ja |
| ECOFUSION | 76 mm | 0,78 W/(m²K) | 5-Kammer, Warmatec-Abstandhalter Standard | Ja |
| PAVA | 82 mm | 0,73 W/(m²K) | STV-Technologie, 7-Kammer, ift Rosenheim | Ja |
| Winergetic Standard | 82 mm | 0,76 W/(m²K) | Rw 36 dB, Nahtschweißen für Dekorfolien | Ja |
| Winergetic Premium | 82 mm | 0,72 W/(m²K) | SpaceBlock-Verstärkung, erhöhte Stabilität | Ja |
| Winergetic Premium Passiv | 82 mm | 0,67 W/(m²K) | Passivhaus-tauglich, SpaceBlock-Verstärkung | Ja |
Tabelle 6: OKNOPLAST-Fenstersysteme mit Dreifachverglasung – DE-Portfolio 2026. Uw-Werte: Referenzfenster 1230 × 1480 mm, Verglasung 4/18/4/18/4 mm, Ug = 0,5 W/(m²K), Warmatec-Abstandhalter ψ = 0,03 W/(mK), nach DIN EN 10077.
STV-Technologie: Warum OKNOPLAST-Dreifachverglasung stabiler ist
Das PAVA-System mit STV-Technologie (Statische Trockenverglasung) liefert einen um bis zu 30 % steiferen Flügelverbund gegenüber konventionell verglaster Konkurrenz – weil die Glasscheibe trocken in den Flügel eingeklebt wird statt konventionell eingespannt. Diese Klebeverbindung überträgt statische Kräfte zwischen Scheibe und Rahmen und reduziert die Durchbiegung des Flügels. Für Dreifachverglasung ist das besonders relevant, da das höhere Gewicht der dreifachen Scheibe (ca. 30-36 kg/m² gegenüber 22-26 kg/m² bei Zweifachverglasung) die Beschläge stärker belastet. STV reduziert den Nachstellaufwand an den Beschlägen über die Lebensdauer des Fensters messbar.
OKNOPLAST-Fenster werden durch das ift Rosenheim zertifiziert – das Prüfzeugnis für das PAVA-System (ID 181-6038531-5) ist Grundlage jedes BAFA-Antrags und steht auf Anfrage zur Verfügung.

Kann Dreifachverglasung im Sommer überhitzen – was sagt der g-Wert?
Was ist der g-Wert – und warum er beim Sommerhitzeschutz entscheidet
Dreifachverglasung führt bei Standardausführung nicht zu mehr Überhitzung im Sommer, sondern zu weniger – weil der g-Wert bei 3-fach-Fenstern mit 0,50 bis 0,55 niedriger liegt als bei Zweifachverglasung mit 0,60 bis 0,65. Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) gibt an, welcher Anteil der auftreffenden Sonnenstrahlung als Wärme in den Raum gelangt. Ein g-Wert von 0,52 bedeutet: 52 % der Sonnenenergie werden als Wärme übertragen, 48 % werden reflektiert oder absorbiert.
Der niedrigere g-Wert der Dreifachverglasung (0,50-0,55) gegenüber Zweifachverglasung (0,60-0,65) bedeutet: Weniger Sonnenwärme gelangt in den Raum – und gleichzeitig rund 5 bis 8 % weniger Tageslicht. Bei normalen Wohnzimmerfenstern ist dieser Lichtunterschied für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar.
Sonnenschutzglas als Lösung: Wann es sinnvoll ist
Sonnenschutzglas mit g-Wert 0,30 bis 0,40 empfiehlt sich bei großen Süd- oder Westverglasungen und bodentiefen Fenstern mit hohem Flächenanteil – nicht bei Standardfenstern in normalen Wohnzimmern. Der Vorteil: zusätzlicher Sommerhitzeschutz über das Niveau der Dreifachverglasung hinaus. Der Nachteil: Das Sonnenschutzglas reduziert auch den Heizenergiegewinn aus der Sonne im Winter – ein Aspekt, der im Beratungsgespräch individuell abgewogen werden sollte.
OKNOPLAST bietet für alle Systemfamilien verschiedene Verglasungsoptionen an, darunter Sonnenschutzglas (stopsol grau, stopsol braun, stopsol klar) und Ornamentglas für Sichtschutz. Für Beratung zu konkreten Verglasungsoptionen empfehlen wir das Gespräch mit einem OKNOPLAST-Fachhandelspartner in Ihrer Nähe.
Häufige Fragen zur Dreifachverglasung
Nein – das GEG 2024 schreibt beim Fenstertausch im Bestand lediglich Uw ≤ 1,3 W/(m²K) vor; diesen Wert erfüllt auch eine moderne Zweifachverglasung. Für die BAFA-Förderung (BEG EM) gilt jedoch Uw ≤ 0,95 W/(m²K) als Bedingung, was in der Praxis Dreifachverglasung erfordert.
Drei Flammenreflexionen beim Feuerzeug-Test weisen Dreifachverglasung nach – zwei Reflexionen bedeuten Zweifachverglasung. Halten Sie dazu ein Feuerzeug oder eine Kerze von innen ans geschlossene Fenster: Jede Glasscheibe erzeugt eine eigene Spiegelung der Flamme.
Dreifachverglasung wiegt 30 bis 40 % mehr als vergleichbare Zweifachverglasung: ca. 30-36 kg/m² gegenüber 22-26 kg/m². Hochwertige Beschläge und Profilsysteme wie das OKNOPLAST PAVA sind für dieses Mehrgewicht ausgelegt – beim Einbau in ältere Rahmen ist jedoch eine Prüfung der Falztiefe (mindestens 24 mm) und der Beschlagsklasse durch einen Fachbetrieb erforderlich.
Ein reiner Scheibentausch von 2-fach auf 3-fach ist technisch möglich, wenn die Falztiefe des bestehenden Rahmens mindestens 24 mm beträgt und die Beschläge für das Mehrgewicht ausgelegt sind. Bei älteren Fenstern aus den 1980er- oder 1990er-Jahren ist das selten der Fall – ein vollständiger Fenstertausch ist dann die zuverlässigere Lösung.
Innenkondensat tritt bei korrekt eingebauter Dreifachverglasung kaum noch auf – die Scheibeninnenseite ist durch die gute Dämmung wärmer als bei älteren Fenstern. Feuchtigkeitsprobleme nach einem Fenstertausch entstehen typischerweise nicht am Fenster selbst, sondern an kälteren Wandanschlüssen oder Außenwandecken, wenn das Lüftungsverhalten nach dem Einbau nicht angepasst wird.
Außenkondensat auf der äußeren Glasscheibe ist kein Defekt, sondern ein Qualitätsbeweis: Die Scheibe ist so gut gedämmt, dass ihre Außenfläche kälter als die Taupunkttemperatur der Außenluft ist – das Wasser kondensiert auf dem Glas statt im Raum. Dieser Effekt tritt bei Dreifachverglasung häufiger auf als bei älteren Fenstern und verschwindet in der Regel mit aufgehender Sonne.
Ja – gut konfigurierte 3-fach-Fenster erreichen Rw-Werte von 36 bis 42 dB gegenüber 30 bis 34 dB bei Zweifachverglasung. Der OKNOPLAST Winergetic Standard etwa erreicht Rw 36 dB in der Standardausführung. Für besonders hohe Schallschutzanforderungen (z. B. an stark befahrenen Straßen) empfiehlt sich eine Kombination aus Dreifachverglasung und asymmetrischem Glasaufbau (unterschiedliche Scheibendicken).
Die Lichtdurchlässigkeit sinkt bei Dreifachverglasung um ca. 5 bis 8 % gegenüber Zweifachverglasung. Bei einem Standard-Wohnzimmerfenster ist dieser Unterschied für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar. Wer maximale Lichtausbeute priorisiert, sollte ein System mit schlanken Profilansichten wählen – das OKNOPLAST GRANDE CLASSIC etwa erhöht durch sein reduziertes Profil die Glasfläche um bis zu 22 % im Vergleich zu konventionellen Profilen.
Das Winergetic Premium Passiv erreicht einen Uw-Wert ab 0,67 W/(m²K) mit Dreifachverglasung (Ug = 0,5 W/(m²K), Warmatec-Abstandhalter) und ist damit das leistungsstärkste System im deutschen OKNOPLAST-Portfolio. Es erfüllt die Anforderungen des Passivhausstandards nach PHI und eignet sich für Neubauten nach KfW-Effizienzhaus-Standard 40 oder 55.
Dreifachverglasung bringt bei Wärmepumpen-Haushalten eine geringere Heizkostenersparnis als bei Gasheizungen – Niedrigtemperatur-Wärmepumpen (35-45 °C Vorlauf) arbeiten bereits sehr effizient, der zusätzliche Nutzen besserer Fenster ist kleiner. Der entscheidende Anreiz bleibt die BAFA-Förderung: Mit Uw ≤ 0,95 W/(m²K) profitieren auch Wärmepumpen-Haushalte vom 15-%-Zuschuss – unabhängig vom Heizsystem.
Kontaktieren Sie uns
Schreiben Sie uns:
"*" indicates required fields