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Wärmedämmung im Altbau 2026 – Fenster oder Dämmung: Was lohnt sich wirklich?


OKNOPLAST

10.03.2026

8 Minuten

In einem unsanierten Einfamilienhaus der Baujahre 1960-1985 verursachen veraltete Fenster und Außentüren 25 bis 40 Prozent der gesamten Transmissionswärmeverluste – oft mehr als die ungedämmte Fassade. Fenstererneuerung – als erste Maßnahme der energetischen Modernisierung – kostet 400 bis 1.200 Euro je Einheit inklusive Einbau und amortisiert sich in 7 bis 14 Jahren. Fassadendämmung per WDVS kostet das Drei- bis Fünffache bei vergleichbarer prozentualer Einsparwirkung – und ist 2026 für die meisten Eigentümer gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Was erfahren Sie in diesem Artikel?

  • GEG 2026: Was ist wirklich Pflicht – vollständige Tabelle mit §47, §48 und §72 inkl. Fenster-Uw-Anforderung
  • Wo verliert Ihr Altbau die meiste Wärme? Verlustanteile nach Bauteil und Baujahr mit U-Wert-Vergleich
  • ROI-Vergleich: Fenstertausch vs. Fassadendämmung – Kosten, Amortisation und Förderung gegenübergestellt
  • BAFA 2026: 15 bis 20 Prozent Förderung für Fenstererneuerung im Altbau, iSFP-Bonus erklärt
  • Sanierungsreihenfolge nach Budget: Was tun mit 5.000 / 10.000 / 20.000 Euro?
  • Welche OKNOPLAST-Fenstersysteme eignen sich für den Altbau – mit Uw-Werten und Einbauhinweisen
neue fenster

Was schreibt das GEG 2026 wirklich vor – Dämmung oder Fenster?

Das Gebäudeenergiegesetz schreibt 2026 keine Komplettsanierung vor. Pflicht sind drei konkrete Maßnahmen – und Fenster gehören dazu, sobald Sie sie erneuern. Die häufig zitierte allgemeine Dämmpflicht existiert nicht: Eine Fassadendämmung wird nur fällig, wenn Sie mehr als 10 Prozent der Außenwandfläche ohnehin renovieren.

GEG-§BauteilPflicht-U-WertTriggerFrist
§47Oberste Geschossdecke / Dachmax. 0,24 W/(m²K)Eigentümerwechsel2 Jahre
§48Fassade (Renovierung >10 % Fläche)max. 0,24 W/(m²K)Renovierungsmaßnahmesofort
§48Fenster / Außentüren (bei Erneuerung)max. 1,3 W/(m²K) UwBei Fenstertauschsofort
§72Heizkessel über 30 Jahre altAustauschpflichtEigentümerwechsel2 Jahre

Quellen: Gebäudeenergiegesetz (GEG), Stand Januar 2024; §47, §48, §72, §108.

Was gilt bei Denkmalschutz oder nachgewiesener Unwirtschaftlichkeit?

Ausnahmen nach §48 Abs. 3 GEG: denkmalgeschützte Gebäude, Fälle nachgewiesener Unwirtschaftlichkeit (Amortisation über 10 Jahre) und Situationen, in denen Anforderungen technisch nicht erfüllbar sind. Die Ausnahme muss auf Anfrage gegenüber der zuständigen Behörde nachgewiesen werden – pauschale Selbstbefreiung ist nicht möglich.

Welche Bußgelder drohen bei Nichtbeachtung?

Wer die Pflichtmaßnahmen nach GEG ignoriert, riskiert nach §108 GEG Bußgelder bis zu 50.000 Euro. Zusätzlich wird bei Verkauf oder Vermietung der Energieausweis Pflicht: ein Energieausweis mit schlechter Effizienzklasse (F, G, H) senkt den Marktwert der Immobilie nachweislich um 7 bis 15 Prozent.

Wo geht im Altbau die meiste Wärme verloren?

In einem typischen unsanierten Einfamilienhaus der Baujahre 1960 bis 1985 gehen 25 bis 40 Prozent der Transmissionswärme über Fenster und Außentüren verloren – mehr als über den Keller (8 bis 10 Prozent) und fast so viel wie über das Dach (25 bis 30 Prozent). Fenster sind damit der effektivste Ansatzpunkt für eine erste Sanierungsmaßnahme.

BauteilVerlustanteilU-Wert typisch (Alt)GEG-Anforderung (Neubau/Sanierung)
Außenwand / Fassade25-35 %1,0-2,0 W/(m²K)max. 0,24 W/(m²K) bei Renovierung
Dach / Geschossdecke25-30 %1,0-2,5 W/(m²K)max. 0,24 W/(m²K) nach §47 GEG
Fenster & Außentüren25-40 %2,5-5,0 W/(m²K)max. 1,3 W/(m²K) Uw nach §48 GEG
Keller / Bodenplatte8-10 %1,0-2,0 W/(m²K)max. 0,35 W/(m²K)
Lüftung / Infiltration5-10 %

Quelle: BBSR Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung; DIN 4108-2; Referenzgebäude 140 m² Wohnfläche, Baujahr 1970, unsaniert.

Warum sind Altbaufenster besonders kritisch?

Einfachverglasung (Einbau vor 1975): U-Wert 4,5 bis 5,8 W/(m²K). Frühe Zweifachverglasung (1975-1995): 2,5 bis 3,0 W/(m²K). Modernes Dreifachglas: 0,5 bis 0,7 W/(m²K) Ug.

Die Differenz zwischen Einfachverglasung und modernem Dreifachglas beträgt je Quadratmeter Glasfläche bis zu 45 Watt Wärmeverlust pro Grad Temperaturdifferenz. Bei einem Haus mit 16 m² Fensterfläche und −15 °C Außentemperatur ergibt das einen Verlust von über 10 kW – in Dauerleistung.

Das Ersetzen alter Zweifachverglasung durch Dreifachverglasung mit Uw 0,76 W/(m²K) – wie beim OKNOPLAST Winergetic Standard – reduziert den Wärmeverlust über die Fensterfläche um über 70 Prozent. Diese Einsparung ist bei vergleichbaren Investitionskosten deutlich höher als der Effekt einer Fassadendämmung allein.

Was lohnt sich mehr – Fenstertausch oder Fassadendämmung?

Fenstertausch kostet 400 bis 1.200 Euro je Einheit inklusive Einbau und amortisiert sich in 7 bis 14 Jahren. Fassadendämmung per WDVS kostet für ein Einfamilienhaus 15.000 bis 35.000 Euro und amortisiert sich in 15 bis 28 Jahren – bei ähnlicher prozentualer Heizkosteneinsparung. Fenstertausch ist damit in den meisten Altbau-Szenarien die wirtschaftlich überlegene erste Maßnahme.

KriteriumFenstertausch (8 Fenster)Fassadendämmung WDVS
Investition inkl. Einbau6.000-9.600 €15.000-35.000 €
BAFA-Förderung (15 %)900-1.440 €2.250-5.250 €
Eigenanteil nach Förderung5.100-8.160 €12.750-29.750 €
Jährl. Heizkosteneinsparung400-800 €500-1.000 €
Amortisation ohne Förderung8-14 Jahre18-28 Jahre
Amortisation mit Förderung7-12 Jahre15-24 Jahre
GEG-Pflicht ausgelöst?Nein (freiwillig)Nur bei Renovierung >10 % Fläche
Schimmelprävention Ja✕ Nein (ohne Fenstertausch)
Schallschutz Ja (Rw bis 42 dB)Teilweise (3-5 dB)

Quelle: Marktpreise 2025/2026, Handwerkskammer-Richtwerte; Heizkosteneinsparung auf Basis Durchschnittsverbrauch 180 kWh/(m²a) vor Sanierung, Gaspreis 0,12 €/kWh; BAFA BEG EM, Stand August 2025.

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Wann lohnt sich die Fassadendämmung dennoch zuerst?

Fassadendämmung hat Vorrang, wenn: (1) §48 GEG greift und mehr als 10 Prozent der Außenwandfläche ohnehin renoviert werden; (2) die Fenster bereits modernisiert wurden und der U-Wert der Wände über 2,0 W/(m²K) liegt; (3) ein Gerüst aus anderen Gründen aufgestellt wird, das die Montagekosten der Dämmung deutlich senkt. Außerhalb dieser Szenarien gilt: Fenster zuerst.

Was kostet die Altbausanierung 2026 – und was fördert die BAFA?

Die BAFA-Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) fördert Fenstertausch 2026 mit 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) steigt der Satz auf 20 Prozent. Die in Medien genannte „bis zu 70 Prozent“-Förderung gilt ausschließlich für Niedrigeinkommenshaushalte mit zu versteuerndem Jahreseinkommen unter 40.000 Euro – für die meisten Eigentümer sind 15 bis 20 Prozent realistisch.

MaßnahmeInvestitionFördersatzZuschussEigenanteil
Fenstertausch (8 Fenster, Uw ≤ 0,95)7.200 €15 %1.080 €6.120 €
Fenstertausch + iSFP7.200 €20 %1.440 €5.760 €
Fassadendämmung WDVS22.000 €15 %3.300 €18.700 €
Fassadendämmung + iSFP22.000 €20 %4.400 €17.600 €
Kombi Fenster + Fassade + iSFP29.200 €20 %5.840 €23.360 €
Max. Förderdeckel (pro WE/Jahr)60.000 €max. 12.000 €

Quelle: BAFA BEG EM Technische Mindestanforderungen, Stand August 2025. Antrag zwingend vor Beauftragung des Handwerkers stellen – rückwirkende Anträge werden abgelehnt.

Vollständige BAFA-Antragstellung für Fenstertausch: oknoplast.de/bafa-foerderung.

⚠️ BEG-Budget 2026: Früh beantragen Der Bund hat das Förderbudget für BEG-Einzelmaßnahmen auf 11,96 Milliarden Euro gekürzt (−3,36 Mrd. €). Sobald das Budget ausgeschöpft ist, werden Anträge auf das nächste Jahr verschoben. Wer 2026 sanieren will: jetzt beantragen.

Was ist der iSFP und warum lohnt er sich?

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein von einem dena-gelisteten Energieberater erstelltes Dokument, das alle geplanten Sanierungsmaßnahmen am Gebäude koordiniert. Kosten: 500 bis 1.500 Euro, davon 50 Prozent über BAFA förderfähig. Jede Folge-Maßnahme, die im iSFP vorgesehen ist, erhält 5 Prozentpunkte zusätzliche Förderung. Bei einer Investition über 15.000 Euro amortisiert sich der iSFP-Mehraufwand bereits im ersten Förderbescheid.

BAFA und KfW: Was lässt sich kombinieren?

BAFA BEG EM (Einzelmaßnahmen) und KfW 261 (Effizienzhauskredit) sind für dieselbe Maßnahme nicht kombinierbar. Die Entscheidung: Wer das gesamte Gebäude auf ein KfW-Effizienzniveau saniert (EH55, EH40), wählt KfW 261. Wer gezielt Einzelmaßnahmen umsetzt – Fenster heute, Fassade später – wählt BAFA BEG EM. Beide Programme können für unterschiedliche Maßnahmen am selben Gebäude genutzt werden.

raumgestaltung-in-einem-alten-mietshaus

In welcher Reihenfolge sollten Sie den Altbau sanieren?

Die optimale Reihenfolge für die thermische Sanierung bei begrenztem Budget: zuerst die größten Einzelwärmeverluste beseitigen – das sind in Altbauten vor 1995 fast immer die Fenster. Danach Dach oder Geschossdecke, dann Fassade, zuletzt Heizung. Diese Reihenfolge maximiert den Förderbetrag und verhindert, dass überdimensionierte Heizungsanlagen im schlecht gedämmten Altbau unwirtschaftlich betrieben werden.

Schritt 1 – Fenster und Dichtigkeit (Budget ab 5.000 Euro)

Veraltete Fenster mit Einfach- oder früher Zweifachverglasung sind der größte einzelne Wärmeverlustfaktor im Altbau. Fenstertausch senkt den Heizenergiebedarf messbar, beseitigt Zugluft und Kaltlufteinstrom, verhindert Schimmel an Laibungen und schafft die thermische Grundlage für eine spätere Heizungsmodernisierung. Die BAFA-Förderung ist sofort beantragbar. Ein Energieberater ist für den einfachen BAFA-Antrag nicht vorgeschrieben – wohl aber für den iSFP, der 5 Prozent Mehrförderung bringt.

Schritt 2 – Dach und Geschossdecke (Budget ab 5.000 Euro)

Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist die günstigste Pflichtmaßnahme nach §47 GEG: 3.000 bis 7.500 Euro für ein Einfamilienhaus, Amortisation 5 bis 10 Jahre. Dachdämmung über Aufsparrendämmung kostet 15.000 bis 30.000 Euro und empfiehlt sich nur, wenn das Dach ohnehin saniert wird. Wer zuerst die Fenster getauscht hat, spart bei der Heizlastreduktion – das Heizsystem kann kleiner dimensioniert werden.

Schritt 3 – Fassade und Heizung (Budget ab 15.000 Euro)

Fassadendämmung schließt die Gebäudehülle ab und ermöglicht den Sprung auf KfW-Effizienzhausniveau EH55 oder EH40. Heizungsmodernisierung – insbesondere Wärmepumpe – sollte erst nach vollständig sanierter Gebäudehülle erfolgen: Eine überdimensionierte Wärmepumpe im schlecht gedämmten Altbau arbeitet ineffizient und teuer.

BudgetEmpfohlene MaßnahmeBAFA-FörderungErwartete Einsparung (Heizkosten)
5.000 €Fenstertausch 4-5 Fenster (Uw ≤ 0,95)750-900 €15-20 %
10.000 €Fenstertausch alle Fenster + iSFP1.800-2.000 €25-35 %
20.000 €Fenster + Geschossdecke + iSFP3.000-4.000 €35-50 %
>30.000 €Fenster + Fassade WDVS + iSFP5.000-8.000 €50-65 %

Richtwerte auf Basis eines EFH, 140 m² Wohnfläche, Baujahr 1970, Gasheizung, Gaspreise 2026 (0,12 €/kWh). BAFA BEG EM, Stand August 2025.

Welche Fenster passen zum Altbau – und worauf kommt es beim Einbau an?

Für Altbauten empfehlen sich Fenstersysteme mit Uw-Wert unter 0,95 W/(m²K) (BAFA-Förderschwelle) und 82 mm Einbautiefe – die meisten Altbau-Laibungen nehmen dieses Maß ohne zusätzliche Anpassungen auf. OKNOPLAST bietet drei Systeme, die diese Anforderungen erfüllen und für verschiedene Sanierungsszenarien geeignet sind.

SystemUw-WertEinbautiefeBesonderheitEignung Altbau
OKNOPLAST Winergetic Standardab 0,76 W/(m²K)82 mm7-Kammer, Mitteldichtung, Rw 36 dB Optimal
OKNOPLAST Winergetic Premium Passivab 0,67 W/(m²K)82 mmPassivhaus-tauglich, SpaceBlock-Verstärkung EH40-Ziel
OKNOPLAST PAVAab 0,76 W/(m²K)82 mmSTV-Technologie, großformatig bis 2,4 m Breite Große Öffnungen

Alle drei Systeme erfüllen die BAFA-Mindestanforderung von Uw ≤ 0,95 W/(m²K) mit deutlichem Abstand und übertreffen die GEG-§48-Anforderung von Uw ≤ 1,3 W/(m²K).

Alle OKNOPLAST-Fenstersysteme für den Altbau: oknoplast.de/kunststofffenster.

Warum ist der warme Einbau nach RAL-Leitfaden im Altbau entscheidend?

Im Altbau sitzt das neue Fenster oft vor einer schlecht gedämmten Laibung. Der „warme Einbau“ nach RAL-Leitfaden für Fenstermontage positioniert den Blendrahmen innerhalb der Dämmebene der Außenwand – so werden Wärmebrücken an der Laibung und Schimmelbildung verhindert. OKNOPLAST-Fachhandelspartner führen den Einbau normgerecht durch. Die korrekte Einbauposition ist zugleich Voraussetzung für die volle BAFA-Förderfähigkeit: Ein Fenster mit korrekt bemauerter Laibung erzielt seinen deklarierten Uw-Wert nur beim fachgerecht ausgeführten Einbau.

Renovierungsrahmen oder Neufenster: Was ist für den Altbau besser?

Renovierungsrahmen werden über den bestehenden Blendrahmen gesetzt – kein vollständiger Rückbau nötig, geringerer Montageaufwand, 200 bis 400 Euro Einsparung pro Fenster. Nachteil: leicht reduzierte lichte Weite und Uw-Werte, die möglicherweise knapp an der BAFA-Schwelle liegen. Neufenster (vollständiger Rahmenaustausch) erzielen bessere Uw-Werte und sind für BAFA-Förderung sicher geeignet, sofern der Uw-Wert ≤ 0,95 W/(m²K) erreicht wird. Empfehlung für BAFA-Förderung: Neufenster.

Innenarchitektur in einem alten Mietshaus

Was leisten neue Fenster, was Dämmung allein nicht kann?

Fassadendämmung reduziert den Heizenergieverbrauch über die Wandfläche – aber sie beseitigt keine Zugluft durch undichte Rahmen, verhindert keinen Schimmel an Glaslaibungen, verbessert nicht den Schallschutz und reduziert nicht den solaren Wärmeeintrag im Sommer. Für diese vier Aspekte ist der Fenstertausch die einzig wirksame Maßnahme.

Schimmelprävention: Warum reicht Fassadendämmung allein nicht?

Schimmel an Fensterscheiben und Laibungen entsteht durch Kondensation: Warme Raumluft trifft auf kalte Glasflächen oder kalte Laibungen. Fassadendämmung erhöht die Temperatur der Innenwandfläche, ändert aber nichts an der Glasoberflächentemperatur veralteter Fenster. Taupunkttemperatur bei 20 °C Raumtemperatur und 50 Prozent relativer Luftfeuchte: ca. 9 °C. Einfachverglasung erreicht bei −5 °C Außentemperatur innen nur 4 bis 6 °C – Kondensation ist unvermeidbar. Dreifachverglasung mit Uw 0,76 W/(m²K) hält die Innenoberfläche bei −5 °C auf über 17 °C – weit über dem Taupunkt.

Vertiefung: Schimmel nach Fenstertausch – Ursachen und Lösungen im Detail.

Schallschutz: Was Fenster leisten

Dreifachverglasung mit Schalldämmmaß Rw 36 bis 42 dB reduziert Straßenlärm (70 dB) auf unter 34 dB Innenraum – das entspricht Schallschutzklasse III nach DIN 4109. Fassadendämmung mit 14 cm Mineralwolle verbessert den Schutz vor Außenlärm um maximal 3 bis 5 dB. Wer an einer viel befahrenen Straße wohnt oder in der Nähe einer Bahnlinie: Fenstertausch ist die bei weitem wirksamste Lärmschutzmaßnahme.

Sommerlicher Hitzeschutz 2026

Mit dem CO₂-Preis von 55 bis 65 Euro je Tonne 2026 steigen nicht nur Heizkosten, sondern auch Klimatisierungskosten. Fenster mit Sonnenschutzverglasung (g-Wert ≤ 0,35) reduzieren die solare Wärmeeinstrahlung um über 60 Prozent gegenüber herkömmlicher Dreifachverglasung (g-Wert 0,50). Fassadendämmung hat keinen Einfluss auf den solaren Wärmeeintrag durch Glasflächen. DIN 4108-2 fordert den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes bei Fenstern mit südlicher Ausrichtung ab bestimmten Fensterflächenanteilen.

FAQ

Muss ich meinen Altbau 2026 komplett sanieren?

Nein. Das GEG schreibt 2026 keine Komplettsanierung vor. Pflichtmaßnahmen sind: Dämmung der obersten Geschossdecke oder des Dachs nach §47 GEG nach Eigentümerwechsel (2 Jahre Frist) und Austausch von Heizkesseln über 30 Jahre. Eine allgemeine Dämmpflicht für Fassaden oder Fenster ohne Renovierungsanlass besteht nicht.

Fenster oder Dämmung – was ist zuerst sinnvoll?

Für die meisten Altbaubesitzer mit Fenstern aus den Jahren vor 1995: Fenster zuerst. Der Anteil der Fensterverluste an den gesamten Transmissionswärmeverlusten ist mit 25 bis 40 Prozent besonders hoch, die Amortisation kürzer (7 bis 14 Jahre) und die Investition pro Maßnahme geringer. Fassadendämmung folgt danach als zweite Priorität.

Welchen Uw-Wert muss ein neues Altbaufenster haben?

GEG §48: Mindest-Uw 1,3 W/(m²K) bei Fenstertausch. Für BAFA-Förderung: Uw maximal 0,95 W/(m²K). OKNOPLAST Winergetic Standard erreicht ab 0,76 W/(m²K) und liegt damit deutlich unter der Förderschwelle.

Was kostet der Fenstertausch im Altbau 2026?

400 bis 1.200 Euro je Fenster inklusive Einbau, abhängig von Größe, Material und Verglasung. Für ein Einfamilienhaus mit 8 Fenstern: 6.000 bis 9.600 Euro gesamt. Nach BAFA-Förderung (15 Prozent): 5.100 bis 8.160 Euro Eigenanteil.

Gibt es BAFA-Förderung für Fenster im Altbau?

Ja. BAFA BEG EM fördert Fenstertausch mit 15 Prozent (Grundförderung) und 20 Prozent mit iSFP. Bedingungen: Uw ≤ 0,95 W/(m²K), Einbau durch Fachbetrieb, Antrag vor Beauftragung. Mindestinvestition 2.000 Euro je Antrag, Förderdeckel 60.000 Euro förderfähige Kosten pro Wohneinheit und Jahr.

Was ist der iSFP und lohnt er sich?

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein dena-zertifiziertes Beratungsdokument, das alle Sanierungsmaßnahmen koordiniert. Kosten 500 bis 1.500 Euro, zur Hälfte förderfähig. Vorteil: Jede im iSFP vorgesehene Maßnahme erhält 5 Prozent Zusatzförderung. Bei Investitionen über 15.000 Euro amortisiert sich der iSFP-Aufwand vollständig.

Was kostet Fassadendämmung 2026?

WDVS (Wärmedämm-Verbundsystem): 80 bis 180 Euro je m² inkl. Einbau. Für ein EFH mit 140 m² Außenwandfläche: 15.000 bis 35.000 Euro. Vorgehangene hinterlüftete Fassade (VHF): 150 bis 350 Euro je m². Innendämmung: 60 bis 150 Euro je m² (nur für Fälle ohne Außenddämmung möglich).

Kann Fenstertausch Schimmel verhindern?

Ja. Dreifachverglasung mit Uw 0,76 W/(m²K) hält die Glasoberfläche bei −5 °C Außentemperatur auf über 17 °C Innentemperatur. Der Taupunkt bei 20 °C / 50 Prozent relativer Luftfeuchte liegt bei ca. 9 °C – Kondensation an der Scheibe ist ausgeschlossen. Fassadendämmung allein ändert nichts an der Glastemperatur.

Was ist der warme Einbau nach RAL?

Der warme Einbau positioniert den neuen Fensterrahmen innerhalb der Dämmebene der Außenwand statt davor. Dadurch werden Wärmebrücken an Laibungen verhindert, die bei falschem Einbau Schimmel und Kondensat verursachen. Der RAL-Leitfaden für Fenstermontage definiert die korrekten Einbaupositionen und ist Grundlage für die BAFA-Förderfähigkeit.

Welche Ausnahmen gibt es von der Sanierungspflicht?

Denkmalgeschützte Gebäude, Fälle nachgewiesener Unwirtschaftlichkeit (Amortisation der Maßnahme über 10 Jahre), technische Unmöglichkeit der Erfüllung. Ausnahmen müssen gegenüber der zuständigen Behörde auf Anfrage nachgewiesen werden. Quelle: §48 Abs. 3 GEG.

Wo finde ich einen OKNOPLAST-Fachbetrieb für die Altbausanierung?

OKNOPLAST verfügt über 720 Fachhandelspartner in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Fachbetriebe führen den Einbau nach RAL-Leitfaden durch und unterstützen bei der BAFA-Antragstellung. Händlersuche: oknoplast.de/haendlersuche.

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