Fertighaus Fenster: Verglasung Standard, GEG & KfW 2026
Dreifachverglasung ist 2026 im Fertighaus-Neubau der faktische Standard – rund 90 Prozent der PVC-Fenster werden dreifach verglast geliefert. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024) schreibt im Neubau keinen einzelnen Uw-Wert für Fenster vor, sondern den Gesamtenergiebedarf des Gebäudes. Für KfW-Förderung gelten schärfere Anforderungen, die Zweifachverglasung in der Praxis ausschließen.
Was Fertighausbauherren in diesem Artikel erfahren:
- Was Zweifach- und Dreifachverglasung technisch unterscheidet – Uw-Wert, g-Wert, Schallschutz und Kosten im Direktvergleich
- Was das GEG 2024 für Fertighausfenster wirklich vorschreibt – und was es ausdrücklich nicht regelt
- Welche Verglasung für KfW 55, KfW 40 und Passivhaus erforderlich ist – mit OKNOPLAST-Produkttabelle 2026
- Ob sich Dreifachverglasung als Upgrade lohnt – Kostentabelle und Amortisationsrechnung für ein Einfamilienhaus
- Wann Schallschutzglas, Sonnenschutzglas oder Smart-Home-Verglasung im Fertighaus sinnvoll ist
- Ob Fenstereinbau und -austausch im Fertighaus genehmigungspflichtig ist und wie es ohne Fassadenschäden gelingt

Was ist beim Fertighaus heute Standard: Zweifach- oder Dreifachverglasung?
Dreifachverglasung ist 2026 im Fertighaus-Neubau der etablierte Standard. Rund 90 Prozent der Kunststofffenster im deutschen Neubau werden dreifach verglast ausgeliefert. Zweifachverglasung ist technisch noch zulässig, wenn der Gesamtgebäudestandard nach GEG erfüllt wird – für KfW-Förderung reicht sie jedoch in der Praxis nicht aus.
Dreifachverglasung – warum sie heute der Neubau-Standard ist
Dreifachverglasung besteht aus drei Scheiben mit zwei gasgefüllten Zwischenräumen (meist Argon oder Krypton). Der Ug-Wert liegt bei 0,5 bis 0,7 W/(m²K) – deutlich besser als Zweifachverglasung mit 1,0 bis 1,1 W/(m²K). Mit einem hochwertigen Kunststoffrahmen und Warmatec-Glasrandverbund erreichen OKNOPLAST-Systeme Uw-Gesamtwerte ab 0,67 W/(m²K). Das erfüllt alle KfW-Förderstufen.
Zweifachverglasung – wann sie noch eingebaut wird
Zweifachverglasung wird heute hauptsächlich bei Kellerfenstern, Nebengebäuden oder nicht beheizten Räumen eingebaut. Im Wohnbereich moderner Fertighäuser kommt sie nur noch als Basisausstattung günstiger Einstiegsmodelle vor – und auch dort nur, wenn der Bauherr keine KfW-Förderung anstrebt. Die OKNOPLAST ECOFUSION 76 bietet Zweifachverglasung als Basisoption, empfiehlt aber für Neubau ausdrücklich die Dreifachvariante.
Wie unterscheiden sich beide Verglasungstypen technisch?
| Merkmal | Zweifachverglasung | Dreifachverglasung |
| Scheibenzahl | 2 | 3 |
| Ug-Wert typisch | 1,0-1,1 W/(m²K) | 0,5-0,7 W/(m²K) |
| Uw-Wert typisch (mit Rahmen) | 1,2-1,4 W/(m²K) | 0,7-0,95 W/(m²K) |
| Schalldämmmaß Rw | ca. 30-32 dB | ca. 34-38 dB |
| Scheibenzwischenraum | 1× Gasfüllung | 2× Gasfüllung (Argon/Krypton) |
| Gewicht | Leichter | Schwerer (+20-30 %) |
| Preis (Richtwert) | Günstiger (−15-25 %) | Standard im Neubau |
| KfW 40/55 geeignet | ❌ Meist nicht | ✅ Ja |
Tabelle 1: Technischer Vergleich Zweifach- vs. Dreifachverglasung im Fertighaus-Neubau (Stand: März 2026)
Was schreibt das GEG 2024 für Fertighausfenster vor – und was nicht?
Das GEG 2024 schreibt im Neubau keinen Mindest-Uw-Wert für einzelne Fenster vor. Es reguliert den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust des Gesamtgebäudes. Das ist ein häufiges Missverständnis: Ein Uw-Wert von 1,3 W/(m²K) gilt nur für den Fenstertausch in Bestandsgebäuden (§ 48 GEG), nicht für den Neubau.
GEG Neubau: Gesamtgebäudestandard statt einzelner Fensterwert
Für Neubauten gilt seit der GEG-Novelle 2024: Der Primärenergiebedarf muss mindestens dem Effizienzhaus-55-EE-Standard entsprechen. Das bedeutet, maximal 55 Prozent des Primärenergiebedarfs eines Referenzgebäudes und mindestens 65 Prozent Anteil erneuerbarer Energien. Welche Fenster dafür nötig sind, hängt von der Gesamtkonstruktion des Gebäudes ab – ein Energieberater berechnet das konkret.
GEG § 48: Uw-Wert-Pflicht gilt nur beim Fenstertausch im Bestand
Wer in einem Bestandsgebäude Fenster austauscht, muss nach § 48 GEG einen maximalen Uw-Wert von 1,3 W/(m²K) einhalten. Diese Regel betrifft Fertighaus-Eigentümer, die ältere Fenster ersetzen – nicht den Neubau. Für BAFA-Förderung bei der Sanierung gilt ein schärferer Schwellenwert von ≤ 0,95 W/(m²K).
Wichtig: Das GEG schreibt im Neubau keinen Einzel-Uw-Wert für Fenster vor. Der häufig genannte Wert von 1,3 W/(m²K) gilt ausschließlich beim Fenstertausch in Bestandsgebäuden (§ 48 GEG). Im Fertighaus-Neubau entscheidet der Gesamt-Energiestandard des Gebäudes.
Ist Zweifachverglasung im Fertighaus-Neubau noch erlaubt?
Ja – mit Einschränkungen. Zweifachverglasung ist im Neubau zulässig, wenn das Gesamtgebäude den GEG-Mindeststandard (EH 55 EE) erfüllt. In der Praxis ist das mit Zweifachverglasung kaum erreichbar. Wer KfW-Förderung anstrebt, schließt Zweifachverglasung faktisch aus. Ohne Förderung und mit sehr gut gedämmter Gebäudehülle wäre es theoretisch möglich – aber wirtschaftlich nicht sinnvoll.
| Ebene | Anforderung | Regelwerk 2026 | Betrifft Fertighaus-Neubau? |
| GEG-Mindeststandard Neubau | EH 55 EE: max. 55 % Primärenergie + 65 % EE-Anteil | GEG 2024 § 14-16 | ✅ Ja – Gesamtgebäude |
| GEG Fenstertausch Bestand | Uw ≤ 1,3 W/(m²K) je Fenster | GEG 2024 § 48 | ❌ Nur bei Bestandsgebäude |
| BAFA BEG EM Einzelmaßnahme | Uw ≤ 0,95 W/(m²K) je Fenster | BAFA 2026 | ❌ Nur bei Sanierung Bestand |
| KfW EH 55 Neubau (reaktiviert 12/2025) | Dreifachverglasung typisch erforderlich | KfW 261 (befristet) | ✅ Ja – solange Mittel verfügbar |
| KfW EH 40 Neubau (Goldstandard 2026) | Dreifachverglasung hochwertig erforderlich | KfW 261 | ✅ Ja – aktiv |
Tabelle 2: Normrahmen für Fertighausfenster 2026 – GEG, BAFA und KfW im Überblick (Stand: März 2026; KfW-Konditionen können sich ändern)
→ Weiterführender Artikel: BAFA-Förderung für Fenster beantragen | oknoplast.de/blog/bafa-foerderung-fenster/

Was ist der Unterschied zwischen Ug-, Uw- und g-Wert?
Drei Kennwerte bestimmen, wie gut ein Fenster im Fertighaus arbeitet: Der Ug-Wert beschreibt das Glas allein, der Uw-Wert das Gesamtfenster inklusive Rahmen und Einbau, der g-Wert den solaren Wärmeeintrag. Bauherren müssen hauptsächlich den Uw-Wert kennen – er ist maßgeblich für GEG und KfW. Der g-Wert ist bei südorientierten Großflächenfenstern entscheidend.
Ug-Wert – der Wärmeschutz des Glases allein
Der Ug-Wert (g = glazing) beschreibt nur den Wärmedurchgang durch das Glas selbst – ohne Rahmen. Dreifachverglasung erreicht Ug-Werte von 0,5 bis 0,7 W/(m²K). Der Ug-Wert ist die Grundlage für die Berechnung des Uw-Werts; er allein reicht aber nicht aus, um GEG-Anforderungen zu beurteilen.
Uw-Wert – der entscheidende Gesamtwert des Fensters
Der Uw-Wert (w = window) beschreibt den Wärmedurchgang des Gesamtfensters – Glas, Rahmen und Glasrandverbund zusammen. Dieser Wert ist maßgeblich für KfW-Förderung, Energieausweise und den Vergleich zwischen Produkten. Ein Kunststoffrahmen hat typisch Uf = 1,1-1,3 W/(m²K); durch OKNOPLAST Warmatec (Warme Kante) wird der Uw-Wert um 0,05-0,10 W/(m²K) gegenüber Alu-Abstandhaltern gesenkt.
g-Wert – der vergessene Parameter bei Südfenstern
Der g-Wert gibt an, wie viel Sonnenstrahlung durch das Glas ins Gebäude gelangt. Ein g-Wert von 0,60 bedeutet: 60 Prozent der Solarstrahlung wird durchgelassen und trägt zur Raumheizung bei. Bei großen Süd- und Westfenstern (> 3 m²) kann ein zu hoher g-Wert im Sommer zu Überhitzung führen. Sonnenschutzglas mit g-Wert 0,30-0,40 verhindert das – kostet aber 15-25 Prozent mehr.
| Kennwert | Bedeutung | Typischer Wert Neubau | Warum wichtig? |
| Ug-Wert | Wärmedurchgang Glas allein | 0,5-0,7 W/(m²K) (Dreifach) | Basis für Uw-Berechnung |
| Uf-Wert | Wärmedurchgang Rahmen | 1,1-1,3 W/(m²K) (Kunststoff) | Wird oft unterschätzt |
| Uw-Wert | Wärmedurchgang Gesamtfenster | 0,7-0,95 W/(m²K) | Maßgeblich für GEG/KfW |
| g-Wert | Solarer Wärmeeintrag | 0,50-0,62 (Standard) | Wichtig bei Südausrichtung |
| Rw-Wert | Schalldämmmaß des Fensters | 34-38 dB (Dreifach) | Relevant bei Straßenlärm |
| Warme Kante (ψ-Wert) | Wärmebrücke Glasrandverbund | 0,03-0,06 W/(mK) mit Warmatec | Senkt Uw messbar |
Tabelle 3: Fensterkennwerte im Überblick – Ug, Uf, Uw, g-Wert und Warme Kante für Fertighaus-Neubau
Welche Verglasung brauche ich für KfW 40, KfW 55 und Passivhaus?
Für KfW-EH-55-Förderung (seit Dezember 2025 reaktiviert, befristet) ist Dreifachverglasung mit Uw ≤ 0,95 W/(m²K) in der Regel Mindestvoraussetzung. KfW EH 40 – der aktuelle Neubau-Goldstandard – braucht Fenster mit Uw ≤ 0,80 W/(m²K). Passivhäuser nach PHI-Standard benötigen Dreifachverglasung mit Uw ≤ 0,80 W/(m²K), vereinzelt auch Vierfachverglasung.
KfW EH 55 (2026 reaktiviert, befristet) – Anforderungen und passende Verglasung
Am 16. Dezember 2025 reaktivierte die Bundesregierung die KfW-EH-55-Förderung für bereits genehmigte, aber noch nicht begonnene Neubauprojekte. Das Kreditvolumen beträgt bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit. Voraussetzung ist: Primärenergiebedarf ≤ 55 % des Referenzgebäudes und 65 % EE-Anteil. Fenster mit Uw ≤ 0,95 W/(m²K) – also Dreifachverglasung – sind typisch erforderlich.
KfW EH 40 – der aktuelle Neubau-Goldstandard 2026
KfW EH 40 ist 2026 die Standardförderstufe für Fertighaus-Neubauten. Das Gebäude darf maximal 40 Prozent des Primärenergiebedarfs eines Referenzgebäudes verbrauchen. Der Transmissionswärmeverlust muss um 55 Prozent gegenüber dem GEG-Neubau-Grenzwert reduziert sein. Für die Fenster bedeutet das in der Praxis: Uw ≤ 0,80 W/(m²K), also hochwertige Dreifachverglasung mit Warme-Kante-Glasrandverbund.
Passivhaus (PHI) – wenn maximale Effizienz gefordert ist
Passivhäuser nach Passivhaus-Institut (PHI) Darmstadt benötigen Fenster mit Uw ≤ 0,80 W/(m²K) und erfordern einen Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/(m²a). OKNOPLAST Winergetic Premium Passiv erreicht mit Dreifachverglasung (Ug = 0,5) und Warmatec Uw-Werte ab 0,67 W/(m²K) – Passivhaus-tauglich ohne Vierfachverglasung.
OKNOPLAST-Fenstersysteme nach Effizienzhaus-Niveau 2026
| System | Uw-Wert | Ug min. | Warmatec | Eignung Effizienzhaus | Besonderheit |
| Konzept | ab 0,92 W/(m²K) | 0,6 | ✅ optional | GEG-Mindeststandard | Klassisches Design, Einstieg |
| ECOFUSION 76 | ab 0,78 W/(m²K) | 0,5 | ✅ Standard | KfW EH 55 ✅ | Explizit für Neubau konzipiert |
| Grande Classic | ab 0,83 W/(m²K) | 0,5 | ✅ Standard | KfW EH 55 ✅ | +22 % Tageslicht, schmale Rahmen |
| PAVA | ab 0,76 W/(m²K) | 0,5 | ✅ Standard | KfW EH 40 ✅ | STV-Technologie, ift Rosenheim |
| Winergetic Premium Passiv | ab 0,67 W/(m²K) | 0,5 | ✅ Standard | KfW EH 40 / Passivhaus ✅ | Vierfachverglasung möglich |
Tabelle 4: OKNOPLAST-Fenstersysteme für Fertighaus-Neubau nach Effizienzhaus-Niveau 2026 (alle Angaben: Dreifachverglasung Ug = 0,5 W/(m²K) mit Warmatec, ift Rosenheim zertifiziert)
→ Produktseite: OKNOPLAST ECOFUSION 76 für Neubau | oknoplast.de/kunststofffenster/ecofusion/
→ Produktseite: OKNOPLAST PAVA für KfW-40-Fertighaus | oknoplast.de/kunststofffenster/pava/
→ Produktseite: OKNOPLAST Grande Classic | oknoplast.de/kunststofffenster/grande-classic/

Lohnt sich Dreifachverglasung als Upgrade beim Fertighaus?
Dreifachverglasung kostet im Schnitt 15 bis 25 Prozent mehr als Zweifach – also etwa 100 bis 200 Euro Aufpreis pro Fenster. Bei einem Fertighaus mit 15 Fenstern beträgt der Mehraufwand rund 1.500 bis 3.000 Euro. Durch niedrigere Heizkosten und KfW-Förderung amortisiert sich das Upgrade typisch in 6 bis 12 Jahren.
Was kostet Dreifachverglasung mehr gegenüber Zweifach?
| Konfiguration | Materialkosten | Einbau | Gesamt | Uw-Wert |
| Zweifachverglasung Kunststoff | 350-500 € | 150-200 € | 500-700 € | 1,1-1,3 W/(m²K) |
| Dreifachverglasung Kunststoff (Standard) | 450-700 € | 150-200 € | 600-900 € | 0,7-0,95 W/(m²K) |
| Dreifachverglasung Kunststoff Premium | 600-900 € | 150-200 € | 750-1.100 € | 0,67-0,80 W/(m²K) |
| Aufpreis Drei- vs. Zweifach | +100-200 € / Fenster | — | +15-25 % | — |
Tabelle 5: Kostenvergleich Zweifach- vs. Dreifachverglasung für Fertighaus-Neubau (Richtwerte 2026, inkl. Einbau, ohne Förderabzug)
Wie viel spart Dreifachverglasung an Heizkosten?
Ein Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche und 15 Fenstern spart durch den Wechsel von Zweifach- auf Dreifachverglasung je nach Heizungsart und Lage 200 bis 400 Euro Heizkosten jährlich. Bei Fertighäusern mit Wärmepumpe (typisch KfW EH 40) ist die Einsparung höher, weil jede gesparte kWh direkt den Stromverbrauch senkt.
Ab wann hat sich das Upgrade amortisiert?
Mehrkosten 15 Fenster × 150 Euro Aufpreis = 2.250 Euro. Jährliche Einsparung 300 Euro. Amortisationszeit: 7-8 Jahre. Mit KfW-Förderung (Tilgungszuschuss KfW 261) reduziert sich der Eigenanteil – die Amortisationszeit sinkt auf 4-5 Jahre. Zusätzlich: Dreifachverglasung erhöht den Wiederverkaufswert und das Wohnklima durch geringere Oberflächentemperatur (kein Kältegefühl am Fenster).
Welche Sonderverglasung macht beim Fertighaus Sinn?
Neben Standard-Dreifachverglasung gibt es fünf Sondervarianten, die in bestimmten Situationen sinnvoll sind: Schallschutzglas an lärmbelasteten Lagen, Sonnenschutzglas bei großen Süd- und Westfronten, Sicherheitsglas für bodennahe Verglasungen, Sichtschutzglas in Bad und WC sowie Smart-Home-Integration über elektrisch steuerbare Rollläden.
Schallschutzglas – sinnvoll an Straßen ab 55 dB
Dreifachverglasung erreicht bereits ein Schalldämmmaß von Rw 34-36 dB. Wer an Hauptstraßen oder in Fluglärmgebieten baut, benötigt höhere Schutzklassen (SSK 3: Rw ≥ 35 dB). OKNOPLAST-Systeme sind mit Schallschutzverglasungen kombinierbar, die Rw-Werte bis 38 dB erreichen – bei PAVA und Winergetic Premium Passiv standardmäßig verfügbar.
Sonnenschutzglas – wichtig bei großen Süd- und Westfenstern
Bei Fertighaus-Designs mit großen Glasfronten Richtung Süden oder Westen kann Standard-Dreifachverglasung (g-Wert 0,60) im Sommer zu Überhitzung führen. Sonnenschutzglas mit g-Wert 0,30-0,40 reduziert den solaren Wärmeeintrag um 30-50 Prozent. Das spart Klimatisierungsenergie, verbessert den Wohnkomfort im Sommer und erfüllt die DIN 4108-2-Anforderungen zum sommerlichen Wärmeschutz.
Smart-Home-Integration im Fertighaus – was ist möglich?
OKNOPLAST bietet das Smart-OKNOPLAST-Steuerungspaket in fünf Stufen (Basic bis Voice). Für Fertighäuser besonders relevant: motorisierte Rollläden mit App- oder Sprachsteuerung, automatische Verschattung bei Sonneneinstrahlung und smarte Kippstellung der Terrassentür. Die Einbindung erfolgt über Funk oder KNX – kompatibel mit gängigen Smart-Home-Zentralen.
| Glastyp | Funktion | g-Wert | Rw | Aufpreis ca. | Empfohlen bei |
| Standard Dreifach (Wärmeschutz) | Wärmedämmung | 0,50-0,62 | 34-36 dB | — | Alle Neubau-Lagen |
| Schallschutzglas (SSK 3) | Lärmreduzierung | 0,50 | ≥ 35 dB | +10-20 % | Straßen > 55 dB |
| Sonnenschutzglas | Wärme-/Blendbegrenzung | 0,25-0,40 | 34 dB | +15-25 % | Süd-/Westfenster > 3 m² |
| Sicherheitsglas VSG | Einbruchschutz, Absturz | 0,50 | 34 dB | +20-40 % | EG-Fenster, bodennahe Verglasung |
| Ornament-/Sichtschutzglas | Sichtschutz | variabel | 28-30 dB | +10-15 % | Bad, WC, Nebenräume |
Tabelle 6: Sonderverglasungen für Fertighaus-Neubau – Einsatzgebiete, g-Wert und Aufpreise (Richtwerte 2026)

Kann man im Fertighaus Fenster nachträglich einbauen oder austauschen?
Fensteraustausch ist im Fertighaus mit der Unterschnitt-Methode ohne Fassadenschäden möglich. Ein neues Fensterelement wird passgenau in den bestehenden Rohbaurahmen montiert; innen und außen entstehen keine sichtbaren Schäden. Der 1:1-Austausch (gleiche Größe, gleiche Position) ist in den meisten Bundesländern nicht genehmigungspflichtig.
Fensteraustausch im Fertighaus – die Unterschnitt-Methode
Bei der Unterschnitt-Methode wird der alte Fensterrahmen von innen aufgeschnitten und entnommen, ohne die Außenfassade zu beschädigen. Der neue Rahmen wird exakt in den verbleibenden Außenrahmen eingesetzt und verklebt. Diese Technik funktioniert besonders gut bei Fertighaus-Fassaden aus Holzrahmenbau, bei denen der Wandaufbau empfindlich auf Eingriffe reagiert.
Voraussetzung: Das neue Fenster muss das gleiche Rohbauaußenmaß aufweisen wie das alte. OKNOPLAST bietet mit Bautiefe 70-82 mm Systeme, die in die gängigen Fertighaus-Wandquerschnitte passen.
Neues Fenster nachträglich einbauen – wann ist das möglich?
Das Vergrößern oder Verschieben bestehender Fensteröffnungen sowie das Einbauen komplett neuer Öffnungen in tragende Außenwände ist im Fertighaus aufwendig und immer genehmigungspflichtig. Fertighaus-Außenwände sind Holzrahmenkonstruktionen mit statischer Funktion; Eingriffe müssen vom Statiker freigegeben werden.
Ist Fenstereinbau im Fertighaus genehmigungspflichtig?
Der 1:1-Austausch eines Fensters (gleiches Maß, gleiche Position, ähnliches Design) ist in den meisten Bundesländern nicht genehmigungspflichtig – eine Anzeige beim Bauamt genügt oder entfällt gänzlich. Das Ändern der Fensteröffnung, das Einbauen neuer Öffnungen und das Vergrößern von Fenstern erfordert dagegen eine Baugenehmigung nach Landesbauordnung (LBO). Im Zweifel Bauamt vorab anfragen.
→ Weiterführender Artikel: Kosten Fensteraustausch | oknoplast.de/blog/fenster-austauschen-kosten-2026/
Welche Fragen stellen Fertighausbauherren zu Fenstern am häufigsten?
Das GEG 2024 schreibt im Neubau keine Dreifachverglasung als Pflicht vor. Es regelt den Gesamt-Primärenergiebedarf des Gebäudes. In der Praxis ist Dreifachverglasung jedoch de facto Pflicht, weil der GEG-Mindeststandard (EH 55 EE) mit Zweifachverglasung kaum erreichbar ist – und KfW-Förderung Zweifach ausschließt.
Das GEG 2024 schreibt im Neubau keinen Einzel-Uw-Wert für Fenster vor. Der häufig genannte Wert von 1,3 W/(m²K) gilt nur beim Fenstertausch in Bestandsgebäuden (§ 48 GEG). Im Neubau entscheidet der Gesamt-Energiestandard des Gebäudes. Für KfW EH 40 wird Uw ≤ 0,80 W/(m²K) empfohlen.
Für KfW EH 40 (Goldstandard 2026) wird Dreifachverglasung mit Uw ≤ 0,80 W/(m²K) benötigt. OKNOPLAST PAVA (ab Uw 0,76 W/(m²K)) und Winergetic Premium Passiv (ab Uw 0,67 W/(m²K)) erfüllen diese Anforderung. Warmatec-Glasrandverbund ist in beiden Systemen Standard.
Der Aufpreis für Dreifachverglasung gegenüber Zweifach beträgt 100 bis 200 Euro pro Fenster – also 15 bis 25 Prozent Mehrkosten. Bei 15 Fenstern sind das 1.500 bis 3.000 Euro. Die Amortisationszeit durch Heizkosten-Einsparung beträgt typisch 6 bis 12 Jahre; mit KfW-Förderung 4 bis 5 Jahre.
Der g-Wert gibt an, wie viel Sonnenstrahlung durch das Glas ins Gebäude gelangt. Standard-Dreifachverglasung hat g-Wert 0,50-0,62. Bei großen Süd- und Westfenstern (> 3 m²) kann das im Sommer zu Überhitzung führen. Sonnenschutzglas mit g-Wert 0,30-0,40 verhindert das und erfüllt DIN 4108-2.
Die Warme Kante (OKNOPLAST: Warmatec) ist der Glasrandverbund zwischen den Scheiben. Ein Kunststoff-Edelstahl-Hybrid reduziert die Wärmebrücke am Scheibenrand und senkt den Uw-Wert des Gesamtfensters um 0,05-0,10 W/(m²K) gegenüber Alu-Abstandhaltern. Bei KfW-40-Fertighäusern ist Warmatec Standard.
Ja, mit der Unterschnitt-Methode: Der alte Rahmen wird innen aufgeschnitten, das neue Fenster im gleichen Rohbaurahmen montiert. Das funktioniert ohne Fassadenschäden und ohne Genehmigung, solange Größe und Position gleich bleiben. Das Vergrößern oder Verschieben von Öffnungen erfordert eine Baugenehmigung.
Der 1:1-Austausch (gleiches Maß, gleiche Position) ist in den meisten Bundesländern nicht genehmigungspflichtig. Das Ändern, Vergrößern oder Einbauen neuer Fensteröffnungen ist genehmigungspflichtig nach Landesbauordnung (LBO). Im Zweifel beim zuständigen Bauamt anfragen.
Innenseitiger Beschlag entsteht, wenn die Oberflächentemperatur des Glases unter den Taupunkt der Raumluft fällt. Bei Zweifachverglasung passiert das häufiger als bei Dreifach. Ursachen: zu hohe Luftfeuchtigkeit, zu wenig Lüftung oder alte Zweifachverglasung mit Ug > 1,0 W/(m²K). Dreifachverglasung und regelmäßiges Stoßlüften beheben das Problem dauerhaft.
Für KfW EH 55 (seit Dezember 2025 reaktiviert) eignen sich OKNOPLAST ECOFUSION 76 (Uw ab 0,78 W/(m²K)) und Grande Classic (Uw ab 0,83 W/(m²K)) – beide mit Dreifachverglasung Ug = 0,5 W/(m²K) und Warmatec. ECOFUSION 76 wurde explizit für den Neubau entwickelt und ist das Einstiegssystem in den Fertighaus-Premium-Bereich.
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