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Farbtrends nach Stadt: Von Berliner Loft-Schwarz bis zu den Naturtönen Münchens


Vielfalt und Anpassungsfähigkeit in verschiedenen Architekturstilen

OKNOPLAST

04.09.2025

03.12.2025

8 Minuten

In diesem Artikel lernen Sie Folgendes:

  • Warum Anthrazit (RAL 7016) in Berlin so beliebt ist – und was es kostet
  • Welche Farben in München akzeptiert werden und welche nicht
  • Konkrete Aufpreise für verschiedene Fensterfarben
  • Was Hamburg, Lübeck und andere Städte wirklich bevorzugen
  • Praktische Vor- und Nachteile verschiedener Farben
  • Wie UV-Beständigkeit und Pflegeaufwand zusammenhängen
Corner-Windows-Oknoplast

Die Wahrheit über Fensterfarben

Weiß war jahrzehntelang die einzige Option bei Kunststofffenstern. Das hat sich geändert. Laut Herstellerdaten ist Anthrazit (RAL 7016) mittlerweile fast genauso beliebt wie Weiß – in manchen Regionen sogar beliebter. Aber: Was in Berlin funktioniert, kann in München problematisch sein. Denkmalschutzbehörden haben klare Meinungen. Und die sind regional sehr unterschiedlich.

Dieser Artikel zeigt Ihnen keine generischen „Farbtrends“, sondern konkrete Präferenzen in deutschen Städten – mit echten Daten zu Kosten, Pflege und behördlichen Vorgaben.

Berlin: Anthrazit als Standard

Der Trend

In Berliner Neubaugebieten sieht man sie überall: anthrazitfarbene und schwarze Fenster. Besonders in Lichtenberg, Prenzlauer Berg und den sanierten Altbauten in Kreuzberg. Der Grund ist nicht nur Ästhetik.

RAL 7016 (Anthrazitgrau) ist technisch gesehen ein dunkles Grau, wirkt aber fast schwarz. Bei vielen Herstellern gehört es mittlerweile zu den Standardfarben – genau wie Weiß.

RAL 9005 (Tiefschwarz) ist härter im Kontrast, wirkt moderner, wird aber seltener gewählt. Grund: höherer Preis und stärkere Aufheizung bei Sonneneinstrahlung.

Die Kosten

Standardfenster 1,23 x 1,48 m (zweiflügelig):

  • Weiß: 620-750€
  • Anthrazit RAL 7016: 720-870€ (Aufpreis ca. 15-18%)
  • Schwarz matt: 780-920€ (Aufpreis ca. 20-25%)

Bei 12 Fenstern bedeutet Anthrazit statt Weiß einen Mehrpreis von etwa 1.200-1.440€. Das klingt viel – aber die Fenster halten 30-40 Jahre.

Warum der Aufpreis?

Weiße Kunststofffenster werden mit einem hellen Grundkörper produziert. Für Anthrazit oder Schwarz braucht man entweder:

  1. Einen dunklen Grundkörper (teurer in der Herstellung)
  2. Oder eine UV-beständige Folie (zusätzlicher Arbeitsschritt)

Die praktischen Vorteile

Schmutz ist weniger sichtbar: Auf anthrazitfarbenen Rahmen fallen Staub, Pollen und leichte Verfärbungen kaum auf. Weiße Fenster zeigen jeden Fliegenfleck.

Pflegeaufwand: Anthrazit: 2-3x jährlich reinigen reicht Weiß: 4-6x jährlich, wenn Sie es gepflegt halten wollen

Das spart über 30 Jahre etwa 60-90 Stunden Arbeit. Rechnen Sie das in Geld um (z.B. 25€/Stunde für Fensterputzer), sind das 1.500-2.250€ Ersparnis.

Die Nachteile

Aufheizung im Sommer: Dunkle Rahmen werden bei direkter Sonneneinstrahlung deutlich wärmer als weiße. Bei Südseite im Hochsommer können Anthrazit-Rahmen 60-70°C erreichen, weiße Rahmen nur 40-45°C.

Das ist für das PVC kein Problem – moderne Profile sind dafür ausgelegt. Aber: Bei älteren Gebäuden mit großen Fensterflächen kann es die Raumtemperatur beeinflussen.

Vergilbung: Hochwertige UV-beständige Folien vergilben nicht. Billige Varianten schon. Nach 10-15 Jahren sieht man den Unterschied. Qualität kostet – aber sie lohnt sich.

industrieller stil oknoplast

München: Holzoptik und Denkmalschutz

Die Realität im Altbau

München hat etwa 1.200 Einzeldenkmäler und mehrere geschützte Ensembles. Die Untere Denkmalschutzbehörde hat klare Regeln:

In Baudenkmälern sind Kunststofffenster nicht erlaubt.

Das steht so in einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 06.11.1996 (bestätigt durch das Bundesverwaltungsgericht 1998). Argument: Materialgerechtigkeit. Ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wurde mit Holzfenstern gebaut. Also muss bei Erneuerung wieder Holz verwendet werden.

Selbst perfekte Nachbildungen in Kunststoff werden abgelehnt.

Die Behörde kann eine Beseitigungsanordnung erlassen mit maximal 5 Jahren Übergangsfrist. Wer trotzdem Kunststoff einbaut, riskiert Rückbau auf eigene Kosten.

Was funktioniert

Außerhalb des Denkmalschutzes: In normalen Wohngebieten (Neuhausen, Pasing, Sendling) können Sie wählen. Beliebt sind Holzoptik-Folien:

Golden Oak: Helles Eichenholz-Dekor, klassisch Mahagoni: Rötlich-braun, eleganter Winchester: Dunkles Holzdekor, modern

Aufpreise für Dekorfolien:

  • Golden Oak: +180-240€ pro Fenster
  • Mahagoni: +200-260€ pro Fenster
  • Winchester: +220-280€ pro Fenster

Bei 12 Fenstern: 2.160-3.360€ Mehrkosten gegenüber Weiß.

Holzfenster: Die Alternative

Wenn Denkmalschutz verlangt wird, brauchen Sie echte Holzfenster. Typische Holzarten in München:

Fichte: Günstig, braucht regelmäßigen Anstrich, 1.100-1.400€ pro Fenster Lärche: Robuster, harzhaltig, witterungsbeständiger, 1.300-1.600€ pro Fenster Eiche: Sehr langlebig, schwerer, 1.500-1.900€ pro Fenster

Wichtig: Alle 3-5 Jahre Neuanstrich nötig. Kostenpunkt: 80-120€ pro Fenster. Über 30 Jahre: 6-10 Anstriche = 480-1.200€ zusätzliche Kosten pro Fenster.

UV-Beständigkeit

München hat etwa 1.800 Sonnenstunden pro Jahr. Das ist mehr als Berlin (1.650) oder Hamburg (1.600). UV-Strahlung lässt Farben verblassen.

Moderne Dekorfolien sind UV-stabilisiert. Sie halten 20-30 Jahre ohne sichtbares Ausbleichen. Ältere Folien oder billige Varianten zeigen nach 8-12 Jahren erste Verfärbungen.

Lackierte Holzfenster brauchen UV-Schutz im Lack. Ohne regelmäßigen Neuanstrich wird das Holz grau und spröde.

Hamburg, Lübeck, Bremen: Maritime Farben

Der Mythos

„In Hansestädten bevorzugt man helle Farben wie Cremeweiß wegen des maritimen Charakters.“

Das stimmt – aber nur teilweise. Die Realität ist komplizierter.

Hamburg: Vielfalt statt Einheitslook

Hamburg hat keine einheitliche Farbpräferenz. Was Sie sehen, hängt vom Stadtteil ab:

Speicherstadt (UNESCO-Welterbe): Rote Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert. Hier sind weiße Fenster (RAL 9010 oder RAL 9016) Standard – aber nicht weil es „maritim“ ist, sondern weil der Kontrast zum roten Backstein funktioniert.

HafenCity (Neubauten): Moderne Architektur. Hier sieht man alle Farben: Anthrazit, Schwarz, Grau, sogar kräftige Farben wie Blau (RAL 5003) oder Grün (RAL 6005).

Blankenese (Villen): Holzoptik-Folien oder echte Holzfenster. Cremeweiß (RAL 9001) oder Lichtgrau (RAL 7035).

Wilhelmsburg (Wohnungsbau): Praktisch: Anthrazit RAL 7016, weil pflegeleicht.

Lübeck: Strenger Denkmalschutz

Die Lübecker Altstadt steht komplett unter UNESCO-Schutz. Hier gelten ähnlich strenge Regeln wie in München.

Im Altstadtbereich:

  • Fast ausschließlich weiße oder cremefarbene Fenster
  • Kunststoff wird kritisch gesehen, Holz bevorzugt
  • Dunkle Farben werden in der Regel abgelehnt

Begründung: Die backsteingotische Architektur (13.-15. Jahrhundert) hatte helle Fenster. Anthrazit oder Schwarz gab es damals nicht – also wird es heute nicht genehmigt.

Bremen: Pragmatischer

Bremen ist weniger streng als Lübeck. Im Schnoorviertel (Fachwerkhäuser, 15.-18. Jahrhundert) gelten Denkmalschutz-Regeln. Außerhalb können Sie frei wählen.

Beliebt in Bremen:

  • Weiß: RAL 9010 (Reinweiß) oder RAL 9016 (Verkehrsweiß)
  • Grautöne: RAL 7035 (Lichtgrau), RAL 7040 (Fenstergrau)
  • Anthrazit: RAL 7016, vor allem in Neubauten

Salzhaltige Luft: Bremen liegt 60 km von der Küste entfernt. Die Luft ist salzhaltig, aber nicht so extrem wie direkt an der Nordsee. Fenster aus PVC sind salzresistent. Holzfenster brauchen guten Schutzanstrich.

Einflügeliges Fenster aus PVC

Was Farben wirklich kosten

Die Preisstaffelung

Basis: Weiß (RAL 9016) Standardpreis, keine Aufschläge

+10-15%: Standardfarben

  • Braun (RAL 8003)
  • Creme (RAL 1015)
  • Hellgrau (RAL 7035)

+15-20%: Trendfarben

  • Anthrazit (RAL 7016)
  • Basaltgrau (RAL 7012)
  • Dunkelgrün (RAL 6005)

+20-25%: Spezialfarben

  • Schwarz matt
  • Signalfarben (Blau, Rot, Gelb)
  • Metallic-Effekte

+30-40%: Holzoptik-Folien

  • Golden Oak
  • Mahagoni
  • Nussbaum
  • Winchester

+80-150%: Echte Holzfenster

  • Fichte: +80-100%
  • Lärche: +100-120%
  • Eiche: +120-150%

Rechenbeispiel

Neubau mit 15 Fenstern (verschiedene Größen), Durchschnittspreis pro Fenster:

Variante 1: Alles weiß 15 x 680€ = 10.200€

Variante 2: Außen Anthrazit, innen weiß (zweifarbig) 15 x 820€ = 12.300€ Mehrkosten: 2.100€

Variante 3: Golden Oak Dekorfolie 15 x 890€ = 13.350€ Mehrkosten: 3.150€

Variante 4: Echte Holzfenster (Lärche) 15 x 1.450€ = 21.750€ Mehrkosten: 11.550€ Plus: 80-120€ Neuanstrich pro Fenster alle 4 Jahre = 1.200-1.800€ alle 4 Jahre

Über 30 Jahre (Lebensdauer der Fenster):

  • Kunststoff Anthrazit: 12.300€ (einmalig)
  • Holz Lärche: 21.750€ + 7×1.500€ Anstrich = 32.250€

Differenz: 19.950€

Pflege: Der Unterschied zählt

Weiß

Häufigkeit: 4-6x jährlich Problem: Zeigt jeden Schmutz, jede Verfärbung Zeitaufwand: Etwa 15-20 Min. pro Fenster = 3-5 Stunden bei 12 Fenstern

Anthrazit / Grau

Häufigkeit: 2-3x jährlich Vorteil: Schmutz fällt kaum auf Zeitaufwand: Etwa 10-15 Min. pro Fenster = 2-3 Stunden bei 12 Fenstern

Holzoptik-Folien

Häufigkeit: 2-3x jährlich (wie Anthrazit) Besonderheit: Strukturierte Folien können Schmutz in Rillen ansammeln Zeitaufwand: Etwa 15 Min. pro Fenster = 3 Stunden bei 12 Fenstern

Echte Holzfenster

Laufende Reinigung: 3-4x jährlich Anstrich: Alle 3-5 Jahre kompletter Neuanstrich Zeitaufwand Anstrich: 2-3 Stunden pro Fenster (Abschleifen, Grundierung, 2x Deckanstrich) Kosten DIY: 15-25€ Material pro Fenster Kosten Profi: 80-120€ pro Fenster

Über 30 Jahre bei 12 Fenstern:

  • Eigenleistung: 6-8 Anstriche x 24-36 Stunden = 144-288 Stunden Arbeit
  • Profianstrich: 6-8 Anstriche x 12 x 100€ = 7.200-9.600€
Luxuriöse Fensterfronten

Zweifarbige Fenster: Innen anders als außen

Die Idee

Außen Anthrazit für moderne Optik, innen Weiß für helle Räume. Oder umgekehrt. Das ist möglich – aber nicht bei allen Materialien.

Kunststoff-Alu-Fenster: Außen Alu-Schale (beliebige RAL-Farbe möglich) Innen PVC-Profil (weiß oder farbig) Aufpreis: Ca. 40-60% gegenüber einfarbigen Kunststofffenstern

Reine Kunststofffenster: Möglich mit speziellen Profilen (dunkler Grundkörper + weiße Innenschale) Aufpreis: Ca. 25-35% gegenüber einfarbigen

Holzfenster: Innen und außen können unterschiedlich lasiert werden Aufpreis: Minimal (ca. 5-10%), aber Wartungsaufwand verdoppelt sich

Wann es sich lohnt

Szenario 1: Denkmalschutz Außen muss Holzoptik oder helle Farbe sein (Behörde schreibt vor) Innen wollen Sie Weiß für hellere Räume → Zweifarbigkeit ist Pflicht, kein Luxus

Szenario 2: Kontrast gewünscht Außen dunkle Fassade → dunkle Fenster wirken harmonisch Innen helle Einrichtung → weiße Fenster wirken besser → Zweifarbigkeit macht Sinn

Szenario 3: Nur Optik Außen Anthrazit „weil es modern aussieht“ Innen auch Anthrazit, aber Sie bezahlen 25% Aufpreis für zweifarbig → Überflüssig, sparen Sie das Geld

Regionale Unterschiede zusammengefasst

Berlin

Bevorzugt: Anthrazit (RAL 7016), Schwarz matt, Grautöne Grund: Moderner Loft-Stil, Industrial Look in sanierten Altbauten Denkmalschutz: In Kreuzberg, Prenzlauer Berg streng, aber weniger als München Besonderheit: Zweifarbig (außen dunkel, innen weiß) sehr beliebt

München

Bevorzugt: Weiß, Holzoptik-Folien (Golden Oak, Mahagoni), echte Holzfenster Grund: Denkmalschutz dominiert das Stadtbild, bairische Tradition Denkmalschutz: Sehr streng, Kunststoff in Baudenkmälern praktisch ausgeschlossen Besonderheit: Höchste Anforderungen an UV-Beständigkeit (viele Sonnenstunden)

Hamburg

Bevorzugt: Vielfältig – Weiß in historischen Vierteln, Anthrazit in Neubauten Grund: Keine einheitliche Stadtidentität, viele verschiedene Baustile Denkmalschutz: Speicherstadt sehr streng, HafenCity frei Besonderheit: Salzhaltige Luft begünstigt wartungsfreie PVC-Fenster

Lübeck

Bevorzugt: Weiß (RAL 9010), Cremeweiß (RAL 9001) Grund: UNESCO-Welterbe, backsteingotische Architektur Denkmalschutz: Sehr streng in gesamter Altstadt Besonderheit: Dunkle Farben werden meist abgelehnt

Bremen

Bevorzugt: Weiß, Hellgrau, zunehmend Anthrazit in Neubauten Grund: Mix aus Tradition (Schnoorviertel) und Moderne Denkmalschutz: Mittel – streng im Schnoor, pragmatisch außerhalb Besonderheit: Pragmatischer als andere Hansestädte

Asymmetrische Fenster

Was Sie wirklich wissen müssen

Entscheidungskriterien

1. Gibt es Denkmalschutz? → Wenn ja, klären Sie ZUERST mit der Behörde, welche Farben erlaubt sind → Sonst riskieren Sie teuren Rückbau

2. Wie viel Sonne bekommt die Fassade? → Südseite: Dunkle Farben heizen stark auf → Nordseite: Farbe egal, hier zählt nur Optik

3. Wie oft wollen Sie putzen? → Wenig Zeit: Anthrazit oder Grau (2-3x/Jahr reicht) → Perfektionisten: Weiß geht auch, braucht aber 5-6x/Jahr

4. Was ist Ihr Budget? → Knapp: Weiß ist am günstigsten → Mittel: Anthrazit guter Kompromiss (15% Aufpreis, aber weniger Pflege) → Hoch: Holzoptik-Folien oder echte Holzfenster

5. Wie lange bleiben Sie im Haus? → Unter 10 Jahre: Nehmen Sie, was Ihnen gefällt (Wiederverkaufswert kaum beeinflusst) → Über 20 Jahre: Pflegeaufwand wird wichtig – Anthrazit spart Arbeit

Häufige Fehler

Fehler 1: Trendfarbe ohne Rücksicht auf Umgebung Anthrazitfenster in einer Straße mit lauter weißen Häusern? Ihr Haus wird herausstechen – nicht unbedingt positiv. Schauen Sie, was die Nachbarn haben.

Fehler 2: Dunkle Fenster bei schlechter Dämmung Dunkle Rahmen heizen im Sommer auf. Bei schlechter Gebäudedämmung wird das Raumklima noch schlechter. Erst dämmen, dann dunkle Fenster.

Fehler 3: Billige Folien bei Südseite UV-Strahlung ist gnadenlos. Sparen Sie nicht an der Folienqualität, wenn die Fenster nach Süden gehen. Nach 8 Jahren sehen Sie den Unterschied.

Fehler 4: Holzoptik ohne Wartungsplan Echte Holzfenster sehen toll aus – brauchen aber Pflege. Wenn Sie keine Zeit/Lust für regelmäßigen Anstrich haben, sind Holzoptik-Folien besser.

Fehler 5: Farbe aussuchen ohne Muster zu sehen RAL 7016 im Katalog sieht anders aus als am Haus. Bestellen Sie Musterprofile. Sehen Sie sie bei Tageslicht. Entscheiden Sie dann.

ECOFUSION Oknoplast

Technische Details, die zählen

Farbtonbeständigkeit

Moderne UV-stabilisierte Folien halten 20-30 Jahre ohne sichtbare Veränderung. Aber „UV-stabilisiert“ ist nicht gleich „UV-stabilisiert“.

Billige Folien: Nach 8-12 Jahren erste Verfärbungen Markenfolien: Nach 20+ Jahren noch gut Preisunterschied: Ca. 50-80€ pro Fenster Lohnt sich: Eindeutig ja

Aufheizung bei Sonne

Weiß: Max. 40-45°C Hellgrau (RAL 7035): Max. 50-55°C Anthrazit (RAL 7016): Max. 60-70°C Schwarz: Max. 75-80°C

Das betrifft nur die Rahmen, nicht die Verglasung. Aber: Bei großflächigen Fenstern (z.B. Terrassentür 2,5 x 2,1 m) kann der heiße Rahmen spürbar Wärme ins Zimmer abstrahlen.

Lösung bei Südseite:

  • Außenjalousie reduziert direkte Sonneneinstrahlung
  • Oder: Außen dunkle Farbe, innen weiß (zweifarbig)

Reinigung

Richtige Reinigung verlängert Lebensdauer:

Falsch:

  • Scheuermittel (zerkratzen Oberfläche)
  • Hochdruckreiniger (beschädigt Dichtungen)
  • Aggressive Chemikalien (greifen Material an)

Richtig:

  • Warmes Wasser + Spülmittel
  • Weicher Schwamm oder Mikrofasertuch
  • Bei hartnäckigem Schmutz: Spezialreiniger für Kunststoff/Holz
  • 2x jährlich Dichtungen mit Silikonfett behandeln

Was die Zukunft bringt

Neue Farben

Hersteller erweitern ständig die Farbpalette. Aktuell im Kommen:

Mattes Schwarz: Edler als glänzendes Schwarz, weniger Fingerabdrücke sichtbar Basaltgrau (RAL 7012): Heller als Anthrazit, moderner als Hellgrau Dunkelgrün (RAL 6005): Besonders bei Holzhäusern, Landhausstil Schiefergrau: Natürlicher Look, passt zu Steinfassaden

Intelligente Oberflächen

Einige Premiumhersteller bieten bereits:

Selbstreinigende Beschichtungen: Schmutz perlt ab (ähnlich Lotuseffekt) Antibakterielle Oberflächen: Reduziert Keimbildung Anti-Graffiti-Beschichtungen: Wichtig bei Erdgeschossfenstern in Städten

Aufpreis: 100-150€ pro Fenster Lohnt sich: Bei Fenstern in exponierten Lagen ja

Nachhaltigkeit

Immer mehr Käufer fragen nach ökologischen Aspekten:

PVC: Lange Lebensdauer (30-40 Jahre), aber Erdölprodukt, schwer recycelbar Holz: Nachwachsender Rohstoff, aber braucht regelmäßige Behandlung (Chemie) Holz-Alu: Kombination – Holz innen (ökologisch), Alu außen (langlebig, recycelbar)

Ökobilanz über 30 Jahre:

  1. Holz-Alu (beste Kombination aus Ökologie und Langlebigkeit)
  2. PVC (lange Lebensdauer kompensiert Herstellung)
  3. Reines Holz (häufiger Anstrich = chemische Belastung)

FAQ

Welche Vorteile bieten PVC-Fenster im Vergleich zu traditionellen Holzfenstern?

PVC-Fenster sind äußerst witterungsbeständig und langlebig, was sie zu einer pflegeleichten Wahl macht. Sie bieten hervorragende Wärmedämmung, was besonders in kalten Wintern von Vorteil ist. Zudem sind sie in einer Vielzahl von Farben und Designs erhältlich, die sich leicht an den individuellen Stil anpassen lassen.

Wie beeinflussen regionale Designpräferenzen die Farbwahl für Fenster und Türen?

Regionale Designpräferenzen spiegeln oft die kulturellen und historischen Einflüsse einer Region wider. In Berlin bevorzugt man beispielsweise dunkle Töne wie Schwarz und Anthrazit, um den minimalistischen und industriellen Look zu unterstreichen. In München hingegen dominieren Naturtöne, die Tradition mit Moderne verbinden.

Was ist Acrylcolor-Technologie und welche Vorteile bietet sie?

Acrylcolor-Technologie bezieht sich auf eine spezielle Beschichtungstechnik für Fensterprofile, die eine widerstandsfähige Oberfläche schafft. Diese Technologie sorgt dafür, dass Farben lebendig bleiben und nicht verblassen, selbst bei intensiver Sonneneinstrahlung oder extremen Wetterbedingungen.

Warum sind Dekorfolien eine beliebte Wahl in der Fenster- und Türgestaltung?

Dekorfolien bieten eine breite Palette an Texturen und Mustern, die das Erscheinungsbild von Fenstern individuell gestalten können. Sie ermöglichen es, die natürliche Schönheit von Holz nachzuahmen, ohne auf die Vorteile moderner Materialien verzichten zu müssen. Zudem sind sie witterungsbeständig und langlebig.

Wie kann man sicherstellen, dass die gewählten Fensterfarben zur regionalen Architektur passen?

Es ist ratsam, sich von Fachberatern beraten zu lassen, die den architektonischen Stil des Gebäudes analysieren können. Diese Experten helfen dabei, Farben auszuwählen, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch funktional sind und sich harmonisch in das Gesamtbild der Region einfügen.

Welche Rolle spielt Lichtbeständigkeit bei der Auswahl von Fensterfarben?

Lichtbeständigkeit ist entscheidend dafür, dass Farben ihre Intensität über Jahre hinweg behalten. Besonders in Regionen mit wechselhaftem Wetter ist es wichtig, Materialien zu wählen, die UV-beständig sind und nicht verblassen.

Sind dunkle Fensterfarben schwieriger zu pflegen als helle?

Tatsächlich machen dunkle Fensterfarben wie Schwarz oder Anthrazit Schmutz weniger sichtbar als helle Farben. Dadurch sind sie oft pflegeleichter und benötigen weniger häufige Reinigung.

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