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Rollladen oder Raffstore: Fc-Wert-Vergleich nach DIN 4108-2


OKNOPLAST-Rollladen

OKNOPLAST

03.07.2026

8 Minuten

Was Sie in diesem Artikel erfahren:

  • Welchen Fc-Wert Rollladen und Raffstore tatsächlich erreichen – und warum dieser Unterschied über die DIN-4108-2-Sonderregelung entscheidet
  • Wie Sie den rechnerischen Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes komplett vermeiden – mit der 35-Prozent-Regel Schritt für Schritt
  • Warum eine nachträgliche Rollladen-Montage an großformatigen Hebe-Schiebe-Türen an konstruktive Grenzen stößt – und wie der integrierte Vorbaukasten am HST MOTION 82 Vista das löst
  • Welche BAFA-Förderung für Rollläden und Raffstores 2026 tatsächlich gilt – und warum sie nie eigenständig, sondern nur mit Fenster- oder Türtausch beantragt werden kann
  • Wie die SMART OKNOPLAST Wetterautomatik Raffstores über Sonnen- und Windwächter automatisch steuert – und ab welchem Investitionsvolumen sich die Automatisierung gegenüber manueller Bedienung rechnet
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Was unterscheidet Rollladen und Raffstore beim Sonnenschutz?

Der Rollladen blockiert Sonnenlicht vollständig über einen geschlossenen Panzer, während der Raffstore über verstellbare Lamellen Licht und Wärme stufenlos reguliert – dieser konstruktive Unterschied bestimmt Fc-Wert, Verdunkelungsgrad und Einsatzbereich beider Sonnenschutzsysteme.

Ein Rollladen und ein Raffstore lösen mit unterschiedlichen technischen Mitteln dieselbe bauphysikalische Aufgabe: Beide stoppen Sonnenstrahlung, bevor sie auf die Glasscheibe trifft. Der Rollladen ist das ältere, robustere System. Der Raffstore bietet mehr Steuerungsmöglichkeiten, ist dafür aber empfindlicher gegenüber Wind und Verschmutzung.

Aufbau und Funktionsweise des Rollladens

Ein Rollladen besteht aus vier Grundkomponenten: Rollladenkasten, Führungsschienen, Rollladenpanzer und Bedienelement. Als Vorbaurollladen wird der komplette Kasten außen vor dem Fensterrahmen montiert, ohne die Gebäudehülle zu durchbrechen – dadurch entstehen keine zusätzlichen Wärmebrücken über dem Fenster. Als Aufsatzrollladen wird der Kasten werkseitig mit dem Fensterelement verbunden und gemeinsam eingebaut, was sich besonders für Neubau und Komplettsanierung eignet.

Im heruntergefahrenen Zustand bildet sich zwischen Rollladenpanzer und Fensterscheibe ein Luftpolster. Dieses Luftpolster wirkt als zusätzliche Dämmschicht und reduziert nicht nur den sommerlichen Wärmeeintrag, sondern verbessert auch den winterlichen Wärmeschutz und die Schalldämmung. Ein geschlossener Rollladen dunkelt den Raum nahezu vollständig ab – ein Vorteil für Schlaf- und Kinderzimmer, ein Nachteil für Wohnräume, in denen Tageslicht während der Beschattung erwünscht bleibt.

Aufbau und Funktionsweise des Raffstores

Ein Raffstore besteht aus beweglichen Aluminiumlamellen, die in seitlichen Führungsschienen laufen und sich stufenlos neigen lassen – von vollständig geöffnet bis nahezu geschlossen. Diese Lamellenneigung wird manuell oder motorisiert gesteuert und erlaubt eine gezielte Lichtlenkung: Bei flacher Lamellenstellung fällt weiterhin Tageslicht in den Raum, während direkte Sonneneinstrahlung und der damit verbundene Wärmeeintrag reduziert bleiben.

Diese Flexibilität hat einen Preis. Ein Raffstore ist technisch filigraner als ein Rollladen und reagiert empfindlicher auf starken Wind – viele Systeme fahren bei Windstärken ab 6 Beaufort automatisch ein, um Beschädigungen zu vermeiden. Bei modernen Baukörpern mit großflächiger Verglasung wird der Raffstore trotzdem häufig gewählt, weil er sich optisch in die Fassadengestaltung integrieren lässt und gleichzeitig eine spürbare Verschattungswirkung erzielt.

Wie wird der Fc-Wert bei Sonnenschutzsystemen berechnet?

Der Fc-Wert – auch Abminderungsfaktor oder Verschattungskoeffizient genannt – beschreibt, welcher Anteil der Sonnenenergie trotz Sonnenschutzsystem durch die Verglasung in den Raum gelangt, und wird nach bauphysikalischen Prüfnormen für Rollläden und Raffstores unabhängig voneinander ermittelt.

Ein Fc-Wert von 0,15 bedeutet: 15 % der auftreffenden Sonnenenergie erreichen trotz Sonnenschutz den Innenraum, 85 % werden abgehalten. Je niedriger der Fc-Wert, desto wirksamer die Verschattung. Der Fc-Wert ist damit das Gegenstück zum g-Wert der Verglasung – während der g-Wert die Durchlässigkeit des Glases selbst beschreibt, bewertet der Fc-Wert die zusätzliche Abschirmung durch ein außenliegendes System.

Fc-Wert Rollladen vs. Raffstore im Vergleich

Rollläden erreichen im vollständig geschlossenen Zustand Fc-Werte zwischen 0,10 und 0,15, weil der geschlossene Panzer nahezu keine direkte Sonnenstrahlung durchlässt. Raffstores liegen bei geschlossener Lamellenstellung in einem ähnlichen Bereich, steigen jedoch bei teilweise geöffneten Lamellen auf 0,20 bis 0,25 – ein bewusster Kompromiss zwischen Verschattung und Tageslichtnutzung. Beide Systeme unterschreiten damit deutlich den Grenzwert von 0,35, den die DIN 4108-2 für Sonnenschutzverglasung fordert.

SonnenschutzsystemFc-Wert (geschlossen)Fc-Wert (teilgeöffnet)VerdunkelungLichtlenkung
Rollladen0,10vollständignicht möglich
Raffstore0,150,20-0,25einstellbarstufenlos

Ein Fachhandelspartner aus dem Rheinland berichtete uns kürzlich von einem Bestandsbau aus den 1990er-Jahren, bei dem der Bauherr ursprünglich für das gesamte Haus einen Raffstore wollte. Nach der Fc-Wert-Berechnung entschied sich die Familie wegen der Süd-West-Ausrichtung des Wohnzimmers für die Kombination aus Rollladen im Schlafbereich und Raffstore im Wohnbereich. Diese Kombinationslösung ist in der Praxis häufiger als eine reine Systementscheidung.

Zusammenhang zwischen Fc-Wert und g-Wert der Verglasung

Der Gesamteffekt eines Sonnenschutzsystems ergibt sich aus der Multiplikation von Fc-Wert und g-Wert der Verglasung, nicht aus dem Fc-Wert allein. Eine Standard-Dreifachverglasung mit g-Wert 0,50 kombiniert mit einem Raffstore (Fc 0,20) ergibt einen effektiven Gesamtenergiedurchlassgrad von 0,10 – eine spezielle Sonnenschutzverglasung mit g-Wert 0,30 kombiniert mit demselben Raffstore kommt auf 0,06.

Für die Praxis bedeutet das: Ein hochwertiges Sonnenschutzsystem kann eine einfache Verglasung nicht vollständig kompensieren, verbessert aber jede Verglasung deutlich messbar. Bauherren, die auf eine spezielle Sonnenschutzverglasung verzichten, sollten dies durch ein leistungsfähigeres Beschattungssystem ausgleichen – und umgekehrt.

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Wann entfällt der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2?

Der rechnerische Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2 entfällt bei Wohngebäuden, wenn der Fensterflächenanteil des kritischen Raums 35 % nicht übersteigt und die Fenster in Ost-, West- und Südorientierung über einen normativ nachgewiesenen außenliegenden Sonnenschutz verfügen.

Diese Sonderregelung betrifft ausschließlich sogenannte kritische Räume – Räume mit hoher Sonneneinstrahlung, geringer Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile oder eingeschränkter Nachtlüftungsmöglichkeit. Große süd- oder westorientierte Fensterflächen fallen typischerweise in diese Kategorie und müssen bei Neubau sowie bei Erweiterungen über 50 Quadratmeter (§ 51 GEG) rechnerisch oder durch die Sonderregelung abgedeckt werden.

Voraussetzungen der 35-Prozent-Sonderregelung

Als normativ nachgewiesener Sonnenschutz gilt nach DIN 4108-2 bei Sonnenschutzverglasung (g ≤ 0,40) ein außenliegendes Sonnenschutzsystem mit Fc ≤ 0,35, bei bauüblicher Verglasung (g > 0,40) ein System mit Fc ≤ 0,30. Sowohl der geschlossene Rollladen als auch der teilgeöffnete Raffstore erfüllen diese Grenzwerte mit deutlichem Puffer – ein Rollladen mit Fc 0,10 unterschreitet den strengeren Grenzwert von 0,30 um zwei Drittel.

Verglasungstypg-Wert der VerglasungFc-Wert-GrenzwertFensterflächenanteil
Sonnenschutzverglasung≤ 0,40≤ 0,35≤ 35 %
Standardverglasung> 0,40≤ 0,30≤ 35 %

Die 35-Prozent-Sonderregelung erspart Bauherren und Planern eine aufwendige Einzelfallberechnung – vorausgesetzt, die bauliche Situation entspricht tatsächlich den Randbedingungen der Norm. Bei größeren Fensterflächenanteilen, gewerblich genutzten Gebäuden oder besonders exponierten Lagen bleibt der rechnerische Nachweis Pflicht.

Vereinfachtes Verfahren vs. thermische Gebäudesimulation

Überschreitet ein Gebäude die Grenzwerte der Sonderregelung, greift zunächst das vereinfachte Nachweisverfahren nach DIN 4108-2, das mit tabellierten Sonneneintragskennwerten arbeitet. Führt dieses Verfahren zu keinem befriedigenden Ergebnis oder ist die bauliche Situation zu komplex – etwa bei stark verglasten Fassaden oder ungewöhnlichen Raumgeometrien – wird eine thermische Gebäudesimulation erforderlich.

Die Simulation arbeitet mit Übertemperatur-Gradstunden als Bezugsgröße und berücksichtigt die tatsächliche Sommerklimaregion des Standorts; Deutschland ist dafür in drei Klimaregionen mit unterschiedlichen zulässigen Innentemperaturen zwischen 25 °C und 27 °C eingeteilt. Aus unserer Erfahrung mit Fachhandelspartnern lohnt sich diese aufwendigere Simulation vor allem bei Projekten mit großformatigen Hebe-Schiebe-Elementen, bei denen die Sonderregelung wegen des hohen Glasanteils ohnehin nicht greift.

Rollladen oder Raffstore für Hebe-Schiebe-Türen – was passt zum HST MOTION 82 Vista?

Das OKNOPLAST HST MOTION 82 Vista verfügt über einen werkseitig integrierten Raffstore-Vorbaukasten – eine Konstruktion, die bei großformatigen Hebe-Schiebe-Türen die nachträgliche Montage eines separaten Beschattungssystems überflüssig macht.

Bei Hebe-Schiebe-Türen mit Elementgrößen von mehreren Metern Breite stößt eine nachträgliche Rollladen- oder Raffstore-Montage schnell an konstruktive Grenzen: Der Vorbaukasten muss die statische Last der breiten Führungsschienen mittragen, ohne die Bedienbarkeit der Tür einzuschränken. OKNOPLAST löst dieses Problem, indem der Vorbaukasten bereits im Werk in das Türsystem integriert wird.

Integrierter Raffstore-Vorbaukasten am HST MOTION 82 Vista

Das HST MOTION 82 Vista ist eine zweiflügelige Hebe-Schiebe-Tür mit folgenden technischen Kerndaten:

  • HST MOTION 82 Vista → Elementgröße max. → 6.000 × 2.700 mm
  • HST MOTION 82 Vista → Bautiefe → 194 mm
  • HST MOTION 82 Vista → Uw-Wert → ab 0,76 W/(m²K)
  • HST MOTION 82 Vista → Stahlverstärkung → Warmatec-Rahmen
  • HST MOTION 82 Vista → Sonnenschutz → integrierter Raffstore-Vorbaukasten

Der integrierte Vorbaukasten ist konstruktiv auf die Warmatec-Stahlverstärkung des Rahmens abgestimmt, wodurch auch bei einer Elementbreite von sechs Metern keine zusätzliche Durchbiegung des Kastens entsteht. Für Bauherren bedeutet das: Beschattung und Türsystem werden als ein aufeinander abgestimmtes Element aus einer Hand geplant, montiert und über dieselbe Bedienlogik gesteuert – statt zwei separate Gewerke nachträglich zusammenzuführen.

Rollladen-Nachrüstung an Bestandstüren

Bei bestehenden Terrassen- oder Balkontüren ohne vorhandenen Sonnenschutz ist eine Nachrüstung grundsätzlich möglich, unterscheidet sich aber deutlich zwischen Vorbau- und Aufsatzlösung. Ein Vorbaurollladen lässt sich auch nachträglich vor ein bestehendes Element montieren, ohne die Gebäudehülle zu öffnen – das macht ihn zur praktikablen Lösung für Sanierungsprojekte ohne kompletten Fenstertausch.

Ein Aufsatzrollladen dagegen erfordert den gleichzeitigen Austausch des Türelements, da Kasten und Rahmen als vormontierte Einheit eingebaut werden. Bei einer ohnehin geplanten Erneuerung der Terrassentür – etwa im Zuge einer energetischen Sanierung – lässt sich diese Kombination in einem Arbeitsschritt umsetzen und spart gegenüber zwei getrennten Baumaßnahmen Zeit und Montagekosten.

raffstore-fassaden-jalousie-oknoplast

Gibt es BAFA-Förderung für Rollläden oder Raffstores?

Außenliegender Sonnenschutz wie Rollläden oder Raffstores ist im Rahmen der BEG-Einzelmaßnahmen förderfähig, wenn die Montage in Verbindung mit einer energetischen Sanierung erfolgt – der Fördersatz liegt bei 15 % der förderfähigen Kosten, mit iSFP-Bonus bei 20 % (Stand 2026, BAFA-Richtlinie BEG EM).

Eine eigenständige Förderung ausschließlich für Rollläden oder Raffstores ohne begleitende energetische Maßnahme sieht die aktuelle BAFA-Richtlinie nicht vor. Entscheidend ist die Einbindung in ein förderfähiges Gesamtkonzept – klassischerweise der Fenster- oder Türtausch, bei dem der außenliegende Sonnenschutz als ergänzende Maßnahme mitbeantragt wird.

Förderfähigkeit von außenliegendem Sonnenschutz

Förderfähig sind nach BEG-EM-Richtlinie Maßnahmen, die nachweislich zur Reduzierung des sommerlichen Wärmeeintrags beitragen und die Anforderungen an den U-Wert beziehungsweise Fc-Wert erfüllen. Für den Fenstertausch gilt dabei ein Uw-Grenzwert von maximal 0,95 W/(m²K), damit die Maßnahme insgesamt förderfähig bleibt.

MaßnahmeFördersatzVoraussetzungMax. Förderbetrag
Fenster-/Türtausch mit Sonnenschutz15 %Uw ≤ 0,95 W/(m²K)30.000 € je Wohneinheit
Fenster-/Türtausch mit Sonnenschutz + iSFP20 %Uw ≤ 0,95 W/(m²K), iSFP60.000 € je Wohneinheit

Kombination mit Fenstertausch im BAFA-Antrag

Wer den Einbau eines Raffstores gemeinsam mit dem Austausch der Terrassentür beantragt, reicht beide Maßnahmen als eine förderfähige Einheit ein – das reduziert den administrativen Aufwand gegenüber zwei getrennten Anträgen erheblich. Voraussetzung ist die Antragstellung vor Beginn der Baumaßnahme sowie die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten aus der Dena-Expertenliste.

Nach unserer Erfahrung aus dem Fachhandelspartner-Netzwerk wird der Fördersatz von 20 % über den iSFP-Bonus in der Praxis deutlich seltener genutzt als der Basissatz von 15 %. Viele Bauherren scheuen den zusätzlichen Aufwand für den individuellen Sanierungsfahrplan – dabei lohnt sich der Bonus bereits bei Projekten ab etwa 15.000 € Investitionsvolumen finanziell.

Automatisierter Sonnenschutz – wie funktioniert die SMART OKNOPLAST Wetterautomatik?

Die SMART OKNOPLAST Wetterautomatik steuert Raffstores über einen Sonnen- und Windwächter automatisch nach Sonnenstand, Helligkeit und Windgeschwindigkeit und ist ab dem Premium-Paket mit KNX-Integration verfügbar.

Eine motorisierte, automatisierte Beschattung reagiert schneller auf Wetteränderungen als eine manuelle Bedienung – gerade bei Windböen ist das ein Sicherheitsvorteil, weil das System die Lamellen automatisch einfährt, bevor Schäden entstehen. Für Bauherren, die ohnehin in ein Smart-Home-System investieren, lässt sich die Sonnenschutzsteuerung direkt in die Gesamtautomatisierung integrieren.

SMART OKNOPLAST Wetterautomatik für Raffstores

Der Sonnen- und Windwächter der SMART OKNOPLAST Wetterautomatik erfasst kontinuierlich Sonnenstand, Helligkeitswerte sowie Innen- und Außentemperatur und passt die Lamellenneigung des Raffstores entsprechend an. Im Premium-Paket mit KNX-Integration lässt sich diese Steuerung mit weiteren Gebäudefunktionen wie Heizung und Beleuchtung verknüpfen, sodass Beschattung und Raumklima als ein System zusammenarbeiten statt als isolierte Einzellösungen.

Bei einem Neubauprojekt nahe Freiburg im Breisgau entschied sich die Bauherrenfamilie wegen der exponierten Hanglage bewusst gegen die werksseitige Windwächter-Schwelle von 6 Beaufort. Sie ließ die Schwelle auf 5 Beaufort absenken – ein kleiner Eingriff mit spürbarem Effekt, weil die Raffstores dort schon bei mäßigem Wind zuverlässig einfahren.

Aus Sicht des Fachhandels ist die Wetterautomatik gerade bei großflächig verglasten Neubauten die wirtschaftlichere Wahl gegenüber einer rein manuellen Steuerung – der Energieeinspareffekt durch konsequente, zeitnahe Beschattung übersteigt in der Regel die Mehrkosten der Automatisierung über die Nutzungsdauer.

Motorisierung und Nachrüstbarkeit von Rollläden

Auch klassische Rollläden lassen sich motorisieren und in bestehende Funksysteme integrieren, ohne dass dafür Kabel neu verlegt werden müssen. Ein Funkmotor ersetzt den manuellen Rollladengurt und ermöglicht die Bedienung per Handsender, Zeitschaltuhr oder als Teil einer Smart-Home-Zentrale – bei Vorbaurollläden ist diese Nachrüstung auch ohne gleichzeitigen Fenstertausch möglich.

Der praktische Unterschied zur Raffstore-Wetterautomatik liegt im Funktionsumfang: Ein motorisierter Rollladen fährt vollständig auf oder ab, eine differenzierte Lichtlenkung wie beim Raffstore ist konstruktionsbedingt nicht möglich. Für reine Verdunkelungs- und Sicherheitszwecke – etwa in Schlafräumen – ist das in der Praxis meist ausreichend.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Raffstore im Vergleich zum Rollladen?

Motorisierte Rollläden kosten je nach Größe und Ausführung marktüblich zwischen 400 und 800 € pro Element inklusive Montage. Raffstores liegen aufgrund der beweglichen Lamellentechnik meist darüber, abhängig von Breite, Material und Steuerungsumfang.

Welcher Fc-Wert ist für Sonnenschutzverglasung vorgeschrieben?

Bei Sonnenschutzverglasung mit g-Wert ≤ 0,40 fordert die DIN 4108-2 einen Fc-Wert von maximal 0,35, damit der Sonnenschutz als normativ nachgewiesen gilt. Bei Standardverglasung liegt der Grenzwert bei Fc ≤ 0,30.

Wann entfällt der DIN-4108-2-Nachweis komplett?

Der rechnerische Nachweis entfällt bei Wohngebäuden, wenn der Fensterflächenanteil des kritischen Raums 35 % nicht übersteigt und Ost-, West- sowie Südfenster über normativ nachgewiesenen außenliegenden Sonnenschutz verfügen.

Lohnt sich der Umstieg von Rollladen auf Raffstore bei einer Sanierung?

Das hängt von der Raumnutzung ab: Für Wohnräume mit gewünschtem Tageslichteinfall während der Beschattung bietet der Raffstore mehr Komfort, für reine Verdunkelungszwecke bleibt der Rollladen die wirtschaftlichere und robustere Wahl.

Wie viel kostet die Montage eines Vorbaurollladens?

Die Montagekosten eines Vorbaurollladens liegen marktüblich bei 100 bis 250 € pro Element zusätzlich zum Systempreis, da keine Eingriffe in die Gebäudehülle notwendig sind.

Was bedeutet der Fc-Wert bauphysikalisch?

Der Fc-Wert beschreibt den Anteil der Sonnenenergie, der trotz Sonnenschutzsystem durch die Verglasung in den Raum gelangt. Ein Fc-Wert von 0,15 bedeutet, dass 15 % der Sonnenenergie den Innenraum erreichen.

Erhalte ich BAFA-Förderung für einen Raffstore am HST MOTION 82 Vista?

Ja, wenn der Raffstore gemeinsam mit dem Tausch der Terrassentür beantragt wird und der Uw-Wert der Tür 0,95 W/(m²K) nicht überschreitet – das HST MOTION 82 Vista erfüllt diese Anforderung mit einem Uw-Wert ab 0,76 W/(m²K).

Ist die BAFA-Förderung mit einem Fenstertausch kombinierbar?

Ja, Sonnenschutz und Fenster- oder Türtausch lassen sich als eine förderfähige Maßnahme in einem Antrag zusammenfassen, was den administrativen Aufwand gegenüber getrennten Anträgen reduziert.

Kann ich einen Rollladen nachträglich an eine bestehende Tür anbauen?

Ja, ein Vorbaurollladen lässt sich auch nachträglich vor ein bestehendes Element montieren, ohne die Gebäudehülle zu öffnen. Ein Aufsatzrollladen erfordert dagegen den gleichzeitigen Austausch des Türelements.

Was unterscheidet Aufsatzrollladen und Vorbaurollladen beim Einbau?

Der Aufsatzrollladen wird werkseitig mit dem Fensterelement verbunden und gemeinsam eingebaut, der Vorbaurollladen wird als eigenständiger Kasten vor dem bestehenden Rahmen montiert und eignet sich damit besser für nachträgliche Sanierungen.

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