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Wie installiert man Fenster? Hier die wichtigsten Grundsätze


veröffentlicht 20 Jul 2016

3 Minuten

Der Einbau neuer Fenster ist eine wichtige Aufgabe – schließlich sollen sie lange halten und das Haus vor Temperatur, Niederschlag, Wind und Sonne schützen. Falsch eingebaute Fenster können eine Menge Ärger verursachen und für den Hausbesitzer ein Ärgernis darstellen. Worauf sollte man beim Einbau von Fenstern achten, um Fehler zu vermeiden? In diesem Artikel finden Sie es heraus!

Undicht, feucht, nicht schließend und uneben – sicherlich möchte niemand, dass solche Begriffe auf seine Fenster angewendet werden. Gut eingebaute Fenster können im wahrsten Sinne des Wortes Wunder bewirken – vor allem, wenn Sie feststellen, wie sich Ihre Heizkostenrechnung verändert. Wenn Sie sich für ein bestimmtes Modell entschieden haben und alle Komponenten vor Ort eingetroffen sind, können Sie sich an die Arbeit machen. Unabhängig davon, ob Sie die Installation selbst vornehmen oder ein Team damit beauftragen, lohnt es sich, die folgenden Tipps zu beachten:

Ein optimaler Start

Die erste Regel ist, die Oberfläche des Mauerwerks gründlich von Schmutz, Staub und Schutt von früheren Arbeiten zu befreien. Wenn das Mauerwerk aus saugfähigem Material besteht, sollte es mit einer Grundieremulsion beschichtet werden, damit weitere Bindemittel richtig aufgetragen werden können. Nur wenn die Oberfläche sauber und richtig vorbereitet ist, kann sichergestellt werden, dass der weiteren Arbeit nichts im Wege steht. Wenn der Raum fertig ist, kann mit dem Einsetzen des Fensterrahmens begonnen werden – das Entfernen der Fensterflügel erleichtert die Arbeit erheblich. Beim Einsetzen des Rahmens in die Fensteröffnung sind spezielle Keile nützlich, um das Ganze in der richtigen Position zu halten. Anschließend bestimmt man mit einer Wasserwaage die vertikale und horizontale Ausrichtung – ein richtig positioniertes Fenster öffnet sich nicht von selbst und lässt sich problemlos schließen.  

Richtig platzierte Fenster sind die Voraussetzung

Eine weitere wichtige Regel: Das Fenster darf nicht nur mit Montageschaum fixiert werden! Für die sichere Verankerung im Mauerwerk werden die mitgelieferten Stahlanker oder Dübel benötigt. Die richtige Wahl der Befestigungsmittel hängt von mehreren Faktoren ab: von der Art des Mauerwerks, seiner Festigkeit, den Bewegungen im Spalt zwischen Fenster und Wand und den zu übertragenden Kräften. Im Allgemeinen sollten sie 15 cm von den Ecken und der Säulenachse entfernt angebracht werden, und der Abstand zwischen den nächsten sollte bei Kunststofffenstern ca. 60-70 cm und bei Holzfenstern 80 cm betragen. Die genauen Abstände sollten in den Spezifikationen des Fensters deutlich angegeben sein und genau auf die Größe und das Material des Fensters abgestimmt sein. Das ist sehr wichtig – Holz zum Beispiel überträgt leicht Schwingungen und sollte nicht stärker belastet werden, während größere Fenster aufgrund ihres Gewichts sicher in den Wänden halten sollten. Nachdem das Fenster mit Ankern oder Dübeln befestigt wurde, werden die Keile entfernt und die Flügel mit den Fenstern wieder eingesetzt.  

Sorgfältige Isolierung garantiert Dichtigkeit

Sobald das Ganze sicher in der Wand sitzt, ist es an der Zeit, sich gegen Undichtigkeiten zu schützen. Und hier die nächste Regel: Schließen Sie Freundschaft mit Polyurethanschaum – er füllt den Raum um das Fenster herum aus, hält die Wärme im Raum und lässt keine Feuchtigkeit eindringen. Gleichzeitig sind die Profile dank ihrer Eigenschaften flexibel und können sich unter dem Einfluss der Temperatur verformen – sowohl im Sommer als auch im Winter. Achtung: Den Schaum vorsichtig auf beiden Seiten auftragen und nicht übertreiben. Überschüssige Luft kann schädlich sein – sie dehnt den freien Raum aus und drückt gegen die Fensterrahmen, wodurch sich diese verformen und verziehen. Führen Sie beim Einspritzen des Schaums eine „Zickzack“-Bewegung von der Wandoberfläche zum Fenster aus. Dabei ist zu beachten, dass wir die Fenster nicht nur von außen, sondern auch von innen schützen – hier vor dem Wasserdampf, der von den Hausbewohnern selbst, den Heizkörpern und anderen Geräten erzeugt wird. Um beschlagene Fenster, Feuchtigkeit und damit möglichen Schimmel zu vermeiden, sollte der Schaumstoff im Raum mit einer speziellen Dichtungsmasse versehen werden. Eine ähnliche Behandlung sollte auf der Außenseite durchgeführt werden – hier verwenden wir jedoch Acryl, das den Schaumstoff vor Sonneneinstrahlung schützt und verhindert, dass Feuchtigkeit von außen in den Schaumstoff eindringt. Beide Schichten bilden zusammen mit dem Schaumstoff eine Dampfsperre und sind gleichzeitig dampfdurchlässig. Sobald alle Maßnahmen getrocknet sind, können wir uns an die Fertigstellung der übrigen Wände machen.   Der korrekte Einbau von Fenstern wird uns viele Jahre lang Sicherheit geben. Es lohnt sich, auch auf kleinste Details zu achten. Zögern Sie nicht, einen erfahrenen Fachmann um Hilfe zu bitten – so können Sie sicherstellen, dass die Arbeit ordnungsgemäß ausgeführt wurde. Viel Glück an jeden, der den Einbau neuer Fenster plant!