Barrierefreie Fenster

Heute leben über eine Milliarde Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung weltweit, was 15 Prozent der Weltbevölkerung entspricht. Davon über 10 Millionen Menschen sind Menschen mit Behinderung in Deutschland, die über 10% der gesamten Bevölkerung ausmachen. Für die Betroffenen ist die Barrierefreiheit bei Türen und Fenstern vor allem wichtig, um sich innerhalb ihrer eigenen vier Wände oder gegebenenfalls in öffentlichen Einrichtungen/Gebäuden selbstständig bewegen zu können. Doch auch Menschen ohne Behinderung profitieren von dem Prinzip der Barrierefreiheit.

 

Kinderwägen, der Transport platzfordernder Einkäufe, Reisegepäck sowie die vorübergehende Nutzung von Krücken können das Bewegen in Gebäuden und Räumen erschweren. Außerdem soll der demografische Wandel berücksichtigt werden. Wir Menschen werden immer älter und brauchen dementsprechend gestaltete Wohn- und öffentliche Bereiche. Folglich geben wir Ihnen Anhaltspunkte und Vorgaben für ein barriere-freies Bauen und Wohnen, damit Sie für Menschen mit Einschränkungen, wie auch vorausschauend und zukunftsorientiert bauen können.

 

Behindertengerechte Türen

 

Für die meisten sind sie lediglich der Zugang zu einem anderen Raum und stets vorteilhaft, um Privatsphäre zu bewahren. Für Menschen mit Handicap können Türen jedoch zu einem schwer überwindbaren Hindernis werden. Das Öffnen einer Tür, das Überwinden der Türschwelle mit, sowie ohne Rollstuhl, das Passieren durch eine Tür im Hinblick auf die Türbreite… Dies sind nur ein paar der Faktoren, die bei behindertengerechten Türen dringend beachtet werden müssen.

 

Im üblichen Privatwohnbereich werden folgende Türenarten/-designs verwendet:

 

Die Drehflügeltür ist die den meisten gängigste und „normale“ Zimmertür. Sie ist an einer Seite des Türrahmens befestigt und ist meist nur in eine Richtung zu öffnen. Außerdem wird sie standardmäßig als Haupteingangstür genutzt.

 

Die Schiebetür ist am oberen Türrahmen befestigt und wird zum Öffnen entweder vor oder in der Wand durch das Schieben in eine Richtung bewegt.

 

Die Pendeltür kann, wie der Name schon vermuten lässt, in beide Richtungen geöffnet werden und „pendelt“ von der einen Seite des Türdurchgangs zur anderen. Sie wird hier durch Drücken geöffnet.

 

Für ein behindertengerechtes Wohnen gibt es bestimmte Vorgaben, um die Türbreite barrierefrei gestalten zu können. Eine Tür muss allgemein deutlich erkennbar, leicht zu öffnen und zu schließen, sowie sicher passierbar sein. Um das zu gewährleisten gibt es bestimmte Normen zu der Breite einer Tür. Für den Bau einer privaten barrierefreien Wohnung  ist ein Wert aus DIN 18040-2 vorgeschrieben.

 

Die geometrischen Maße sind wie folgt:

 

-Breite der Türöffnung 90 cm oder größer,

-Höhe der Türöffnung 205 cm oder größer.

 

Griffe und Türdrücker(-öffnungsknöpfe) in einer Höhe von 85 cm

Um die Tür sicher passieren zu können, muss der Durchgang schwellenfrei und ohne Türanschläge oder Vorsprünge sein oder, unter technischer Notwendigkeit mit einer max. 20 mm hoher Schwelle angebracht werden. Für Türen zu äußeren Bereichen, wie einer Terrasse, ist es sinnvoll statt einer leichten Erhöhung der Tür, den Boden eben zu gestalten und außen vor der Tür Wassersammelrinnen, „Drainroste“ oder ähnliches einzubauen. So wird die sogenannte Schlagregendichtheit, also die Widerstandsfähigkeit der Tür gegen eindringende Feuchtigkeit, trotz einer flachen Türschwelle gewährleistet.

 

Schadensfreie niveaugleiche Türschwellen. (Bauforschung für die Praxis)

 

Barrierefreie Zugänge sind für das alten- und behindertengerechte Bauen unbedingt erforderlich. Das Buch zeigt typische Schadensursachen unzureichend abgedichteter, niveaugleicher Schwellen auf und stellt Detaillösungen zusammen, die sich in der Praxis als tauglich erwiesen haben.

 

Griffe sollten– z.B. durch auffällige Farbgestaltung – leicht erkennbar, gut greifbar und letztlich leicht, also mit wenig Kraftaufwand, bedienbar sein. Zur Farbgestaltung bietet sich ein Hell-Dunkel-Kontrast am besten an, damit z.B. auch bei schlechten Lichtverhältnissen, beim Öffnen der Tür ohne Brille der Griff gefunden und damit auch die Türe problemlos genutzt werden kann. Dazu können auch kontrastreiche Klebemotive/-zeichen genutzt werden. Generell sind Bogen- oder U-förmige Griffe, bei Schiebetüren wiederum senkrechte Griffe anzubringen. So können auch blinde und sehbehinderte Menschen diese gut ertasten und betätigen.

 

Eine andere Möglichkeit ist wiederum eine automatische Tür einzubauen, um genannte Komplikationen gänzlich zu vermeiden. Sehr praktisch zeigt sich dafür die Schiebetür, da sie in keine Richtung ausschwingt. Allerdings ist zu beachten, dass sie auf Wandseite in Schieberichtung mehr Platz zum Öffnen benötigt und wird selten in private Haushalte eingebaut.

 

Für die anderen Türdesigns sind wiederum Platzvorgaben im Raum selbst einzuhalten, z.B. wenn eine im Rollstuhl sitzende Person die Türe öffnen möchte: Dabei sind für gewöhnlich mindestens 150cm x 150cm einzupla- nen. Meist wird also eine Drehtür genutzt – vor allem für Haupteingangstüren öffentlicher Einrichtungen. Für diese automatischen Systeme sind die Maschinen-Richtlinie 2006/42/EG und DIN 18650-1 und -2  für die Nutzungssicherheit der Installierung zu beachten.

 

Außerdem ist es wichtig, Gefahrstellen von einer Tür mit Sensoren zur Anwesenheitserkennung abzusichern. Am gefährlichsten sind jedoch nicht deutlich erkennbare Glastüren. Diese sind nach DIN 18040-2 mit zwei horizontalen deutlichen Streifen über die gesamte Tür zu kennzeichnen. Generell empfiehlt es sich jedoch weitaus mehr, Glastüren entweder mit Milchglas auszustatten oder sich für ein anderes Material als Glas zu entscheiden.

 

Sinnvoll als Eingangstüren sind außerdem die sogenannten Low-Energy-Antrieb-Türen bzw. LE-Türen, die sich mit geringer Kraft und Geschwindigkeit öffnen. An ihren Rahmen sind Anwesenheitssensoren angebracht und sie bleiben nach vollständigem Öffnen mindestens 5 Sekunden lang geöffnet. Bei diesem Öffnungsprinzip wird vor allem auf den hohen Komfort bzw. die besonders gute Nutzbarkeit Wert gelegt.

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Barrierefreies Bauen im Wohnungsbau: Rechtliche Anforderungen, technische Konsequenzen und häufige technische Mängel

Neben der Darstellung rechtlicher Grundlagen des barrierefreien Bauens (auch die neuen DIN 18040) stellt das Buch die technischen Randbedingungen, sowie häufig auftretende technische Mängel im barrierefreien Wohnungsbau detailliert dar.

Behindertengerechte Barrierefreie Fenster

 

Die meisten Anforderungen an Türen gelten auch für Fenster. Es ist wichtig für Tageslicht und Sonnenschein zu sorgen und auch im Sitzen einen Blick nach draußen zu ermöglichen. Die einfache Nutzbarkeit steht auch hier im Vordergrund und fordert eine deutliche Erkennbarkeit des gesamten Fensters in der Wand, sowie des Öffnungsgriffes und somit auch ein leichtes Öffnen und Schließen des Fensters.

Für Rollstuhlfahrer sind zum Beispiel die sogenannten Schwingflügel äußerst ungeeignet. Fenstergriffe müssen in diesem Fall vom Fußboden gemessen in einer Höhe von 85cm bis 105cm erreichbar sein. Alternativ gibt es Fensterschließer, mit denen Sie mit einem durch eine Leine beliebig verlängerbaren Griff das Barrierefreie Fenster „aufziehen“ können. Bei solch einer Anbringung wird das Barrierefreie Fenster so automatisiert, dass es sich nach einem bestimmten Zeitraum wieder von alleine schließt.

 

Weitere Möglichkeiten sind Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA).
Geht es um eine öffentliche Einrichtung bzw. ein generell öffentlich zugängiges Gebäude, sollten die Barrierefreie Fenster außerdem kontrastreich gestaltet sein, um sie besonders vorzuheben und erkennbar zu machen.

 

Hinweis – der Kauf von barrierefreien Türen

 

Häufig können Hersteller, Verkäufer und Planer auf Fragen zu der Förderfähigkeit oder Barrierefreiheit einer Türe aufgrund der Zahl von Anforderungen nicht eindeutig antworten.

Deshalb wird zum Beispiel vom ift Rosenheim ein Zertifiezierungsprogramm angeboten, um für jegliche Anforderungen passende Produkte zu kennzeichnen. So wird nicht nur die Suche nach einem geeigneten Produkt erleichtert, sondern auch ein Mehrwert für den Hersteller und Planungssicherheit für den Suchenden gesichert.

 

Hebeschiebetüren ermöglichen Ihnen ein besonderes Raumgefühl und einen äußerst hohen Wohnkomfort.

 

Die besondere Hebe-Schiebe-Technologie sorgt für die entsprechende Leichtigkeit und Stabilität dieses Systems. Spezielle Griffe und Handläufe ermöglichen ein äußerst leichtes Öffnen und Schließen einer Hebeschiebetür.

 

Ein Flügel kann bis zu 3 m breit sein, die Durchgangsbreite beträgt 2,90 m. Eine solche Lösung erlaubt es, Verglasungen mit einer maximalen Fläche von bis zu 13,8 m² anzufertigen.

Die Hebeschiebetür ist in zwei verschiedenen Bautiefen erhältlich und wird in 70 mm vorwiegend für den Einsatz in der Renovierung verwendet, während im Neubau und der energetischen Sanierung aufgrund hervorragender Wärmedämmwerte eine Bautiefe von 85 mm eingesetzt wird.

Hebeschiebetüren können optional mit einem Elektromotor angetrieben werden, der insbesondere bei älteren Menschen für einen erhöhten Nutzenkomfort sorgt, aber auch bei jüngeren Generationen sehr geschätzt ist.

 

Da viele Einbruchversuche über den Balkon oder die Terrasse erfolgen, lassen sich Hebeschiebetüren mit einbruchhemmenden Beschlägen der offiziellen Widerstandsklasse RC 2 ausstatten.

Der optionale Einbau eines Mikrobelüftungssystems in die Beschläge verschafft Ihnen eine kontinuierlich angenehme Frischluftzufuhr im Rauminneren.

 

ENERGIEEINSPARUNG

 

Unsere Balkon- und Terrassentüren garantieren hohen Nutzenkomfort kombiniert mit außerordentlichen Energiesparlösungen.

 

ANSPRECHENDES DESIGN

 

Balkon- und Terrassentüren sind ein Gestaltungselement Ihres Zuhauses und damit einTeil der Inneneinrichtung. Wir legen viel Wert auf das Design, die Gesamtästhetik und die Präzision der Herstellung. Denn am Ende sind es die Details, die den Unterschied ausmachen.

 

LANGLEBIGKEIT UND QUALITÄT

 

Wir sind von der Qualität unserer Produkte überzeugt. Deshalb bieten wir Ihnen eine mehrjährige Garantie auf unsere Balkon- und Terrassentüren.

 

HOHE SICHERHEIT

 

Wenn Sie unterwegs sind, brauchen Sie sich um Ihr Eigentum oder die Sicherheit Ihrer Lieben nicht zu sorgen. Unsere Balkon- und Terrassentüren sind eine der sichersten auf dem Markt.